Generalkapitel wählt Generaloberin

Franziskanerinnen feiern 140-jähriges Bestehen / Fest am Schützenfestsonntag

sz Olpe. Die Olper Franziskanerinnen feiern am 20. Juli ihr 140-jähriges Bestehen. Genannt werden sie so, weil die Gründerin, Mutter Maria Theresia Bonzel, ein Olper Kind war und das Mutterhaus der Ordensgemeinschaft seit 1863 in der Panneklöpperstadt steht. Am 17. September 1830 geboren, wurde die Ordensgründerin auf den Namen Wilhelmine (»Aline«) Bonzel getauft. Sie gehörte zu einer Gruppe von jungen Frauen in Olpe, die das intensive Gebet zu Gott mit den Werken der christlichen Nächstenliebe verbinden wollten. Am 20. Juli 1863 bestätigte der Paderborner Bischof Konrad Martin den jungen Orden mit dem Namen »Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung«.

Zunächst engagierte sich die kleine Gruppe für die vielen unversorgten Kinder. Von der Bevölkerung wurden sie liebevoll die »Waisenschwestern« genannt. Eine gute Betreuung und Erziehung dieser Kinder war ihnen wichtig, und sie ermöglichten auch Mädchen eine Schulausbildung. Andere Aufgaben wie etwa die Krankenpflege kamen schon bald dazu. Immer wenn sie mit der Not oder Hilfsbedürftigkeit der Menschen konfrontiert wurden, versuchten sie nach ihren Möglichkeiten zu helfen. Zu Lebzeiten der Ordensstifterin wurden allein 69 Niederlassungen gegründet. Als Mutter Maria Theresia Bonzel am 6. Februar 1905 starb, setzten etwa 1500 Schwestern nicht nur in Deutschland ihr Lebenswerk fort.

Bereits am 25. November 1875 gingen die ersten Schwestern nach Nordamerika, weil der »Kulturkampf« in Deutschland die Existenz des Ordens zeitweise zu vernichten drohte. Hier haben zwei Provinzen ihren Sitz, in Mishawaka (Indiana, USA) und in Colorado Springs (Colorado, USA). Zum 100-jährigen Ordensjubiläum verwirklichten Schwestern von Amerika aus ein besonderes Anliegen der Gründerin: Sie begannen auf der Insel Leyte, Philippinen, ein Missionszentrum aufzubauen. Aus Deutschland wurden Schwestern als Missionarinnen nach Nordostbrasilien gesandt. Heute sind weltweit noch ungefähr 650 in Deutschland, Nordamerika, auf den Philippinen und in Brasilien tätig.

»Während unsere Gemeinschaft dort an Boden gewinnt, wo wir uns für die #E2Ärmsten der Armen’ engagieren, vor allem also auf den Philippinen und in Brasilien, werden Ordensleute bei uns schon fast belächelt oder geraten immer mehr ins Kreuzfeuer verallgemeinernder Kritik«, sagt die derzeitige Generaloberin, Schwester Mediatrix Nies. Bereits am 12. Juli kommen 30 Schwestern aus den vier Ordensprovinzen im Olper Mutterhaus an, die als Delegierte an dem alle sechs Jahre tagenden »Generalkapitel« teilnehmen, dem höchsten beschlussfassenden Gremium der Ordensgemeinschaft.

»Beim Generalkapital geht es um die neuen Herausforderungen, denen wir uns als Orden stellen müssen,« so Schwester Mediatrix. »Dabei wollen wir auch kritisch unsere eigene Lebensweise hinterfragen. Mut macht uns dabei das Motto des Generalkapitels: #E2Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.’«

Während dieses Kapitels wird am 28. Juli auch eine neue Generalleitung gewählt. Am 30. Juli ist der Abschluss des Generalkapitels. Das Ordensjubiläum wird am Sonntag, 20. Juli (Schützenfestsonntag), mit einer Festmesse ab 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Martinus eröffnet. Der 140. Gründungstag wird in St. Martinus gefeiert, weil diese Kirche in den ersten Jahren das geistliche Zentrum der kleinen Gemeinschaft war, bis sie ihre eigene Hauskapelle hatte. Anschließend laden die Schwestern zu einem Fest der Begegnung ins Mutterhaus am Kimicker Berg ein. Mit einem Konzert ab 16.30 Uhr in der Kirche des Mutterhauses, das von Jessica Burri und ihrem Ensemble gestaltet wird, endet das Fest.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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