Transporter des Olper Frauenhauses „fällt fast auseinander“ / Verein startet Spendenaufruf
Der Lack ist ab

„Leicht defekt“ im ironischen Sinn ist auch der alte Transporter des Frauenhauses Olpe. Das Foto ist ein Beispielbild, da das Fahrzeug sowie auch der Standort der Unterkunft im Raum Olpe der Öffentlichkeit nicht bekannt sein sollen, um den Bewohnerinnen einen größtmöglichen Schutz zu bieten.  Foto: pixabay
  • „Leicht defekt“ im ironischen Sinn ist auch der alte Transporter des Frauenhauses Olpe. Das Foto ist ein Beispielbild, da das Fahrzeug sowie auch der Standort der Unterkunft im Raum Olpe der Öffentlichkeit nicht bekannt sein sollen, um den Bewohnerinnen einen größtmöglichen Schutz zu bieten. Foto: pixabay
  • hochgeladen von Yvonne Clemens (Redakteurin)

yve  Das Frauenhaus ist das einzige Schutzhaus im Kreis Olpe. Die Bewohnerinnen auf Zeit sind gezeichnet von seelischer und körperlicher Gewalt. In der Unterkunft finden sie Zuflucht in höchster Not. In vielfältiger Weise erfahren die Frauen während ihres Aufenthaltes Unterstützung. Von Behördengängen, Erziehungsfragen über Wohnungssuche bis hin zum Umzug, sobald das Selbstwertgefühl wieder soweit gestärkt ist, dass sie den Schritt in ein eigenständiges Leben wagen.

Um diese Hilfe bewerkstelligen zu können, müssen die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses mobil sein. Aber das ist derzeit nicht der Fall. Der Transporter befindet sich in der Werkstatt, Reparaturen lohnen sich nicht mehr – der Lack ist ab. „Dabei müssen wir dringend unserem Arbeitsauftrag nachkommen“, so Frauenhaus-Mitarbeiterin Shahana Gitzen.

1995 von dem Verein „Frauen helfen Frauen“ gegründet, bietet die Einrichtung Raumkapazitäten für acht Frauen, die meist mit Kindern Obhut suchen. Derzeit werden alle Erledigungen mit einem VW „Polo“ getätigt. „Eine Frau mit vier Kindern können wir aktuell nicht befördern“, sagt Shahana Gitzen. Aber es gehe nicht nur um den Personentransport. Gepäckstücke und viele Lebensmittel müssten untergebracht oder auch komplette Umzüge organisiert werden. Grundlegende Tätigkeitsfelder also, die augenblicklich nicht bedient werden können.

„Unser Transporter ist seit vielen Jahren im Einsatz, er hat Dellen, und die Kosten für die ständigen Reparaturen sind so immens, dass wir sie einfach nicht mehr aufbringen können. Der Wagen fällt bald auseinander“, berichtet Shahana Gitzen. „Wir brauchen so schnell wie möglich ein neues Fahrzeug.“ Selbst die Gurte seien defekt. „Das Frauenhaus Olpe ist auf einen sicheren Einsatzwagen angewiesen, um die Arbeit mit den betroffenen Frauen gewährleisten zu können, damit ihnen ein gewaltfreies und glückliches Leben ermöglicht werden kann.“

Das Haus, das sich in Trägerschaft des Olper Vereins „Frauen helfen Frauen“ befindet, versucht möglichst viele Eigenmittel für eine Neuanschaffung aufzubringen. Doch für adäquaten Ersatz reiche das meist karge finanzielle Polster laut Shahana Gitzen keinesfalls. Der Verein informiert, berät, schützt und unterstützt Mädchen und Frauen in schwierigen Lebenssituationen. Und die Nachfrage an diesem Angebot steige stetig. Obwohl „Frauen helfen Frauen“ für seinen beiden Einrichtungen – Beratungsstelle und Frauenhaus – Zuschüsse vom Land NRW und vom Kreis Olpe erhält, werden jährlich Spenden in Höhe von mindestens 50 000 Euro benötigt.

Daher hat sich der Verein entschieden, einen Spendenaufruf zu starten. Für „Frauen helfen Frauen“ ist das der einzige Ausweg aus der momentanen Situation. Viele Kilometer seien mit dem alten Transporter gefahren worden, um Frauen in ein autonomes Leben zu begleiten. Damit das in Zukunft auch so bleibt, ist das Frauenhaus dankbar für jegliche Unterstützung aus der Bevölkerung. Denn die Mobilität müsse laut Verein dringend wieder hergestellt werden.

• Spendenkonto Frauenhaus Olpe, Volksbank Olpe, Stichwort „Fahrzeugspende Bulli“, IBAN: DE50 4626 1822 0222 4999 00; BIC: GENODM1WDD

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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