Kinderhospizverein stellte neues Fahrzeug vor / Viel Solidarität nach Diebstahl erfahren
Der bunte "Bulli" ist wieder unterwegs

Die Freude über den „Bulli“ ist bei (v. l.) Sebastian Greiten, beim Kinderhospizverein (DHKV) zuständig für Material und Logistik, Silke Keller, Leitung Öffentlichkeitsarbeit, Heike Will, Referentin bei der Kinderhospizakademie, Nicole Nies, stellv. Leiterin der Kinderhospizakademie, und Martin Gierse, Geschäftsführer des DKHV, sehr groß.
  • Die Freude über den „Bulli“ ist bei (v. l.) Sebastian Greiten, beim Kinderhospizverein (DHKV) zuständig für Material und Logistik, Silke Keller, Leitung Öffentlichkeitsarbeit, Heike Will, Referentin bei der Kinderhospizakademie, Nicole Nies, stellv. Leiterin der Kinderhospizakademie, und Martin Gierse, Geschäftsführer des DKHV, sehr groß.
  • Foto: Yvonne Clemens
  • hochgeladen von Yvonne Clemens (Redakteurin)

yve  „Heute sind wir an dem Punkt, an dem wir sagen können, der ,Bulli' ist wieder da“, freute sich am Mittwochmorgen Silke Keller, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Kinderhospizverein (DHKV) mit Sitz in Olpe. Das bedeutet aber nicht, dass der im März gestohlene Transporter wieder aufgetaucht ist. Vielmehr ist die Aussage dem großen medialen Interesse an dem dreisten Diebstahl und der breiten Unterstützung geschuldet, die der Verein aus der Öffentlichkeit erfuhr.

Denn Dank Spenden, der Versicherungssumme und Rabatten verfügt der DKHV nun über einen neuen und behindertengerecht umgebauten Ford „Transit“. „Er ist jetzt genau so bunt wie der Kinderhospizverein“, betonte Martin Gierse, Geschäftsführer des DKHV. Durch die Beklebung hatte bereits der alte ,Bulli' großen Wiedererkennungswert. „Das wollten wir beibehalten.“

„Der Diebstahl hat uns stark beschäftigt“, blickte Gierse bei der Vorstellung des neuen Wagens zurück. Stets müsse viel Material und erkrankte Kinder und deren Familien transportiert werden. „Das war von einem Tag auf den anderen Tag nicht mehr möglich“, so der Geschäftsführer. „Doch wir haben sehr viel Solidarität erfahren.“ Daher seien dem Verein ganz unbürokratisch zwei Transporter geliehen worden, mit denen wichtige Fahrten unternommen werden konnten.

Aufgrund finanzieller Unterstützung von vielen Seiten, war es dem Verein dann möglich, zunächst ein gebrauchtes Fahrzeug für den Übergang zu kaufen. Dieses bleibt auch weiterhin im Einsatz – „ein Verkauf würde nicht lohnen“, betonte Gierse.

Der neue Ford „Transit“ konnte stark rabbattiert erworben werden. Mitunter lag das am Preisnachlass des Händlers und am Zuschuss des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, in welchem der DKHV Mitglied ist. Insgesamt wurden etwa 50 000 Euro ausgegeben – inklusive Umbau und Beklebung.

Wie wichtig ein Transporter für den Verein ist, erklärte Heike Will, Referentin der Kinderhospizakademie. Sie wirkt am jährlichen Silvesterseminar mit, das in diesem Jahr in Mühlheim stattfindet. Dafür werde jede Menge Material benötigt, das in Olpe lagert. „Silvester sind Familien oft nicht in der Lage, zu feiern.“ Daher übernehmen Heike Will und Kollegen sowie 17 Ehrenamtliche die gesamte Organisation. „So können Familien viel Zeit miteinander verbringen und auch Rückblick halten.“ Wichtig sei auch die Auseinandersetzung mit Sehnsüchten. „Die kann man teilen, weil Menschen da sind, die einen verstehen“, so Heike Will.

Bei dem Seminar werde der „Bulli“ auch dazu genutzt, die Kinder am Silvestermorgen in den Duisburger Zoo zu fahren. Dort nimmt sich der Zoodirektor persönlich Zeit, um Führungen durch verschiedene Gehege mit Fütterung vorzunehmen. Neben Workshopangeboten für die gesamte Familie kommt aber auch das Feiern in Mühlheim nicht zu kurz.

Eine Besonderheit dabei ist die Ballonaktion, bei der Herzenangelegenheiten für das neue Jahr in den Himmel geschickt werden. Für den Kinderhospizverein ist mit dem neuen „Bulli“ bereits jetzt schon ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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