Jubelkönigspaar Rumpff feiert Regentschaftsjubiläum
Der Vogel fiel nicht sofort

Dirk Rumpff und Dr. Corinna Rose-Rumpff feierten am Samstag ihr 25-jähriges Königsjubiläum mit zahlreichen Gästen im eigenen Garten.
  • Dirk Rumpff und Dr. Corinna Rose-Rumpff feierten am Samstag ihr 25-jähriges Königsjubiläum mit zahlreichen Gästen im eigenen Garten.

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mari Olpe. Die inzwischen umgesetzten Lockerungen von den Corona-Auflagen veranlassten zahlreiche Schützenbrüder und -schwestern, im privaten Kreis zu feiern. Aus vielen Gärten erklang Marschmusik und fröhliches Lachen. Bei kühlem Gerstensaft genossen sie es, endlich wieder zusammenzusein.

Der eigene Garten ersetzt dem ,,Ümmerich''

Einen besonderen Grund zum Feiern hatten Dirk Rumpff und Dr. Corinna Rose-Rumpff. Sie sind das vor 25 Jahren amtierende Olper Jubelkönigspaar und mussten wie der Jubelkönig von vor 40 Jahren, Herbert Brüser, auf ihr Jubelfest auf dem „Ümmerich“ verzichten. Deshalb hatten sie ihre Freunde, einige ehemalige Schützenkönige und Nachbarn zu einer Gartenparty eingeladen. Unter den Gästen war Karl Koch, der in ihrem Königsjahr bei der damaligen Festmusik, dem Luftwaffenmusikkorps aus Münster, Saxophon spielte und bei der Tanzmusik als Leadsänger glänzte. Zu ihm pflegen die Rumpffs seit dem Schützenfest 1996 eine besondere Freundschaft.

Wichtig war es ihnen, auch Martin Voss einzuladen. „Er war damals die Bedienung an unserem Königstisch und hat das großartig gemacht“, so Dirk Rumpff.

Ein Ständchen vom Musikverein Frenkhausen

Kurz nachdem der Jubelkönig die Gäste begrüßt hatte, gab es eine große Überraschung. Der Musikverein Frenkhausen marschierte mit rund 30 Musikerinnen und Musikern auf und brachte dem Jubelkönigspaar mit dem „Regimentsgruß“ ein zünftiges Ständchen. Die Freude war groß. „Kommt ’rein und feiert mit uns. Ich kann zwar nicht mit jedem einen trinken, aber mit einigen“, lud Dirk Rumpff das Orchester ein, das ihn und seine Frau Corinna und die zahlreichen Gäste im Laufe des lauen Sommerabends noch mit manchem Marsch erfreute. Im Gespräch mit der SZ erinnerte sich Dirk Rumpff noch gut an das Jahr 1996, als er bei traumhaft schönem Wetter mit dem 94. Schuss den großen Rest des Vogels herunterschoss. Damals war er Leutnant der Wirtschaftskommission, von 1998 bis 2005 stand er der Organisations- und Zugkommission als Oberleutnant vor.

,,Ich geh jetzt und schieße den Schützenvogel''

Den Wunsch, König von Olpe zu werden, hatte er schon länger. „Es war immer ein sehr gutes Gefühl, mit der Königstischliste in der Tasche am Montagmorgen da hoch zu gehen. Ich habe vorher zwei- bis dreimal mitgeschossen, aber nicht bis zum Schluss. Im Jahr 1992 wollte ich es wirklich, doch da kam mir mein Freund Markus Arens zuvor. Am Schützenfestsonntagabend 1996 habe ich zu meiner Frau Corinna gesagt, Schatzi, ich möchte es morgen machen. Sie antwortete: Meine Güte, dann mach es, dann hat die arme Seele Ruhe. Und ich habe es gemacht.“ Vor dem Schießen habe er mit der Wirtschaftskommission, der damals Meinolf Schneider vorstand, an der Schwanen-Theke eine Runde Fernet getrunken. „Als ich sagte: So, Jungs, ich gehe jetzt und schieße den Schützenvogel, haben sie mich alle mit großen Augen angeguckt. Beim Schießen hatte ich großes Glück, dass Dr. Andreas Sondermann, der vor mir dran war, verzog. Ich kann mich noch gut an das Oh-Geräusch der Zuschauer erinnern, als ich abgedrückt hatte.“

Der Vogel fiel nicht sofort, sondern wackelte an der Halteschraube hin und her. „Doch dann fiel er ’runter und der Jubel war groß. Wenn ich mir im Nachhinein die Fotos ansehe, spiegeln sie die Freude wieder, die ich hatte. Den Weg zum Rotweintisch habe ich wie im Trance erlebt, es war wie im Film.“ Diese Erinnerungen wurden am Samstagabend gebührend gefeiert. Bis in die frühen Morgenstunden ging es in Rumpffs Garten hoch her.

Autor:

Marianne Möller

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