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Im Frühjahr rollen die Bagger an
Drei neue Pflegeeinrichtungen für den Kreis Olpe

Lange wurde hinter dem Bauzaun an der Bruchstraße in
Olpe nicht gearbeitet. Das wird sich bald ändern: Ab Frühjahr 2021 sollen die Martinus-Höfe II und die Tagespflegeeinrichtung mit 21 Plätzen endlich gebaut werden.
  • Lange wurde hinter dem Bauzaun an der Bruchstraße in
    Olpe nicht gearbeitet. Das wird sich bald ändern: Ab Frühjahr 2021 sollen die Martinus-Höfe II und die Tagespflegeeinrichtung mit 21 Plätzen endlich gebaut werden.
  • Foto: yve
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

yve Olpe/Wenden/Hünsborn. Bereits im Jahr 2018, zum zehnjährigen Bestehen der Olper Senioreneinrichtung Martinus-Höfe, wurden Erweiterungspläne der im Besitz der kath. Kirchengemeinde St. Martinus befindlichen Anlage vorgestellt. Bagger rollten an, um mit Abrissarbeiten die Fläche für das Vorhaben vorzubereiten. Dann wurde es still an der Bruchstraße, nichts rührte sich mehr hinter dem Bauzaun. Seinerzeit hatte sich lediglich ein Unternehmen auf die Ausschreibung beworben. Die Kosten wurden als zu hoch erachtet, das Erzbistum Paderborn genehmigte die Freigabe der Gelder vorerst nicht. Es folgten lange Gespräche, ursprüngliche Konzepte wurden neu durchdacht, eine andere Kostenkalkulation kam auf den Tisch. Und schließlich gab es grünes Licht aus Paderborn – der Baubeginn ist absehbar.

yve Olpe/Wenden/Hünsborn. Bereits im Jahr 2018, zum zehnjährigen Bestehen der Olper Senioreneinrichtung Martinus-Höfe, wurden Erweiterungspläne der im Besitz der kath. Kirchengemeinde St. Martinus befindlichen Anlage vorgestellt. Bagger rollten an, um mit Abrissarbeiten die Fläche für das Vorhaben vorzubereiten. Dann wurde es still an der Bruchstraße, nichts rührte sich mehr hinter dem Bauzaun. Seinerzeit hatte sich lediglich ein Unternehmen auf die Ausschreibung beworben. Die Kosten wurden als zu hoch erachtet, das Erzbistum Paderborn genehmigte die Freigabe der Gelder vorerst nicht. Es folgten lange Gespräche, ursprüngliche Konzepte wurden neu durchdacht, eine andere Kostenkalkulation kam auf den Tisch. Und schließlich gab es grünes Licht aus Paderborn – der Baubeginn ist absehbar.„Wir hoffen, dass wir im Frühjahr beginnen können“, so Ulrike Klein, die Leiterin der Senioreneinrichtungen der kath. Hospitalgesellschaft. Die wiederum betreibt als Mieterin die Martinus-Höfe. Am Mittwochabend stellte die Leiterin die neuen Pläne den Mitgliedern der Kommunalen Konferenz Gesundheit, Alter und Pflege im Kreishaus in Olpe vor. Ebenfalls anwesend waren Constantin Plath, der Betriebsleiter der „Brücke“ Südwestfalen, und Ronald Buchmann, Regionalleiter Altenhilfe der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO), um ihrerseits weitere neue Pflegeeinrichtungen in Wenden („Brücke“) und in Hünsborn (GFO) vorzustellen.

  • Erweiterung Martinus-Höfe: Derzeit verfügt der bestehenden Bereich Martinus-Höfe I über 21 vollstationäre Plätze. „Nach dem Umbau werden wir in den Martinus-Höfen I 20 Plätze anbieten“, so Ulrike Klein. Hier stünden dann nur noch Einzelzimmer zur Verfügung. Der Neubau, die Martinus-Höfe II, werde im zweiten Stockwerk über eine Brücke mit den Martinus-Höfen I verbunden. In der neuen Pflegeeinrichtung entstehen im ersten Obergeschoss, das auf Stelzen gebaut wird, 18 vollstationäre Plätze, im zweiten weitere 18. Die Zimmergrößen variieren zwischen 14 und 23 Quadratmetern. Die integrierte Tagespflegeeinrichtung im Bereich der Bruchstraße in Richtung Kardinal-von-Galen-Straße soll laut Ulrike Klein 21 Plätze sowie eine Gartenanlage in Richtung Krankenhaus beinhalten.
  • Neubau Tagespflegeeinrichtung der „Brücke“ in Wenden: Die „Brücke“ Südwestfalen als Anbieter ambulanter Hilfen für Menschen mit Behinderungen und Senioren plant, in Wenden an der Bergstraße auf dem Grundstück unmittelbar hinter der Wohnlage der „Lebenshilfe“ eine Tagespflegeeinrichtung zu bauen. „Das soll unser Portfolio abrunden“, berichtete Constantin Plath in der Konferenz und gab die Eckdaten des Gebäudes bekannt. Vorgesehen ist eine Größe von 300 Quadratmetern, die sich auf die verschiedenen Stockwerke verteilen und mit einem Aufzug zu erreichen sind. „Unser Angebot ist auf 17 Gäste ausgerichtet, die sich von uns betreuen lassen können.“ Die Einrichtung sei für verschiedene Zielgruppen konzipiert worden – zum Beispiel für Menschen mit und ohne Demenz. Ein verstärktes Freizeitangebot soll dazu beitragen, die Angehörigen mehr zu entlasten. „Über der Tagespflege entstehen noch sechs Wohnung für Menschen mit Behinderungen und Senioren“, so Plath. Die Angebote würden verknüpft, sodass die Bewohner auch die Leistungen der Tagespflege in Anspruch nehmen könnten. Wie auch Ulrike Klein terminiert Plath den Baubeginn voraussichtlich auf Frühjahr.
  • Neues „Service-Wohnen“ und Tagespflege in Hünsborn: Ronald Buchmann informierte am Mittwoch nicht zum ersten mal ein Gremium über die geplanten Seniorenanlage „An der Wahre“. Im Juni hatte er die aktuellen Pläne dem Bau- und Planungssausschuss der Gemeinde Wenden vorgestellt, nachdem das erste Betriebskonzept komplett überarbeitet worden war (die SZ berichtete mehrfach). Dieser Schritt basiert auf dem Ergebnis einer durchgeführten Bedarfsabfrage: Mehr Tagespflegeplätze als Wohnungen sind vonnöten, zudem hatten potentielle Mieter des Bereichs „Service-Wohnen“ den Wunsch nach größeren Wohnungen geäußert. Bekanntlich beinhaltet der überarbeitete Entwurf, dass nunmehr nicht 24 seniorengerechte Wohneinheiten entstehen, sondern zwölf – vier im Erdgeschoss und acht im Obergeschoss. Stattdessen planen die bauausführende Firma und die GFO als Betreiberin die Einrichtung einer Tagespflege mit 18 Plätzen in der Wohnanlage. Steigt Interesse an Wohnraum, besteht die Option auf eine Erweiterung um ein drittes Geschoss. 

Die erfreuliche Aussage zum Abschluss der Ausführungen des Regionalleiters: „Der Bauantrag liegt schon hier im Haus.“ Ein laut Buchmann vier Jahre lang währender Prozess dürfte damit in absehbarer Zeit zu Ende gehen – der Baubeginn auch hier wahrscheinlich im Frühjahr.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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