Ex-Beratungsstelle weicht Wohn- und Geschäftshaus

Investor lobt Umgestaltung der Martinstraße

win Olpe. Der Umbau der Martinstraße wurde anfangs von vielen kritisiert. Vor allem Geschäftsleute an der Magistrale gingen mit der Stadtverwaltung hart ins Gericht und nannten den aufwendigen Umbau überflüssig. Doch die nicht gerade preiswerte Umbaumaßnahme, die nach dem Willen der Stadtverwaltung und des Rates zu einer Attraktivierung führen sollte und die vorher recht triste Straße durch gepflasterten Mittelstreifen, Bäume und ansprechende Bürgersteige in eine Flaniermeile verwandeln sollte, scheinen Früchte zu tragen. Trotz der Krise im Baubereich rollen bereits seit Monaten die Bagger an der Martinstraße.

Auf dem Gelände der früheren Tankstelle gegenüber dem »Extra«-Markt entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus. Und in einigen Wochen rücken die Abriss-Fachleute noch einmal an. Diesmal ist ihr Ziel die Ecke Martinstraße/Wilhelmstraße. Hier wird das Wohnhaus »platt gemacht«, in dem bis vor wenigen Monaten die Beratungsstelle des Vereins »Frauen helfen Frauen«–untergebracht war. Das Gebäude befand sich bis dahin in städtischem Besitz. Die Stadt bot dem Verein eine neue Unterkunft an der Friedrichstraße, das Haus wechselte den Besitzer.

Die Bauträgerfirma Berthold Böhler wird hier wie schon auf dem Tankstellen-Gelände ein neues Gebäude errichten. Inhaber Berthold Böhler erklärte gestern auf Anfrage der SZ, dass die Planungen noch sehr frisch seien: »Wir haben noch keinen Strich gezeichnet.« Fest stehe aber, dass hier ein Gebäude entstehen werde, das Ladenlokale zur Martinstraße hin biete. Damit werde der Einkaufsbereich verlängert, die Straße gewinne an Attraktivität. Böhler lobte die Entscheidung der Stadt, die Martinstraße umzugestalten: »Auch Geschäftsleute, die anfangs kritisch waren, äußern sich inzwischen positiv.«–In etwa vier Wochen könne er Näheres zu den Planungen sagen, »es wird in jedem Fall einen vernünftigen Lückenschluss geben.«

Trotz der derzeitigen Krise dürfe man die Hände nicht in den Schoß legen, sondern müsse engagiert vorgehen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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