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Schnaps statt Bier
Ein Brauer mischt sich unter die Brenner

Entwickeln ein völlig neues regionales Produkt (v. l.): Dirk Rademacher, der im Oktober 2020 die Olper Traditionsbrennerei Kemper  übernommen hat, Brauer Armin Judas aus Altenhof, Destillateurmeister Tobias Reißenweber und Destillateur-Azubi Paul Rademacher.
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  • Entwickeln ein völlig neues regionales Produkt (v. l.): Dirk Rademacher, der im Oktober 2020 die Olper Traditionsbrennerei Kemper übernommen hat, Brauer Armin Judas aus Altenhof, Destillateurmeister Tobias Reißenweber und Destillateur-Azubi Paul Rademacher.
  • Foto: yve
  • hochgeladen von Johannes Nuß

yve Olpe. Destillateurmeister Tobias Reißenweber stellt kleine Gläser mit bauchiger Mitte und zylindrischem Hauptkörper auf den Tisch, dazu Fläschen mit Kostproben. Gleich wird sich zeigen, wer ein feines Näschen hat, Koriander, Orange oder Cardamom riechen und schmecken kann. Im antiken "Wohnzimmer" der Olper Kornbrennerei J. J. Kemper wird gerade eine Neuheit präsentiert, die das "Wendsche" und die Kreisstadt in einer Spirituose vereinen soll. Daher sitzt auch Armin Judas in der Runde, der in der Region und darüber hinaus bekannte Brauer aus Altenhof. "Wir stellen mit dem Carolinenbräu ja nicht nur unser Landbier her, sondern mittlerweile auch ein gut etabliertes anderes Produkt." Armin Judas spricht von den Rückständen des Braumalzes, von seinem Treber.

yve Olpe. Destillateurmeister Tobias Reißenweber stellt kleine Gläser mit bauchiger Mitte und zylindrischem Hauptkörper auf den Tisch, dazu Fläschen mit Kostproben. Gleich wird sich zeigen, wer ein feines Näschen hat, Koriander, Orange oder Cardamom riechen und schmecken kann. Im antiken "Wohnzimmer" der Olper Kornbrennerei J. J. Kemper wird gerade eine Neuheit präsentiert, die das "Wendsche" und die Kreisstadt in einer Spirituose vereinen soll. Daher sitzt auch Armin Judas in der Runde, der in der Region und darüber hinaus bekannte Brauer aus Altenhof. "Wir stellen mit dem Carolinenbräu ja nicht nur unser Landbier her, sondern mittlerweile auch ein gut etabliertes anderes Produkt." Armin Judas spricht von den Rückständen des Braumalzes, von seinem Treber. Diesen verwende die Firma Dornseifer mit Sitz in Hünsborn für die Herstellung von nahrhaftem Brot. 

Kontakt mit Paul Rademacher via Facebook aufgenommen

"Dann hatte ich Anfang des Jahres die Idee, ein weiteres, völlig neues regionales Projekt anzugehen." Über Facebook habe er mit Paul Rademacher Kontakt aufgenommen, mit dem Sohn von Dirk Rademacher, der die Olper Traditionsbrennerei vor zwei Jahren übernommen hat und wie Armin Judas aus dem "Wendschen" stammt. Eine Zusammenarbeit sei schnell besiegelte Sache gewesen, sagt der Brauer. Tobias Reißenweber geht dann ins Detail. "Wir haben uns gedacht, wir machen aus dem Bier einen Bierbrand und verarbeiten ihn weiter zu einer einzigartigen Spirituose." Verschiedene  Varianten seien in der Brennerei kreiert worden.

Der Destillateurmeister zeigt zu den Fläschchen und Gläsern auf dem Tisch und lädt zu einer kleinen Verkostung ein. Er selbst hat seinen Liebling bereits gefunden. "Wir auch", sind sich Armin Judas sowie Dirk und Paul Rademacher einig. Das Team setzt auf eine mit regionalem Honig, Dattel-, Orangen- und Malzextrakt, Hopfen sowie Hopfenextrakt aus Altenhof abgerundete Sorte. "Wir sind überzeugt, dass man diese gut zwischen zwei Bieren trinken kann", so Tobias Reißenweber. "Wir wollten etwas produzieren, was jedem schmeckt", merkt er an. Ein hochprozentiger Brand sei dann doch eher etwas für Liebhaber.

Macher sind noch auf der Suche nach einem passenden Namen

Das Olper Festival "Between the days" kenne ja jeder,  lacht der Brauer aus Altenhof. "Das hier gibt eine 30-prozentige Bierspirituose ,between the beers'." "Also ein Schnaps, der am Abend in geselliger Runde gleich mit auf den Tisch gestellt werden kann", übersetzt Rademacher amüsiert. "Und im besten Falle erst gar nicht mehr den Weg zurück in den Schrank findet", freut sich sein Sohn Paul jetzt schon auf das Eintreffen der Flaschenetiketten. Doch für den Druck fehlt noch Entscheidenes.

Denn die "Macher" des fast fertigen Erzeugnisses sind noch auf der Suche nach einem passenden Namen für die Bierspirituose. "Wenn jemand eine tolle Idee hat, der kann sie uns zusenden", hofft Dirk Rademacher auf viele kreative Vorschläge aus der Region (post@kempers-korn.de). Falls sich auf diesem Wege eine Bezeichnung finde, werde der Namensgeber natürlich mit einer Überraschung entlohnt.

Entwickeln ein völlig neues regionales Produkt (v. l.): Dirk Rademacher, der im Oktober 2020 die Olper Traditionsbrennerei Kemper  übernommen hat, Brauer Armin Judas aus Altenhof, Destillateurmeister Tobias Reißenweber und Destillateur-Azubi Paul Rademacher.
Hier entsteht aus Altenhofer Landbier eine Bierspirituose aus dem Hause J. J. Kempers.
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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