Mediziner Henning Stracke
Forderung nach Impfstoff-Kühlung für Hausärzte in Olpe

Eine Kühlung für die Impfstoffe für die Hausärzte in Olpe - das fordert Allgemeinmediziner Henning Stracke..
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  • Foto: Pixabay (Symolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mari Olpe. Der Olper Allgemeinmediziner Henning Stracke unterstützt die Bestrebungen des Bundes und des Landes, dass ab 19. April auch die Hausärzte die Impfungen gegen das Coronavirus vornehmen können. Mit einer Mail hat er sich an das Gesundheitsamt des Kreises Olpe, den Landrat des Kreises Olpe und Olpe Bürgermeister Peter Weber mit der Bitte gewandt, eine Kühlung für die Impfstoffe für die Olper Ärzte bereitzustellen.

„Dies ist aus rechtlichen Gründen derzeit nicht möglich“, erklärte Andreas Sprenger, Leiter des Krisenstabes beim Kreis Olpe. „Es gibt klare Verfügungen über die Verimpfungen vom Bund und vom Land bis hin zur Kühlung und Verteilung, an die wir alle gebunden sind. Der Weg für die Impfungen bei den Hausärzten geht, so wie auch bei den Grippeimpfungen, über die Apotheken direkt in die Praxen.“
Der Leiter des Krisenstabs sagte im Gespräch mit der SZ, dass zunächst nur der Impfstoff von AstraZeneca zur Verimpfung in die Hausarztpraxen kommen sollte, der ja inzwischen nach der Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts durch die Bundesregierung ausgesetzt wurde.

Impfstoffe noch im Zulassungsprozess

Alle anderen von Pharmakonzernen produzierten Impfstoffe würden sich noch im Zulassungsprozess befinden bzw. seien – wie der von Johnson & Johnson – noch nicht zugeteilt. Der Impfstoff von Moderna sei nur in geringen Mengen produziert worden und würde primär in den Uni-Kliniken eingesetzt, ebenso in sehr geringen Mengen in den Impfzentren für Menschen aus Behinderteneinrichtungen. Für den Impfstoff von Biontech/Pfizer sieht Andreas Sprenger derzeit keine Möglichkeit, dass dieser in den Hausarztpraxen verimpft werden kann. „Er ist aufgrund seiner sehr speziellen Physik und der erforderlichen Kühlung nur dezentral, also in den Impfzentren, vorgesehen. Deshalb sei auch in Olpe keine spezielle Kühlung, wie von Henning Stracke gewünscht, erforderlich. Für den Impfstoff von AstraZeneca und andere, die keiner speziellen Kühlung bedürfen, sei die Verteillogistik über die Apotheken in die Hausarztpraxen bei erforderlichen einfachen Kühlbehältnissen sicher beherrschbar.

Impfungen als einziges Mittel im Kampf gegen Corona

„Wir müssen nun die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen am Impfstoff AstraZeneca abwarten. Dabei handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wenn der Impfstoff durch die Europäische Kommission wieder freigegeben und uns zugewiesen wird, werden wir ihn auch weiter verimpfen. Wir haben keine eigenen Entscheidungskompetenzen“, erklärte Andreas Sprenger. „Ich betone nochmal, dass es sich um eine freiwillige ‚Impfung handelt. Doch die Impfungen sind das einzige Mittel im Kampf gegen das gefährliche Virus. Ich hoffe persönlich, dass wir sehr schnell wieder loslegen können. Wir stehen Gewehr bei Fuß.“

Olpes Bürgermeister Peter Weber unterstützt die Bestrebungen der Hausärzte, dass durch Impfungen in den Praxen die Impfungen im Kampf gegen das gefährliche Virus schneller durchgeführt werden können. „Ich bin sehr dafür, dass die Hausärzte zusätzlich impfen. Das Problem ist jedoch, dass zu wenig Impfstoff auf dem Markt ist. Wir müssen uns fragen, wann macht es Sinn, über Lagerkapazitäten und Kühlungen nachzudenken.“ Wenn aber beispielsweise Ende des Jahres der Biontech-Impfstoff auch in den Hausarztpraxen verimpft werden dürfe und die Verordnungen von Bund und Land es zulassen, werde es am Ende des Tages an einer entsprechenden Kühlung für die Ärzte der Kreisstadt nicht scheitern.

Autor:

Marianne Möller

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