Pilgerer zu Fuß nach Werl
Elfer-Gruppe hält Tradition am Leben

Vor der Rast auf dem Dünscheder Hölzchen hoch über Attendorn: die Olper Pilgergruppe, die am Samstag in Werl eintreffen wird.
  • Vor der Rast auf dem Dünscheder Hölzchen hoch über Attendorn: die Olper Pilgergruppe, die am Samstag in Werl eintreffen wird.
  • Foto: Jörg Winkel
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

win Olpe/Werl. Sie folgen dem roten Punkt. Die Wegemarkierung, die von Olpe nach Werl führt und die einst vom unvergessenen Pfarrer von St. Marien, Heinz-Georg Graefenstein, angebracht worden war, ist kürzlich aufgefrischt worden, nachdem seit Kyrill und der Borkenkäfer-Kalamität viele der Zeichen verschwunden waren. Im vorigen Jahr war die Olper Pilgergruppe, die in drei Tagesmärschen den westfälischen Marien-Wallfahrtsort ansteuert, sogar einmal vom Weg abgekommen, sodass sich einige der Wallfahrer entschlossen hatten, eine Vortour zu unternehmen und dabei wieder rote Punkte anzubringen.

Elf sind es, die mit Fahne und Gepäck am Donnerstag um 6 Uhr in der Marienkirche den Aussendungsgottesdienst mit Vikar Michael Kammradt feierten und dann aufbrachen, um am Samstag in die Wallfahrtsbasilika Mariä Heimsuchung einzuziehen. Die erste Übernachtung ist in Rönkhausen, die zweite in Hüsten. Dort treffen drei Radfahrer auf die Fußgänger, die keine Zeit fanden, die komplette Strecke zu gehen.

Brauch seit 1760

Üblicherweise sind es rund 100 Männer und Frauen, die die Tradition von 1760 aufrechterhalten. Doch die Corona-Auflagen machten es den Olpern zum zweiten Mal in Folge unmöglich, die Wallfahrt für die übliche große Gruppe zu organisieren. Zwar hätten die deutlich gesunkenen Infektionszahlen der vergangenen Wochen eine größere Pilgerzahl zugelassen, aber, so Georg Scheiwe, der die geistliche Leitung übernommen hat, die Organisation wäre in so kurzer Zeit nicht möglich gewesen. „

Umso wichtiger ist es“, so Scheiwe, „dass wir unsere Leute zumindest virtuell mitnehmen.“ Daher hat der Pastoralverbund die Tagesimpulse auf seiner Homepage veröffentlicht, und vom Weg senden die elf Pilgerinnen und Pilger Bilder und kurze Nachrichten in eine Whatsapp-Gruppe, in der viele der treuen Wallfahrer Mitglieder sind, die eigentlich mit dabei wären und die hoffen, im nächsten Jahr wieder wirklich mitgehen zu können.

Jugendheime stehen nicht zur Verfügung

Corona-gerechte Übernachtungen hat Georg Scheiwe durch sein Hobby ermöglicht. Die sonst genutzten Jugendheime stehen derzeit nicht zur Verfügung – die Schützenhallen aber bieten genug Platz und Abstand. Und da Georg Scheiwe nun im dritten Jahr in Folge Schützenkönig von Thieringhausen ist, genügten zwei Anrufe, und die Hallen an den beiden Übernachtungsstationen stehen den Olpern offen.
Am Sonntag gibt es eine Änderung im traditionellen Plan: Der Abschlussgottesdienst in der St.-Martinus-Kirche beginnt erst um 17 Uhr und damit eine Stunde später als üblich.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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