Feierstunde auf Abstand und mit Maske
Erstmals ohne Musik

Bürgermeister Peter Weber (hinten r.) würdigte die Leistungen von Marcel Bardosch, Laura Aßmann, Helena Mester und Kai Sondermann (vorne v. l.) und dankte den Lehrerinnen und Lehrern der Musikschule für ihr Engagement.
  • Bürgermeister Peter Weber (hinten r.) würdigte die Leistungen von Marcel Bardosch, Laura Aßmann, Helena Mester und Kai Sondermann (vorne v. l.) und dankte den Lehrerinnen und Lehrern der Musikschule für ihr Engagement.
  • Foto: yve
  • hochgeladen von Marc Thomas

yve Olpe. „Das ist eine etwas andere Feierstunde“, so Peter Weber, Bürgermeister der Kreisstadt Olpe. Er blickte am Montagabend in eine überschaubare Runde, die sich im großen Saal des Alten Lyzeums eingefunden hatte. Die Gäste verteilten sich im leeren Raum, trugen Schutzmasken und achteten auf den Sicherheitsabstand. Normalerweise herrscht hier mehr Leben. Insbesondere dann, wenn erfolgreiche Musikerinnen und Musiker der städtischen Musikschule ausgezeichnet werden.

Die Ehrung der jungen Menschen habe in Olpe eine lange Tradition, betonte Weber in seiner Ansprache. Sie zeige seit jeher den hohen Stellenwert der Musik in der Kreisstadt und stehe für die überaus gute Nachwuchsarbeit in den heimischen Vereinen sowie in der Musikschule. Der Dank des Bürgermeisters richtete sich an diesem Abend auch an die Lehrerinnen und Lehrer, „die in einer nicht einfachen Zeit den Unterricht aufrechterhalten“. Bereits früh in der Pandemie sei mit Distanzunterricht ein neuer Weg beschritten worden. „Das hat sich gelohnt“, so Weber.

Kai Sondermann fährt zum Bundeswettbewerb

Einen Platz ganz oben auf dem Treppchen erzielte beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ – in diesem Jahr als reiner Online-/Videowettbewerb durchgeführt – Kai Sondermann. Der 18-jährige Trompeter wurde von Ingo Samp auf die Teilnahme vorbereitet. Er erspielte sich 24 von 25 Punkten und gehört damit zu den herausragenden Musikern, die sich beim Bundeswettbewerb Ende Mai in Bremen messen. Weber: „Chapeau!“, mehr könne man dazu nicht sagen. Kai Sondermann ist seit einiger Zeit auch Mitglied des Landesjugendorchesters NRW und fester Bestandteil des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Olpe.

Marcel Bardosch (Saxophon) erhielt beim Landeswettbewerb mit 19 Punkten den 2. Preis. Guido Simon gab dem 13-Jährigen das nötige Rüstzeug, um sich vor der Jury zu beweisen. Begleitet wurde der Schüler von Fachkraft Olga Skuba am Klavier.

Ein überzeugendes Saxophon-Spiel lieferte auch die 17-jährige Laura Aßmann ab. Ebenfalls aus der Klasse von Guido Simon erreichte sie mit 19 Punkten den 2. Platz.

Alle vier Preisträger wirken in Vereinen mit

Applaus und eine Rose (18 Punkte/2. Preis) gab es zudem für die 17-jährige Helena Mester, die von Gudrun Schumacher an der Klarinette ausgebildet wird. Die Klavierbegleitung hatte hier – wie auch für Laura Aßmann – Anne Valpertz übernommen.

Es freue ihn, so Peter Weber, dass alle vier Preisträger auch in Vereinen mitwirkten. Drei von ihnen im Musikverein Neuenkleusheim, wo der Bürgermeister früher selbst aktiv war. In diesem Zusammenhang erinnerte Weber an die große Autokonzert-Reihe „Brings Drive-in-Arena“ am Rothenstein im Corona-Sommer. Seinerzeit hatten dort die Musiker aus Neuenkleusheim nach langer Zeit endlich wieder Gelegenheit, vor Publikum spielen zu dürfen. Aktuell zeichnen sich öffentliche Auftritte noch nicht ab, ganz im Gegenteil.

Würdigung musikalischer Erfolge

„Derzeit findet keine Gemeinschaft statt“, bedauerte Weber. Und es sei auch in diesen Zeiten nicht einfach, sich zu motivieren. Umso wichtiger sei die Würdigung der musikalischen Erfolge. „Der Wettbewerb zeigt, wie gut hier gearbeitet worden ist.“

Auch Jörg Klüser, Leiter der städtischen Musikschule, zeigte sich erfreut über die Ausrichtung der Präsenzveranstaltung – „das erste Mal ohne Musik, aber wir machen das Beste aus der Situation.“

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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