Gründung von Energiegenossenschaft im Kreis Olpe geplant
Gemeinsam Sonne in Strom verwandeln

Wollen eine Energiegenossenschaft im Kreis Olpe gründen (v. l.): die Bürgermeister Peter Weber (Olpe), Bernd Clemens (Wenden), Christian Pospischil (Attendorn), Achim Henkel (Finnentrop) mit Christian Mildenberger (Geschäftsführer des Landesverbands Erneuerbarer Energien), Ulrich Berghof (Bürgermeister Drolshagen), Landrat Theo Melcher, Tobias Puspas (Bürgermeister Lennestadt), Björn Jarosz (Bürgermeister Kirchhundem) und Christoph Gottwald vom Genossenschaftsverband.
  • Wollen eine Energiegenossenschaft im Kreis Olpe gründen (v. l.): die Bürgermeister Peter Weber (Olpe), Bernd Clemens (Wenden), Christian Pospischil (Attendorn), Achim Henkel (Finnentrop) mit Christian Mildenberger (Geschäftsführer des Landesverbands Erneuerbarer Energien), Ulrich Berghof (Bürgermeister Drolshagen), Landrat Theo Melcher, Tobias Puspas (Bürgermeister Lennestadt), Björn Jarosz (Bürgermeister Kirchhundem) und Christoph Gottwald vom Genossenschaftsverband.
  • Foto: Kreis Olpe
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

sz Olpe. Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen vor allem auf geeigneten, aber bislang ungenutzten Dachflächen im Kreis Olpe sollen künftig mit einem Genossenschaftsmodell vorangetrieben werden. Dies ist jedenfalls die Vorstellung der Bürgermeister der sieben Städte und Gemeinden sowie des Landrats, die sich kürzlich zu einem Auftaktgespräch zur Gründung einer Energiegenossenschaft im Kreishaus in Olpe trafen.
Unter der fachkundigen Begleitung von Christian Mildenberger, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien (LEE), und Rechtsanwalt Christoph Gottwald vom Genossenschaftsverband wurden die tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen zur Gründung einer Energiegenossenschaft im Kreis Olpe erörtert. „Viele Potenziale der Photovoltaik im Kreis Olpe sind bisher ungenutzt. Das liegt auch daran, dass viele Eigentümer das Risiko einer Investition und den bürokratischen Aufwand scheuen“, ist sich Landrat Theo Melcher sicher, der die Idee der Gründung einer für alle Interessierten offenen Genossenschaft in die Runde der Bürgermeister eingebracht hatte.

Erhebliche Ausbaupotenziale im Kreis

Christian Mildenberger, der die Rahmenbedingungen für den Bau und den Betrieb von Photovoltaikanlagen nach dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) vorstellte, sieht im Kreis Olpe noch erhebliche Ausbaupotenziale. Er sagte ebenso wie auch Christoph Gottwald, der über die rechtlichen Grundlagen zur Genossenschaftsgründung Auskunft gab, seine ausdrückliche Unterstützung für diese für Nordrhein-Westfalen wohl bislang beispiellose Form interkommunaler Zusammenarbeit eines Kreises mit allen seinen Städten und Gemeinden zu. „Das gemeinsame professionelle Vorgehen zum Ausbau erneuerbarer Energien ist der richtige Weg und im Sinne einer zielgerichteten Klimapolitik ein wichtiger Schritt für alle beteiligten Kommunen“, so der derzeitige Sprecher der Bürgermeister im Kreis Olpe, Peter Weber (Olpe).

Landrat und Bürgermeister werben für Projekt

Landrat und Bürgermeister werden nun ihre jeweiligen politischen Gremien über das Vorhaben informieren und um deren Unterstützung werben.
Gemeinsam sollen die weiteren Schritte zur Gründung der Genossenschaft angegangen und insbesondere weitere potenzielle Partner angesprochen werden. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bis spätestens Ende des Jahres die politischen Beschlussfassungen im Kreis und in den Städten und Gemeinden herbeiführen können“, so der Landrat zum Abschluss des Sondierungsgesprächs.

Kommentar: Leise Revolution Donnerwetter. Das, was da im Kreishaus geplant wurde, ist ganz anders als vieles, was sonst in der Kommunalpolitik geschieht. Zu oft kreißt hier der Berg und gebiert ein Mäuschen. Diesmal – das Gegenteil. Ohne großes Trommeln hat Landrat Theo Melcher einen Plan geschmiedet, der richtige und wichtige Wege einschlägt. Sollten die Gremien in den sieben Städten und Gemeinden mitziehen – und es gibt eigentlich nichts, was dagegen spricht – , wird zum einen aktiver Klimaschutz betrieben: Solarstrom entlastet die Netze und spart Kohlendioxid ein. Zum anderen, und das ist vielleicht noch viel wichtiger, wird hier ein lautes und deutliches Zeichen gesetzt: Kreis und Kommunen würden als positive Beispiele vorangehen und auch den letzten Skeptikern beweisen, dass im Sauerland Solarstrom lohnend erzeugt werden kann – so es eines solchen Beweises überhaupt noch bedarf, zeigt doch eine immense Zahl von Dächern bereits jetzt, dass Photovoltaik sich hier rechnen kann. Aber im Gegenzug sind eben immer noch viel zu viele Hallen frei von Solarzellen, und daran gilt es zu arbeiten. Landrat und Bürgermeistern kann nur gewünscht werden, dass sie „ihre“ Kommunalpolitiker mit ins Boot bekommen. Jörg Winkel
Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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