Eine Frau führt die Kreisjägerschaft

Monika Meyer zur Nachfolgerin von Dr. Alfred Holthoff gewählt / Stehende Ovationen

win Rhode. Eine neue Ära hat für die im Deutschen Jagdschutzverband organisierten Jäger im Kreis Olpe begonnen: Seit Montagabend führt erstmals in der Geschichte der Kreisjägerschaft »Kurköln«–Olpe eine Frau den Verein. Monika Meyer wurde in der Schützenhalle einstimmig zur Nachfolgerin von Dr. Alfred Holthoff gewählt, der zwölf Jahre lang die Geschicke der Kreisjägerschaft geführt hat.

Mit einer Ausnahme wurde der komplette geschäftsführende Vorstand neu gewählt. An die Stelle des bisherigen stellv. Vorsitzenden Klaus Hütte rückte Alexander Schmidt aus Drolshagen, neuer Schatzmeister ist Klaus Rademacher, der die Nachfolge von Hubertus Bille antritt. Letzterer bleibt als »Garant für Kontinuität« Mitglied des Vorstands, und zwar als Nachfolger von Paul-Heinrich Wacker in der Funktion des Schriftführers.

Monika Meyer wohnt in Schönholthausen. Sie ist verheiratet und Mutter von drei Töchtern. Sie hat das »grüne Abitur«, den Jagdschein, vor 35 Jahren abgelegt. Gemeinsam mit ihrem Mann bejagt sie ein Revier bei Paderborn. Vorstandsarbeit ist für sie nichts Neues: Bereits seit sieben Jahren ist sie als Obfrau für jagdliches Brauchtum im Vorstand der Kreisjägerschaft aktiv, zudem wurde sie vor sechs Jahren zur stellv. Sprecherin, vor zwei Jahren zur Sprecherin der Jägerinnen im Landesjagdverband berufen. Die gesamte Wahl erfolgte offen und en bloc.

Dr. Alfred Holthoff sprach seinen Mitstreitern ein Dank aus, wobei er Paul-Heinz Wacker ganz besonders hervorhob. Ohne die Kritiker selbst anzusprechen, bezog er Stellung zu ihm gegenüber geäußerter Kritik, die Lobbyarbeit für die Jägerschaft vernachlässigt zu haben: »Eine Lobby kann nur stark sein, wenn sie Werte vertritt, die allgemein anerkannt sind.«–Das Verständnis in der Bevölkerung für »das Kulturbrauchtum Jagd« hänge nicht von einer einzelnen schillernden Figur an der Spitze, sondern »vom alltäglichen Tun von allen Jägern«.

Auch die neue Vorsitzende erklärte Ähnliches: »Unser Ansehen in der Öffentlichkeit ist im Wesentlichen von unserem eigenen Auftreten bestimmt. Die Jäger sollten sich als Teil der Öffentlichkeit verstehen, die einen besonderen Bezug zur Natur haben, nicht als Elite.«–Sie werde alles daran setzen, den hohen Stellenwert der Jägerschaft in der Gesellschaft zu erhalten.

Dr. Holthoff sprach die jüngst erfolgten Änderungen des Landesjagdgesetzes an. Er kritisierte, dass auch Jagdhunde über 20 Kilogramm Gewicht bzw. über 40 Zentimeter Risthöhe nicht von der Chippflicht ausgenommen seien. Zudem sei auch der Verbot von Bleischrot bei Jagden am oder auf dem Wasser nur schwer zu kompensieren, adäquater Ersatz fehle.

Die Mitgliederzahl in der Kreisjägerschaft ist leicht rückläufig. Von 1650 Jagdscheininhabern gehören mit Stand vom 15. Januar 1363 dem Deutschen Jagdschutzverband an, das macht eine Quote von 82 Prozent, besser als im Landesdurchschnitt (77 Prozent), etwas schlechter als auf Bundesebene (84 Prozent). Ein Jahr zuvor waren es noch 1372 Mitglieder. Die sonst übliche Präsentation der Jagdstrecke konnte Kreisjagdberater Paul Brüggemann noch nicht vorlegen: Die Untere Jagdbehörde sei durch die Terminverlegung der Jahreshauptversammlung noch nicht dazu gekommen, die Strecke fertigzustellen. Sie soll umgehend nachgereicht werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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