Fünf Bauplätze »An der Höh«

Plan von 1999 neu aufgelegt / Diesmal keine Bedenken

win Thieringhausen. Überrascht blickten am Dienstagabend der Technische Beigeordnete der Stadt Olpe, Bernd Knaebel, Bauordnungs- und -planungsamtsleiter Winfried Quast und Stadtplaner Kai Thomalla im Thieringhauser Jugendheim um sich. Nachdem Thomalla die Einzelheiten des Bebauungsplanverfahrens »An der Höh«–vorgestellt hatte, war es an der Zeit, Fragen zu stellen oder Kritik zu äußern – doch die Finger der 40 Anwesenden blieben unten. Erst auf eindringliche Aufforderung kamen dann doch noch einige wenige Detail-Fragen, die aber den Plan an sich in keiner Weise in Frage stellten. Ein Anwohner fasste zusammen: »Wir haben uns das vor Ort angeschaut und stehen dahinter.« Und so war die Bürgerversammlung nach rund 20 rekordverdächtigen Minuten zu Ende.

Südlich der Straße An der Höh sollen fünf Baugrundstücke erschlossen werden. Thomalla stellte die Einzelheiten der maximal rund 700 Quadratmeter großen Flächen und der vorgesehenen Bebauung vor. Die gesamte Fläche soll als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden, in dem auch untergeordnetes Gewerbe möglich ist. Fünf Baufenster von je zwölf mal 13 Metern sind vorgesehen, in denen eingeschossige Häuser in offener Bauweise erlaubt sein sollen. Die Grundflächenzahl beträgt 0,4, was bedeutet, dass maximal 40 Prozent jedes Grundstücks bebaut werden dürfen. Die Firstrichtung muss parallel zur Hanglinie liegen. Gleichschenklig geneigte Dächer mit 35 bis 42 Grad sind vorgeschrieben, ebenso werden die erlaubten Farben festgelegt. Dächer müssen braun oder grau sein, Fassaden weiß, sandfarben oder grau. Die unteren vier Grundstücke werden von der Straße An der Höh erschlossen, das oberste über die Hohle Trift.

Der nötige Ausgleich für die Eingriffe in den Naturhaushalt, die durch die Baumaßnahmen erfolgen, werden über das städtische »Ökokonto« ausgeglichen. Zudem müssen 20 Prozent jedes Grundstücks naturnah gestaltet werden, etwa als Blumenwiese oder als Kräutergarten.

Eine Vergrößerung des Plangebiets, wie von einem Thieringhauser vorgeschlagen, ist laut Knaebel derzeit nicht möglich, wenn auch theoretisch denkbar: Eine Ausweitung in nördliche Richtung sei zwar möglich, aber der entsprechende Bedarf bestehe derzeit nicht.

Nahezu das gleiche Verfahren war bereits 1999 gelaufen. Damals hatte aber der Eigentümer eines Grundstücks, das südlich an das Plangebiet grenzt, insistiert, dass auch seine Fläche hinzu komme. Doch das Staatliche Umweltamt in Siegen hatte unmissverständlich klar gemacht, dass eine Bebauung auf diesem an das Jugendheim grenzenden Grundstück zur Folge habe, dass Feiern nach 22 Uhr Geschichte seien. Das hatte dazu geführt, dass die Mehrheit der Thieringhauser den gesamten Plan abgelehnt hatte. Im Lauf der Zeit war dann aber doch wieder der Wunsch an die Stadt herangetragen worden, die Flächen in Bauland umzuwandeln. Das kritische Grundstück bleibt diesmal außen vor.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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