SZ

Familie Stavrou nutzt den Lockdown für Sanierung
Frischer Glanz für den „Samos“

Laiki Stavrou (oben) mit Thomas Rullich (l.) und seinem Sohn Christos Stavrou: Die Olper Gaststätte „Samos“ ist derzeit fest in der Hand von Handwerkern. Die Wirtsleute nutzen die Schließung und ziehen ohnehin geplante Sanierungsarbeiten zusammen.
  • Laiki Stavrou (oben) mit Thomas Rullich (l.) und seinem Sohn Christos Stavrou: Die Olper Gaststätte „Samos“ ist derzeit fest in der Hand von Handwerkern. Die Wirtsleute nutzen die Schließung und ziehen ohnehin geplante Sanierungsarbeiten zusammen.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

win Olpe. Samos – fast überall steht dieser Name für Sonne, Strand und Urlaub. Nur nicht in Olpe. Hier denkt ein Großteil der Bevölkerung in erster Linie an griechische Gastfreundschaft, frisch gezapftes Pils und eine Theke, an der gefachsimpelt, gescherzt und erzählt wird. An knallende Würfelbecher und das Johlen von Fußballfans beim Siegtor ihrer Mannschaft. Seit 42 Jahren führt die Familie Stavrou die Gastwirtschaft einen Steinwurf vom Marktplatz entfernt, und kurz nachdem „Papa Samos“ Christos Stavrou vor 42 Jahren die damalige „Gaststätte...

win Olpe. Samos – fast überall steht dieser Name für Sonne, Strand und Urlaub. Nur nicht in Olpe. Hier denkt ein Großteil der Bevölkerung in erster Linie an griechische Gastfreundschaft, frisch gezapftes Pils und eine Theke, an der gefachsimpelt, gescherzt und erzählt wird. An knallende Würfelbecher und das Johlen von Fußballfans beim Siegtor ihrer Mannschaft. Seit 42 Jahren führt die Familie Stavrou die Gastwirtschaft einen Steinwurf vom Marktplatz entfernt, und kurz nachdem „Papa Samos“ Christos Stavrou vor 42 Jahren die damalige „Gaststätte Olympia“ übernommen hatte, setzte sich in Olpe und Umgebung rasch ein anderer Name durch, traf man sich doch nicht nur zum Bier, sondern ging gemeinsam „zum Samos“, um den damals hier sehr beliebten süffigen Süßwein von der griechischen Insel zu genießen.

"Samos" in Olpe wird aktuell grundsaniert

In den 1980er-Jahren dann wurde „Samos“ auch ganz offiziell der Name der Gaststätte, seit vielen Jahren nun in der Hand von Laiki und Stavroula Stavrou. Die Kinder, Sohn Christos und Tochter Vicky, arbeiten nebenbei mit – in dritter Generation im Familienbetrieb.
Anders als in anderen Gastwirtschaften, ist derzeit im „Samos“ Hochbetrieb – allerdings sind es keine Gäste, die ein- und ausgehen, sondern Handwerker. Ursächlich für einen Umbau war ein Wasserschaden an der Theke – das Herzstück der Kneipe musste abgebaut werden. Und da das Wasser auch die Fliesen im Thekenbereich hochgedrückt hatte, setzte sich die Familie Stavrou zum Familienrat zusammen. Und da ohnehin vorgesehen war, demnächst einige Sanierungsarbeiten vorzunehmen, beschloss Familie Stavrou, den Lockdown zu nutzen. „Die Handwerker waren wegen der Theke ja sowieso im Haus“, so Christos Stavrou, „und die übrigen Arbeiten hätten in naher Zukunft auch erledigt werden müssen.“ Da lag es nahe, alles zu einem großen Schritt zusammenzufassen. Die Handwerker – allesamt heimische Unternehmen – machten alles Nötige möglich, um Hand in Hand für eine kurze Bauarbeit zu sorgen.

"Wir haben die Chance genutzt"

Und so wurden der komplette Boden im oberen Gaststättenbereich bereits erneuert, Eingangsbereich und Treppe neu gefliest. Im Thekenbereich dominiert derzeit Abdeckfolie – da, wo die Theke stand, strecken nur einige Leitungen ihren Kopf in die Höhe und warten auf den Neuanschluss, wenn die neue Theke geliefert und installiert wird. Und auch die Toiletten wurden grundsaniert. „Da haben wir die Chance genutzt und alles zukunftsfest gemacht“, so Christos Stavrou. Wenn die neue Theke steht, wird auch der Boden im Thekenraum noch erneuert. Und dann warten Laiki und Christos Stavrou und ihre Familien und ihr Team darauf, dass der Lockdown endet und sie endlich wieder Gäste in ihrem „Samos“ bewirten dürfen. „Viele Stammgäste, die mitbekommen haben, dass hier gearbeitet wird, haben besorgt gefragt, ob wir etwa modernisieren“, lächelt Christos Stavrou. „Aber ich habe ihnen gesagt, sie müssten keine Angst haben. Zwar wird vieles neu, aber wir bleiben unserem Stil treu. Der ,Samos’ bleibt der ,Samos’, gemütlich und warm.“ Als der Boden neu gemacht wurde, war die Küche zwei Tage lang kalt – wie viele Kolleginnen und Kollegen auch, bietet die Familie Stavrou auch im Lockdown die Köstlichkeiten ihrer griechischen Küche zum Außer-Haus-Verkauf an. Dieser Service wurde inzwischen wieder aufgenommen. Laiki Stavrou hofft, dass der Gesetzgeber den Gaststätten bald wieder die Öffnung erlauben kann. Denn für die Familie Stavrou ist der Betrieb ihres „Samos“ nicht nur Einnahmequelle, sondern auch Berufung.

Familie Stavrou freut sich schon wieder auf die Gäste

Beim Besuch der SZ kommt auch Thomas Rullich vorbei – der Gebietsvertreter der Krombacher Brauerei hält sich auf dem Laufenden, er begleitet die Sanierung und berät die Wirtsleute. Gemeinsam hoffen sie, dass bald die ersten Fässer geliefert werden können, um nach einer ersehnten Besserung der Corona-Situation wieder gastlich sein zu dürfen. „Wir freuen uns schon auf unsere Gäste“, so Laiki Stavrou, der die Investition in den Umbau als hoffnungsvolles Signal sehen möchte, dass es weitergehen wird – ein positives Zeichen in einer Zeit voller negativer Nachrichten.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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