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330 Mitarbeiter betroffen
Das Ende eines traditionsreichen Standorts

Thyssen-Krupp in Lütringhausen: Ende nächsten Jahres sollen hier die Lichter ausgehen.
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win Lütringhausen. Es nennt sich „Restrukturierungskonzept“ und soll den Geschäftsbereich Federn und Stabilisatoren des Thyssen-Krupp-Konzerns zukunftsfähig machen. Für den Standort, den die Essener Konzernzentrale „Olpe“ nennt, bei dem es sich aber um das Federnwerk in Lütringhausen handelt, ist es die bitterste aller denkbaren Botschaften. 330 Männer und Frauen werden dort bis Ende 2021 ihre Arbeit verlieren. Die Fertigung von Stabilisatoren („Stabis“) für den Kfz-Markt wird am Olpebach vollständig eingestellt, die gesamte Produktion geschlossen.
Insgesamt betroffen sind 490 Mitarbeiter, 160 davon am Standort Hohenlimburg, dem zweiten deutschen Standort von Thyssen-Krupp Federn und Stabilisatoren.

win Lütringhausen. Es nennt sich „Restrukturierungskonzept“ und soll den Geschäftsbereich Federn und Stabilisatoren des Thyssen-Krupp-Konzerns zukunftsfähig machen. Für den Standort, den die Essener Konzernzentrale „Olpe“ nennt, bei dem es sich aber um das Federnwerk in Lütringhausen handelt, ist es die bitterste aller denkbaren Botschaften. 330 Männer und Frauen werden dort bis Ende 2021 ihre Arbeit verlieren. Die Fertigung von Stabilisatoren („Stabis“) für den Kfz-Markt wird am Olpebach vollständig eingestellt, die gesamte Produktion geschlossen.
Insgesamt betroffen sind 490 Mitarbeiter, 160 davon am Standort Hohenlimburg, dem zweiten deutschen Standort von Thyssen-Krupp Federn und Stabilisatoren. Dieser aber wird zum Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Fertigung von Federn und Stabilisatoren umgebaut, während Lütringhausen aufgegeben wird. Dr. Karsten Kroos, Chef der Automobilzuliefersparte bei Thyssen-Krupp, wird in einer Pressemitteilung zitiert: „Die Restrukturierung der beiden Standorte ist ein unausweichlicher und richtiger Schritt, um den Geschäftsbereich aus der Verlustzone herauszuführen. In der jetzigen Aufstellung war die Wettbewerbsfähigkeit der beiden Werke nicht mehr gegeben.“
Bereits am Freitag hatte sich die Hiobsbotschaft angekündigt. In einer Videoschalte aus der Konzernzentrale in Essen hatte die Geschäftsführung die Belegschaft des Thyssen-Krupp-Werks Lütringhausen über das Restrukturierungskonzept informiert.
Trotz millionenschwerer Investitionen in den vergangenen Jahren war das Werk weiter defizitär. Insider berichten von Fehlplanungen, die dafür sorgen, dass weit mehr Personal im Einsatz sein muss als geplant war, was die Kosten in die Höhe treibt. Heute dann tagte der Aufsichtsrat der Federn und Stabilisatoren GmbH – der Coronakrise geschuldet per Videokonferenz. Und danach stand fest: Der Plan ist kein Plan mehr, sondern ein Beschluss. Und in diesem gibt es ab Ende 2021 keinen Standort von Thyssen-Krupp in Lütringhausen mehr. André Arenz, Erster Bevollmächtigter der IG Metall im Kreis Olpe, hält diesen Schritt für falsch. Thyssen-Krupp gebe damit die komplette Serienproduktion von Stabilisatoren in Deutschland auf. Management und Konzern hätten es versäumt, Standorte und Produkte weiterzuentwickeln, um einen wettbewerbsfähigen deutschen Standort zu erhalten – Mitbewerbern sei das gelungen, und auch die Arbeitnehmer hätten ein Konzept erarbeitet, dem lediglich der Umsatz gefehlt habe, um die „schwarze Null“ zu erreichen. „Wir fordern vom Arbeitgeber eine Lösung für jeden Beschäftigten: Niemand darf ins Bergfreie fallen. Wir werden für die beste Lösung für alle Beschäftigten kämpfen.“ Eine Ausproduktion bis Ende nächsten Jahres stellt Arenz sich schwierig vor.
Bürgermeister Peter Weber zeigte sich betroffen von diesem schweren Schlag für den Wirtschaftsstandort Olpe. Er sagt den betroffenen Mitarbeitern und ihren Familien die Solidarität der Verwaltung und des Rates zu.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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