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Weihnachtspäckchen für Kinder in Not
Empfänger freuen sich riesig

In fünf Gruppen sortierten die Schüler die Geschenke ein. Sie schätzen gut ein, welches Spielzeug oder welches warme Teil zu welchem Kind passt. Fotos: mari
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  • In fünf Gruppen sortierten die Schüler die Geschenke ein. Sie schätzen gut ein, welches Spielzeug oder welches warme Teil zu welchem Kind passt. Fotos: mari
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mari Olpe. Für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a des Städtischen Gymnasiums Olpe (SGO) war die erste Unterrichtsstunde am Donnerstag eine ganz besondere. Sie durften mit Klassenlehrerin Kerstin Höhbusch und Schulsozialarbeiter Frank Böhm ins Nebengebäude marschieren, wo neben dem Physikraum das Weihnachtswunderland der Aktion „Weihnachtspäckchen für Kinder in Not“ untergebracht ist. Dort wurden sie von Silvia Volpert und Sabine Leber herzlich begrüßt. Anhand eines Films über die Verteilung der Weihnachtspäckchen durch die Stiftung „Kinderzukunft“ in Bosnien, Herzegowina, Guatemala und Rumänien bekamen sie einen Einblick, in welcher Armut die dortigen Kinder leben. „Der Film war sehr schön und mitreißend.

mari Olpe. Für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a des Städtischen Gymnasiums Olpe (SGO) war die erste Unterrichtsstunde am Donnerstag eine ganz besondere. Sie durften mit Klassenlehrerin Kerstin Höhbusch und Schulsozialarbeiter Frank Böhm ins Nebengebäude marschieren, wo neben dem Physikraum das Weihnachtswunderland der Aktion „Weihnachtspäckchen für Kinder in Not“ untergebracht ist. Dort wurden sie von Silvia Volpert und Sabine Leber herzlich begrüßt. Anhand eines Films über die Verteilung der Weihnachtspäckchen durch die Stiftung „Kinderzukunft“ in Bosnien, Herzegowina, Guatemala und Rumänien bekamen sie einen Einblick, in welcher Armut die dortigen Kinder leben. „Der Film war sehr schön und mitreißend. Wir konnten sehen, wie sehr die Kinder sich freuen, wenn sie zu Weihnachten ein Päckchen erhalten“, brachte der zehnjährige Finn die Eindrücke auf den Punkt.

Im Corona-Jahr ist alles anders

„In diesem Jahr ist durch Corona alles anders“, sagte Silvia Volpert. „Wir fahren ansonsten die Schulen und Kindergärten im Kreis Olpe ab, die sich an der Aktion beteiligen, um die Weihnachtspäckchen abzuholen. Es ist immer ein feierlicher Rahmen und die Kinder sind ganz aufgeregt, wenn der Weihnachtstransporter kommt. Sie helfen dann mit Eifer beim Einladen der Weihnachtspäckchen, die sie Zuhause mit ihren Eltern gepackt haben. Verschiedene Schulen und Kindergärten aus der Nähe sind bisher auch immer zu uns ins Weihnachtswunderland gekommen, um die Päckchen persönlich abzugeben. Das geht leider in diesem Jahr nicht. Deshalb kommen nur die fünften Klassen des Städtischen Gymnasiums, die einen Heimvorteil haben. Am Freitag kommen die drei weiteren Klassen.“

SGO-Schulsozialarbeiter Frank Böhm ist selbst Mitglied des Helferteams. „Das Städtische Gymnasium unterstützt die Aktion schon seit vielen Jahren. Wenn ich die Flyer in den Klassen verteile, wissen die Schülerinnen und Schüler ab den sechsten Klassen sofort Bescheid und packen Zuhause ihre Päckchen. Für die 120 Mädchen und Jungen der fünften Klassen ist es das erste Mal. Durch den Besuch bekommen sie einen besseren Einblick in die Aktion. Sie erfahren, wie man die Päckchen packt, welche Dinge für welche Altersgruppen hineinkommen und worauf zu achten ist.“

Auf fünf Tischen hatten Silvia Volpert und Sabine Leber verschiedene Sachen wie Kuscheltiere, Socken, Mützen, Spielzeugautos, Malbücher, Buntstifte, Farbkästen, Füller, Spiele, Duschgels, Zahnpasta, Zahnbürsten und viele andere Dinge verteilt. Sie erklärten den Schülerinnen und Schüler, worauf es beim Einpacken ankommt. „In jedes Päckchen kommt was zum Waschen und Naschen, zum Wärmen und Lernen und zum Spielen und Fühlen“, sagte Sabine Leber. Alle Dinge sollten neu sein. Anzugeben sei, ob der Inhalt für ein Mädchen oder für einen Jungen bestimmt ist, und für welches Alter, bis sechs, zwölf oder 18 Jahre. Alle Kinder bekämen eine Tube Zahnpasta und eine Zahnbürste und die älteren Kinder ein Duschgel, dessen Klickverschluss zusätzlich mit Tesafilm gesichert werden sollte.

Der restliche Inhalt sollte entsprechend des Alters und des Geschlechts ausfallen. „Die Kartons und die Deckel sollten separat mit Geschenkpapier versehen werden, weil wir die enthaltenen Dinge wegen des Zolls und des Haltbarkeitsdatums für Süßigkeiten, das bis Ende März des Folgejahres deklariert sein muss, kontrollieren müssen“, erklärte Silvia Volpert. Oftmals würden auch gebrauchte oder kaputte Sachen in die Kartons gepackt. Oder Seifen, die durch ihren Geruch die Süßigkeiten ungenießbar machen. Die noch brauchbaren Dinge würden aussortiert und an die Organisationen ‚Drei unter einem Dach‘ weitergegeben. Pro Karton sollten außerdem drei Euro für Transportkosten abgegeben werden.

In fünf Gruppen sortierten die Schülerinnen und Schüler die kleinen Geschenke ein. Sie schätzen gut ein, welches Spielzeug oder welches warme Teil zu welchem Kind passt. „Beflügelt von dem Erlebnis gingen sie wieder in ihren Klassenraum zurück. Alle waren sich einig, dass sie anderen Kindern, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst, zu Weihnachten eine Freude machen wollen. Dongbin (10) hat bereits Zuhause ein Päckchen gepackt. „Ich habe zum Spielen eine Puppe und zum Fühlen ein Jojo hineingepackt“, verriet er. Linda (10) erzählte, dass ihre Oma für ihr Päckchen etwas Warmes strickt.

Weihnachtspäckchen können noch bis 26. November dienstags und donnerstags von 16 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr unter Corona-Auflagen in der zentralen Sammelstelle „Weihnachtswunderland“ abgegeben werden. Ebenso an den zahlreichen Sammelstellen im Kreisgebiet, die auf der Homepage der Stiftung „Kinderzukunft“ aufgeführt sind. Bislang sind 450 Päckchen abgegeben worden. Silvia Volpert und ihre Helferinnen und Helfer hoffen, dass die Zahl von 1750 aus dem Vorjahr getoppt werden kann. Ebenso freuen sie sich über Spenden (Spendenkonto: Silvia Volpert, Stichwort Kinderzukunft, IBAN DE08 4626 1822 0041 5425 00, Volksbank Olpe), da immer noch Geld für Zupackmaterialien benötigt wird und nicht jeder an den Obolus für die Transportkosten denkt. Auch neue Helferinnen und Helfer sind jederzeit willkommen.

In fünf Gruppen sortierten die Schüler die Geschenke ein. Sie schätzen gut ein, welches Spielzeug oder welches warme Teil zu welchem Kind passt. Fotos: mari
Alle Teilnehmer waren sich einig, dass sie anderen Kindern, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst, zu Weihnachten eine Freude machen wollen.
Autor:

Marianne Möller

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