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Anti-Windkraft-Initiativen rufen zum Protest
Geeinter „Gegenwind“ läuft Sturm

Geeinte Kraft gegen Windkraft: Sieben Bürgerinitiativen aus der Region wollen gemeinsam gegen den neuen Regionalplan agieren.
  • Geeinte Kraft gegen Windkraft: Sieben Bürgerinitiativen aus der Region wollen gemeinsam gegen den neuen Regionalplan agieren.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Jörg Winkel (Redakteur)

sz Olpe. Sieben Vereinigungen, die jede für sich gegen den Ausbau der Windkraft agieren, haben sich nun zusammengeschlossen, um angesichts des neuen Regionalplan-Entwurfs harte Attacken gegen die Pläne der Bezirksregierung zu reiten.

Es sei die geplante Ausweisung von 89 sogenannten Windenergiebereichen (WEB) im Entwurf des Regionalplans für die Kreise Olpe, Märkischer Kreis und Siegen-Wittgenstein, die die Bürgerinitiativen aus dem Kreis Olpe auf den Plan rufe. „Wir werden kooperieren und unsere Kräfte bündeln, um den ,Windwahn’, den man sich in Arnsberg für unsere Teilregion ausgedacht hat, zu stoppen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

sz Olpe. Sieben Vereinigungen, die jede für sich gegen den Ausbau der Windkraft agieren, haben sich nun zusammengeschlossen, um angesichts des neuen Regionalplan-Entwurfs harte Attacken gegen die Pläne der Bezirksregierung zu reiten.

Es sei die geplante Ausweisung von 89 sogenannten Windenergiebereichen (WEB) im Entwurf des Regionalplans für die Kreise Olpe, Märkischer Kreis und Siegen-Wittgenstein, die die Bürgerinitiativen aus dem Kreis Olpe auf den Plan rufe. „Wir werden kooperieren und unsere Kräfte bündeln, um den ,Windwahn’, den man sich in Arnsberg für unsere Teilregion ausgedacht hat, zu stoppen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

In dieser Woche hätten die Vertreter der örtlichen Anti-Windkraft-Bürgerinitiativen aus Olpe, Drolshagen, Wenden, Attendorn, dem Repe- und dem Frettertal, aus Heinsberg, Brachthausen, Albaum, Wirme, Oedingen, Saalhausen sowie aus Werntrop, Cobbenrode und Schmallenberg im Hochsauerlandkreis dies beschlossen. Der Regionalplan-Entwurf sehe neben Siedlungsbereichen und Gewerbegebieten unter anderem zeichnerisch dargestellte „Windenergiebereiche“ (WEB) als Vorranggebiete für die Aufstellung von bis zu 250 Meter hohen Windrädern auf insgesamt 8730 Hektar vor.

Regionalplan macht Kommunen handlungsunfähig

Laut der Initiative werden Bereiche in einer Größe von 20 bis knapp 500 Hektar dargestellt, in denen jeweils „Windparks“ ab drei Windrädern betrieben werden können. Die Krux dabei sei, dass auch außerhalb der „Windenergiebereiche“ „dann trotzdem quasi überall im Außenbereich weiter neue Windräder oder sogar Windparks errichtet werden“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. „Würde der Regionalplan-Entwurf beschlossen, könnten die Kommunen gegen Windräder in den dann im Regionalplan dargestellten Windenergiebereichen nicht mehr gegensteuern, selbst wenn sie die Windenergiebereiche in ihren Flächennutzungsplänen wirksam als Tabuzonen für neue Windräder ausgewiesen haben oder dies gerade planen. Sie wären sogar dazu verpflichtet, die Bereiche als Standorte für Windräder in ihre eigenen Pläne zu übernehmen.“ Die beiden gewählten Sprecher des Zusammenschlusses der Bürgerinitiativen, Matthias Reißner aus Iseringhausen und Frank Dubberke aus Kirchhundem, führen dazu aus: „Die Planung des Regionalrats entbehrt jeder rationalen Begründung.“

Vorsorgeabstand auf 1000 Meter reduziert

Es gibt keine rechtlichen Vorgaben für eine regionalplanerische Sicherung einer bestimmten Anzahl von Standorten für Windparks in den drei Kreisen. Gleichwohl habe der Regionalrat den im Landesentwicklungsplan vorgesehenen Vorsorgeabstand von Windradstandorten zur Wohnbebauung von 1500 Metern „einfach mal so mit dem Argument pauschal auf 1000 Meter reduziert, dass man ansonsten ca. 65 Prozent weniger Windenergiebereiche im Entwurf des Regionalplans hätte darstellen können. Wonach bemisst der Regionalrat ohne quantitative Vorgaben eigentlich, dass 35 Prozent der dargestellten Bereiche nicht genug sind?“.

Man werde den Entwurf jetzt genau analysieren und im nächsten Schritt beraten, wie man gemeinsam die betroffene Bevölkerung darüber informieren könne, dass Baurecht für umgerechnet über 1300 neue Windräder in der Region geschaffen werden solle, und welche Aktionen mit dem Ziel durchgeführt werden, möglichst viele Einwendungen in Arnsberg einzureichen. Auch rechtliche Schritte gegen den Regionalplan (Normenkontrollklage) und einen entsprechenden Spendenfonds dafür schließe man nicht aus, falls der Regionalplan verabschiedet werden sollte.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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