Neues Portal für Olper Gewerbetreibende
„Digitale Börse“ geht an den Start

Dieter Kohlmeier (l.), Vorstand der Sparkasse, und Marco Heinemann, Vorstand der Volksbank, geben den Startschuss für die neue „digitale Börse“.
  • Dieter Kohlmeier (l.), Vorstand der Sparkasse, und Marco Heinemann, Vorstand der Volksbank, geben den Startschuss für die neue „digitale Börse“.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sz Olpe. Wie können Werbegemeinschaften, Verbände und Geldinstitute vor Ort schnell und unkompliziert helfen, um die Situation für die durch die Lockdowns stark unter Druck stehenden Gewerbetreibenden zu verbessern? Das war die Aufgabenstellung, die sich aus der Initiative des Bürgermeisters der Stadt Olpe bei einem „runden Tisch“ ergab (die SZ berichtete).
„In erster Linie ist unsere Kernkompetenz, unsere Kunden kompetent mit Know-how und Finanzierungs- oder Fördermitteln durch die Krise zu navigieren und Ansprechpartner für ihre Sorgen zu sein“, sind sich die Vorstände sowohl der Sparkasse, Dieter Kohlmeier, als auch der Volksbank, Marco Heinemann, einig. Auf gemeinsam-mehr-schaffen.org können Einzelhändler, Gastronomie, Touristikbetriebe und Dienstleister ab sofort von Kooperationsmöglichkeiten profitieren. Die neue Plattform soll als „digitale Börse“ fungieren.

Vorschläge und Anfragen einstellen

Wer Unterstützer oder Partner für kreative Ideen sucht oder vielleicht einen Service bietet, der auch anderen Gewerbetreibenden den Weg durch die Corona-Pandemie erleichtert, kann seinen Vorschlag über ein Kontaktformular mitteilen. Gleichzeitig können auch Anfragen oder Gesuche eingestellt werden, für die es dann möglicherweise Hilfestellung und spätere Kosteneinsparungspotenziale gibt. „Über die Plattform gemeinsam-mehr-schaffen.org sollen Ideengeber mit Partnern vernetzt werden, sodass ein virtueller Austausch von Maßnahmen entsteht, die auf Realisierung warten und die angespannte Situation der Gewerbetreibenden verbessern“, fasst Marco Heinemann die Initiative beider Geldinstitute zusammen. So könnten zum Beispiel Corona-konforme Events als virtuelle Messe entstehen, wenn sich Gastronomen, Floristen und Spezialitätenanbieter zusammentun und ihre Leistungen gemeinsam vermarkten, oder auch ein gemeinsamer Lieferdienst mehrerer Geschäfte. Sofern fachlicher Input für spezielle Problemstellungen oder einfach ein Ratschlag von Experten benötigt wird, ist es auch denkbar, zum Beispiel einen Vortrag oder Workshop über die Plattform anzubieten.

Anliegen schnell und effektiv realisieren

Die Anfragen oder Angebote laufen zunächst in den Marketingabteilungen bei Sparkasse und Volksbank zusammen und sind vorerst nicht öffentlich sichtbar. Dann wird gemeinsam mit den Firmenkundenberaterinnen und -beratern kurzfristig entschieden, wie das Anliegen am schnellsten und effektivsten realisiert werden kann bzw. wie potenzielle Partner oder gleiche Ideen zusammengebracht werden können. In der Regel sollen diese Anregungen veröffentlicht werden, wenn dies für weitere Partnerschaften interessant sein könnte.
Eine schnelle Vernetzung der Gewerbetreibenden und dann auch eine schnelle Umsetzung der Ideen für die Hilfesuchenden ermögliche die neue Plattform, sind sich die Verantwortlichen in beiden Geldinstituten einig.

Wirtschaft lebendig halten

Ansprechpartner sind Mario Grunau, Sparkasse, Leiter Marketing, Tel. (0 27 61) 8 98 32 51, sowie Andrea Bender, Volksbank, Marketingmitarbeiterin, Tel (0 27 61) 8 05 10 12. „In diesen unruhigen Zeiten ziehen wir als regional tätige Kreditinstitute gemeinsam an einem Strang, um solidarisch die Situation für unsere Gewerbetreibenden vor Ort zu verbessern und mitzuentwickeln. Unser beider Ziel ist es, eine prosperierende, lebendige Wirtschaftsregion auch noch nach der Pandemie vorzufinden“, erläutert Dieter Kohlmeier die Beweggründe für diese Kooperation.
So suchen Sparkasse und Volksbank den engen Austausch mit den Verantwortlichen von „Olpe Aktiv“, der Werbegemeinschaft Wenden, der Aktionsgemeinschaft Drolshagen sowie Drolshagen Marketing, wenn es darum geht, gezielten Bedarf abzufragen und Lösungsansätze für die Region zu gestalten.

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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