Aktion gegen Grippe und Corona in Olpe
Doppelt geimpft hält besser

Die Impfcrew des mobilen Impfangebots „Corona plus Grippe“ war am Samstag am Olper Marktplatz mit dem Ergebnis der Kombi-Impfung sehr zufrieden: Es wurden 140 Grippe- und 28 Corona-Impfungen verabreicht.
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  • Die Impfcrew des mobilen Impfangebots „Corona plus Grippe“ war am Samstag am Olper Marktplatz mit dem Ergebnis der Kombi-Impfung sehr zufrieden: Es wurden 140 Grippe- und 28 Corona-Impfungen verabreicht.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

mari Olpe. Als voller Erfolg kann das mobile Impfangebot „Corona plus Grippe“ gewertet werden, das am Samstag am Olper Marktplatz vom Kreis Olpe in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Apotheken angeboten wurde. Interessierte hatten die Möglichkeit, in zwei Bussen sowohl die Corona- als auch die Grippe-Impfung zu erhalten.
Einen regelrechten Run gab es auf die Grippe-Impfungen. Von 10 bis 13 Uhr ließen sich 140 Bürgerinnen und Bürger gegen das Virus impfen. Der Impfstoff wurde gespendet vom Rotary-Club Olpe-Biggesee. „Die Grippeimpfung bietet wie in jedem Jahr einen effektiven Schutz vor den Virus-Varianten. In Zeiten der Pandemie ist sie besonders wichtig“, so der Hünsborner Arzt Stefan Spieren, der bis zur kürzlichen Schließung des kreisweiten Impfzentrums in Attendorn dessen ärztlicher Leiter war. Er unterstrich damit den Aufruf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Doppelimpfung.

Ab 18 Jahren gegen Grippe impfen lassen

Denn die Grippe sei im vorjährigen Lockdown ausgeblieben und die Grundimmunität daher besonders gering. Alle Menschen über 18 Jahre, besonders die, die viel mit anderen Menschen zu tun haben, chronisch Kranke und auch Kinder mit besonderen Risiken sollten sich daher gegen Grippe impfen lassen.
„Derzeit sind rund 30 Prozent aller Menschen im Kreis Olpe gegen Grippe geimpft. Unser erklärtes Ziel ist es, wie in Frankreich und England 70 Prozent zu erreichen“, betonte Apotheker Ulf Ullenboom aus Olpe. AOK-Versicherte hätten auch die Möglichkeit, sich die Grippe-Impfung in den Apotheken verabreichen zu lassen.

28 Impfungen gegen Corona

Gegen das Coronavirus wurden 28 Impfungen verabreicht. Die Zahl lag deutlich unter der der Grippe-Impfungen. Das sei jedoch der Tatsache geschuldet, dass im Kreis Olpe inzwischen mehr als 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner gegen SARS-CoV geimpft sind, meinte Stefan Spieren. „Damit sind wir sehr zufrieden, denn unter die fast 20 Prozent, die noch nicht geimpft sind, fallen ja auch noch die Kinder.“
Dr. Gerd Reichenbach aus Olpe stellte fest, dass die Leute, die am Samstag zur Corona-Impfung kamen, sehr gut informiert waren und damit eine bewusste Entscheidung trafen. „Wir sind immer noch in einer Pandemie und die Impfung gegen das Coronavirus ist nach dem Stand der Wissenschaft eine sichere und effektive Impfung. MRNA-Impfstoff wird seit 15 Jahren in der Krebstherapie erforscht, und man weiß viel darüber. Das Neuartige ist, dass mit dem Botenstoff unser Körper einen klitzekleinen Teil des Virus’ bildet, den unser Immunsystem erkennt und Antikörper bildet. Wenn das Virus eindringt, weiß das Immunsystem sofort, dass es gegensteuern muss.“

Krankheit gefährlicher als Impfung

Der Allgemeinmediziner bedauert, dass es nach wie vor Impfgegner gibt. „Wie bei jeder Impfung kann es zu Reaktionen kommen, doch die Krankheit ist viel, viel gefährlicher als die Impfung. Jeden Tag sterben Menschen an Corona und jeden Tag infizieren sich nach wie vor Menschen mit Corona. Doch die Menschen, die jetzt krank werden, sind zum allergrößten Teil nicht geimpft, auch jüngere. Mehr als 2,7 Milliarden Menschen sind inzwischen weltweit geimpft. Wie sähe wohl unsere Welt aus, wenn das nicht der Fall wäre?“

Die Impfcrew des mobilen Impfangebots „Corona plus Grippe“ war am Samstag am Olper Marktplatz mit dem Ergebnis der Kombi-Impfung sehr zufrieden: Es wurden 140 Grippe- und 28 Corona-Impfungen verabreicht.
Nicole Bartscher aus Drolshagen erhielt von der Hünsborner Ärztin Julia Spieren den Piks gegen das Grippevirus. Der Attendorner Apotheker Dr. Lukas Pfeiffer stand wie einige seiner Berufskollegen für Fragen bereit.
Autor:

Marianne Möller

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