Erster Defizithaushalt verabschiedet

DRK-Ortsverein Olpe kann notwendige Anschaffungen nicht mehr länger aufschieben

sib Olpe. Erstmals in der Geschichte des DRK-Ortsvereins Olpe haben die Mitglieder einen defizitären Haushaltsplan für das kommende Jahr verabschiedet. Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung im DRK-»Haus der Begegnung«–wurde einstimmig ein Haushalt mit einem Minus von 6854e für das kommende Jahr angenommen.

»Wir haben bestimmte notwendige Anschaffungen und Leistungen immer zurückgesteckt. Jetzt geht das nicht mehr«, führte Schatzmeister Erich Weber als Begründung für dieses Vorgehen an, was er auch der Versammlung in seinem Rechenschaftsbericht deutlich machen konnte. So ist beispielsweise ein deutlicher Anstieg bei den Kosten für die Breitenausbildung zu verzeichnen – von geplanten 2000e in 2002 auf 3500e in 2003. Auch die Aufwendungen für die Rotkreuz-Gemeinschaft und sonstige Ausrüstungen (von 1250 auf 4000e) schlagen zu Buche. Nicht zu vergessen sind der Schuldenabtrag und die Zinsen für das DRK-Altenzentrum.

Der Vorstand, am Versammlungsabend mit dem stellv. Vorsitzenden Willi Voß als Sprecher, da Vorsitzender Dr. Karl Weber verhindert war, ist sich darüber einig, dass diese Investitionen für die Sicherung der Qualität der DRK-Arbeit absolut notwendig sind, und so sehen das auch die Mitglieder. Wenn sich das Defizit für 2003 nicht beheben lässt, wird die Aufnahme eines weiteren Kredits nötig sein.

Vollstes Verständnis für die Lage beim DRK äußerte in seinen Grußworten der Olper Bürgermeister Horst Müller. Probleme mit der Haushaltslage hätten Stadt und DRK gemeinsam. Gleichzeitig strich er die immense Bedeutung des Ehrenamtes hervor, gerade in Zeiten, in denen jeder nur an sich denke. Diese Entwicklung bereite ihm große Sorgen. Auch DRK-Kreisgeschäftsführer Albert Kattwinkel wies in seinem kurzen Grußwort darauf hin, welch hervorragende Arbeit beim DRK geleistet werde.

Davon kündete auch der Tätigkeitsbericht 2001, den Öffentlichkeitsreferent Frank Rademacher der Versammlung vorstellte. So wurden 2001 genau 1981 Stunden Sanitätsdienst (2000: 1934 Stunden) auf Volksfesten oder Sportveranstaltungen geleistet. In der Altentagesstätte gab es mit 18232 Gästen einen Besucherzuwachs (2000: 17893). Deutlich mehr Stunden wurden 2001 bei Blutspendeaktionen, -ehrungen, Altkleidersammlung, Hilfsmittelverleih und Versorgungseinsätzen geleistet: 1979 Stunden im Vergleich zu 1808 Stunden im Jahr 2000. Neben der Aus- und Weiterbildung innerhalb des DRK, darunter Gemeinschaftsabende, Aus- und Fortbildungen der Schnelleinsatzgruppen und Rettungshelfer und Fahrerausbildung (4061 Stunden), ermöglicht das DRK eine ganze Reihe von weiteren Diensten, darunter Haus- und Gartenpflege am Haus der Gemeinschaft, Büro- und Verwaltungsarbeit, Fahrzeugpflege und –wartung, Vorstandstätigkeiten, Teamleitertreffen und dergleichen mehr. Allein in diesem großen Bereich wurden in 2001 3846 Stunden geleistet, eine deutliche Steigerung zu den 2527 Stunden von 2000. So wurden im Jahr 2001 von den aktiven Mitgliedern und Mitarbeitern des Ortsvereins Olpe insgesamt 13575 Dienst- und Einsatzstunden ehrenamtlich geleistet (2000: 12301 Stunden). Am 31. Dezember 2001 gehörten dem Olper DRK 1323 Mitglieder an, darunter 1239 Fördermitglieder.

Deshalb ist es dem Vorstand auch wichtig, immer wieder die verdienten Mitarbeiter zu ehren, die ihre Zeit seit Jahren dem DRK zur Verfügung stellen. So sind Stefan Hilden, Romina Krämer und Dirk Melcher seit fünf Jahren aktive Helfer, wofür sie die Silberne Nadel des Landespräsidiums bekamen. Mit der Nadel in Gold und einer Uhr des Ortsvereins für 30 Jahre aktiven DRK-Dienst wurden Friedhelm Jarzombek, Erich Weber und Dr. Karl Weber ausgezeichnet.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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