Brandstiftung: Staatsschutz und Staatsanwaltschaft ermitteln
Dichter Rauch aus dem Bahnhof (2. AKTUALISIERUNG)

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win Olpe. Ein Brand im ehemaligen Empfangsgebäude des Olper Bahnhofs hat heute Vormittag ein Großaufgebot der Olper Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdiensts des Kreises Olpe auf den Plan gerufen. Gegen 6 Uhr hatten Zeugen Brandrauch vom rechten Gebäudeteil, der ehemaligen Lagerhalle, aufsteigen sehen und die Feuerwehr alarmiert. Da in einer der Wohnungen noch ein Mieter wohnt und in der ehemaligen Dienstwohnung des Bahnhofswirts die Stadt Flüchtlinge untergebracht hat, hatte zunächst die Menschenrettung für die Feuerwehr höchste Priorität. Der Bewohner der Wohnung wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung zur Beobachtung ins Olper Krankenhaus gebracht, fünf junge Flüchtlinge fanden zunächst in einem Mannschaftswagen der Feuerwehr Schutz.

Die Feuerwehrleute brachen Türen auf, um ins Innere des leerstehenden Erdgeschosses einzudringen und das Feuer zu löschen, das insbesondere für starken Rauch gesorgt hatte, der sich auf Wänden und Decken niederschlug. Per Drehleiter wurden Wehrleute aufs Dach befördert, wo sie mit Kettensägen Öffnungen anlegten, damit der Rauch abziehen konnte. Nach dem Löschen der Flammen wurden Überdruckbelüfter eingesetzt, um das Gebäude vom Brandrauch zu befreien. Bürgermeister Peter Weber war vor Ort und hielt sich am Einsatzleitwagen der Feuerwehr auf dem Laufenden. Ein Brandermittler der Polizei ging mit Weber und dem Leiter der Olper Feuerwehr, Christian Hengstebeck, das Gebäude ab, um sich ein Bild zu machen. Informationen zur möglichen Brandursache gab es vor Ort nicht, ein Gutachter wird eingeschaltet, um zu ermittelt, was das Feuer ausgelöst hat.
Der Schaden am Gebäude soll nach ersten Informationen immens sein, da die hölzernen Zwischendecken wohl gebrannt haben.

Wie mehrfach berichtet, wird das Gebäude von der Stadt derzeit geräumt, für den letzten verbliebenen Mieter ist bereits eine neue Wohnung gefunden, er wäre ohnehin bald ausgezogen. Das Gebäude war nach bisheriger Planung vorgesehen, um möglicherweise teilweise in den Bau des neuen Rathauses integriert zu werden. Inwieweit das Feuer diesen Plan zunichte gemacht hat, darüber dürften die Aussagen von Gutachtern Auskunft geben.

Die Feuerwehr war nach Auskunft von Pressesprecher Martin Lauer mit 52 Leuten und sieben Fahrzeugen im Einsatz. Ein Fahrzeug kam von der Feuerwehr Gerlingen, die acht Atemschutzgeräteträger nach Olpe schickten. Eine neue Unterkunft für die fünf Flüchtlinge wird in den Wohncontainern in der Trift bereitgestellt; zunächst nahm Bürgermeister Weber sie mit ins Rathaus und sorgte dafür, dass sie in der wegen der Corona-Krise derzeit nicht genutzten Kantine versorgt wurden.

11.15 Uhr: Brandermittler des Polizeipräsidiums Hagen haben am ehemaligen Bahnhof Spuren genommen. Am ehemaligen Imbiss auf der linken Gebäudeseite wurden Fingerabdrücke an Fenster und Rahmen sichergestellt. Es kann mit großer Wahrscheinlichkeit von Brandstiftung als Ursache des Feuers ausgegangen werden.

13.30 Uhr: Da der ehemalige Bahnhof ganz offiziell eine der Flüchtlingsunterkünfte der Stadt ist und inzwischen von Brandstiftung ausgegangen wird, habensich der Staatsschutz aus Hagen und die Staatsanwaltschaft Siegen in die Ermittlungen eingeschaltet. um zu prüfen, ob möglicherweise politische Hintergründe eine Rolle spielen könnten.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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