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Deutscher Kinderhospizverein feiert Geburtstag
Eigener ambulanter Hospizdienst in Olpe

Familie Bähr aus Elben ist sehr dankbar für die Begleitung durch einen ehrenamtlichen Mitarbeiter des Deutschen Kinderhospizvereins.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

mari Olpe. Bunt geworden ist in den zurückliegenden Tagen das Gelände am Haus des Deutschen Kinderhospizvereins (DKHV) in Olpe. Dort haben Menschen aus verschiedenen Regionen anlässlich des 30. „Geburtstags“ des Vereins kunstvoll bemalte Steine abgelegt und damit dem Geburtstagsmotto „Verbunden bleiben in allen Zeiten“ eine sichtbare Symbolkraft verliehen. Mit den Steinen, die eine Unendlichkeitsschleife bilden, will der DKHV ein Zeichen der Solidarität für die betroffenen Familien setzten, ihnen Mut machen und Hoffnung schenken.
Riesige Resonanz beim „Sauerland-Stones-Marathon“Geplant war am 30. August eigentlich ein großes Familienfest, um das 30-jährige Bestehen des Vereins zu feiern. Wegen der Pandemie musste die Veranstaltung abgesagt werden.

mari Olpe. Bunt geworden ist in den zurückliegenden Tagen das Gelände am Haus des Deutschen Kinderhospizvereins (DKHV) in Olpe. Dort haben Menschen aus verschiedenen Regionen anlässlich des 30. „Geburtstags“ des Vereins kunstvoll bemalte Steine abgelegt und damit dem Geburtstagsmotto „Verbunden bleiben in allen Zeiten“ eine sichtbare Symbolkraft verliehen. Mit den Steinen, die eine Unendlichkeitsschleife bilden, will der DKHV ein Zeichen der Solidarität für die betroffenen Familien setzten, ihnen Mut machen und Hoffnung schenken.

Riesige Resonanz beim „Sauerland-Stones-Marathon“

Geplant war am 30. August eigentlich ein großes Familienfest, um das 30-jährige Bestehen des Vereins zu feiern. Wegen der Pandemie musste die Veranstaltung abgesagt werden. Trotz des Ausfalls war der Tag ein sehr guter Tag für den Deutschen Kinderhospizverein. Denn die riesige Resonanz beim „Sauerland-Stones-Marathon“ zeigte, wie sehr die Arbeit des Vereins geschätzt wird und dass die Menschen für Zusammenhalt stehen.Die Idee hatte Carmen Fröhlich von der beliebten Gruppe „Sauerland-Stones“, frühere Mitarbeiterin des DKHV. Nach dem Motto „30 Jahre DKHV – verbunden bleiben in allen Zeiten“ war die Bevölkerung aufgerufen, Steine zu bemalen. Vorzugsweise mit einem Blattmotiv, da dies eine wichtige symbolische Bedeutung in der Vereinsgeschichte hat. „Jedes Blatt ist unverwechselbar und einzigartig und doch verbunden mit allen anderen, auch in diesen besonderen Zeiten“, hat es Kornelia Weber, Gründungsmitglied des DKHV, auf den Punkt gebracht.
Auch der Olper Bürgermeister, Peter Weber, seine Frau Steffi, MdL Jochen Ritter und die Vertreter der Prinzengarde Köln, die seit dem vergangenen Jahr Botschafter des DKHV ist, überbrachten bemalte Steine.

Enorme Bedeutung für Familien

Die Solidaritätsaktion kam bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DKHV sehr gut an. Sie können stolz sein auf das, wofür der Verein in seinem 30. Jahr des Bestehens steht. Denn er hat die Kinderhospizarbeit in Deutschland an den Start gebracht. Für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern hat er eine enorme Bedeutung. Mittlerweile gibt es an 30 Standorten 24 ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste, in denen sich mehr als 1000 ehrenamtliche Mitarbeiter organisieren. Aktuell werden bundesweit575 Familien begleitet, und das täglich.
130 hauptamtliche und die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind beschäftigt. Daneben werden unter dem Dach der Kinderhospiz-Akademie zahlreiche Begegnungs- und Bildungsangebote organisiert.

Neuer Standort in Olpe

Und schon bald soll es den 31. Standort geben, und zwar am Standort der Verwaltung in Olpe. Die frohe Botschaft verkündete Geschäftsführer Martin Gierse vor rund 100 Gästen. Da sich inzwischen auch viele Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern aus dem Kreis Olpe die professionelle Begleitung durch die Mitarbeiter des Vereins wünschen, wird in Olpe ein eigener ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst entstehen. Der nächste Dienst ist in Siegen und inzwischen mehr als ausgelastet. „Wir sind in Gesprächen und brauchen dafür ehrenamtliche Mitarbeiter, die wir in einem Befähigungskurs an die wichtige Aufgabe heranführen. Wir freuen uns auf viele Bewerbungen“, so Gierse.Wie wertvoll die Unterstützung durch den Verein ist, weiß Melanie Bähr aus Elben. Ihre zweieinhalbjährige Tochter Merle leidet an einem Gendefekt der Lunge und benötigt die ständige Aufmerksamkeit ihrer Eltern. „Seit Dezember begleitet uns ein Ehrenamtlicher, der sich um unseren vierjährigen Sohn Lennard kümmert. Wir sind sehr dankbar über diese Hilfe. Als Mama ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass Merles großer Bruder auch versorgt ist“, so Melanie Bähr. Bürgermeister Peter Weber gratulierte zum 30-jährigen Vereinsgeburtstag und zur Gründung des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes in Olpe. „Wir sind sehr stolz darauf, dass Olpe die Stadt der Kinderhospizarbeit in Deutschland und somit die Keimzelle ist, denn hier haben vor 30 Jahren sechs Familien den Verein gegründet. Wenn man sieht, was daraus entstanden ist, kann man nur stolz sein. Wir sind sehr froh, dass wir gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband diesen Ort als Standort für den Verein gefunden haben.“

Prinzengarde hatte Scheck und Karikatur im Gepäck

„Nach unserem ersten Gespräch waren wir beeindruckt, geflasht und nachdenklich zugleich. Wir waren uns sofort einig, das Wertvolle, was hier geleistet wird, als Botschafter zu unterstützen“, sagte Marcel Kappestein aus Olpe, Kommandant der Prinzengarde Köln. Er überreichte an Martin Gierse eine limitierte Karikatur der Prinzengarde Köln der Künstlerin Gerda Laufenberg mit der Zahl 106, für die er auch die Begründung lieferte: Der 10. Februar ist der Tag der Deutschen Kinderhospizarbeit und der Verein wurde von sechs Familien gegründet. Marcel Gath vom Reservecorps der Prinzengarde hatte einen Scheck in Höhe von 3333 Euro im Gepäck, über den sich der DKHV-Geschäftsführer besonders freute. Denn um die Zukunft dieser wichtigen Arbeit weiterhin zu sichern, ist der Verein auf Spenden angewiesen, mit denen er sich zu75 Prozent finanzieren muss (Spendenkonto Sparkasse Olpe IBAN DE54 4625 0049 0018 0003 72).

Alle Stationen mit dem Trekkingbike abgefahren

Doch damit waren die Überraschungen noch nicht am Ende. Plötzlich fuhren13 Radfahrer auf das Gelände des Deutschen Kinderhospizvereins. Thomas Meier, ehrenamtlicher Mitarbeiter des ambulanten Dienstes in Bonn, hatte die Idee, zum 30. Vereinsgeburtstag alle Stationen mit dem Trekkingbike (wohlgemerkt: kein E-Bike) abzufahren. Er startete am 30. August und hat bis auf den Dienst in Dresden alle anderen besucht. Als Beleg wehte von jedem Dienst ein grünes Band an seinem Rad. Zwischendurch wurde er immer wieder von anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern begleitet. Zur letzten Etappe brach er gestern mit elf Radfahrern in Siegen auf, ab Wenden verstärkte WDR-Moderatorin Anne Willmes, Schirmherrin des Dienstes in Siegen, die sportliche Truppe. Der Applaus der Gäste für die Leistung fiel entsprechend riesig aus.

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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