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St.-Martinus-Hospital in Olpe
Geriatrie und Psychiatrie entstehen auf Parkplatz

Der derzeitige Parkplatz an der Martinstraße wird Standort des Neubaus, der unter anderem den Haupteingang mit Empfang, die neue Geriatrie, die gesamte Psychiatrie und eine Komfort-Station beherbergen soll.
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  • Der derzeitige Parkplatz an der Martinstraße wird Standort des Neubaus, der unter anderem den Haupteingang mit Empfang, die neue Geriatrie, die gesamte Psychiatrie und eine Komfort-Station beherbergen soll.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

win Olpe. Die Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen stellt ihren Hauptstandort, das St.-Martinus-Hospital in Olpe, neu auf. Schon im nächsten Frühjahr soll mit einem echten Paukenschlag der Auftakt dazu erfolgen: Für 40 Millionen Euro entsteht ein Neubau auf dem derzeitigen Parkplatz zwischen Kreishandwerkerschaft und der Rettungswagen-Zufahrt an der Martinstraße. Gestern stellten Geschäftsführer Johannes Schmitz und die Ärztliche Direktorin, Dr. Christine Menges, gemeinsam mit Architekt Frank Zurawski und Bürgermeister Peter Weber die Pläne vor.
Psychiatrische Leistungen stark nachgefragtAusschlaggebend, so Schmitz, sei eine medizinische Strategieplanung gewesen. Die Chefärzte hätten sich zusammengesetzt, um zu überlegen, wie sich das Krankenhaus bis 2030 entwickeln müsse.

win Olpe. Die Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen stellt ihren Hauptstandort, das St.-Martinus-Hospital in Olpe, neu auf. Schon im nächsten Frühjahr soll mit einem echten Paukenschlag der Auftakt dazu erfolgen: Für 40 Millionen Euro entsteht ein Neubau auf dem derzeitigen Parkplatz zwischen Kreishandwerkerschaft und der Rettungswagen-Zufahrt an der Martinstraße. Gestern stellten Geschäftsführer Johannes Schmitz und die Ärztliche Direktorin, Dr. Christine Menges, gemeinsam mit Architekt Frank Zurawski und Bürgermeister Peter Weber die Pläne vor.

Psychiatrische Leistungen stark nachgefragt

Ausschlaggebend, so Schmitz, sei eine medizinische Strategieplanung gewesen. Die Chefärzte hätten sich zusammengesetzt, um zu überlegen, wie sich das Krankenhaus bis 2030 entwickeln müsse. Dabei seien als Hauptpunkte in die Planungen eingeflossen, dass psychiatrische Leistungen steigend nachgefragt werden und die immer ältere Bevölkerung einer geriatrischen Versorgung in der Kreisstadt bedürfe. „Wir sind die verschiedenen Abteilungen durchgegangen und haben unseren Bettenbedarf hochgerechnet.“

Neubau auf Parkplatz

Der Parkplatz an der Martinstraße sei die einzige Fläche in der Umgebung, auf der ein zusätzlicher Neubau geschaffen werden könne, ohne in die Substanz des bestehenden Krankenhauses einzugreifen. Ein Ziel sei dabei, so Schmitz, die „Schokoladenseite“ des Krankenhauses, den Eingangsbereich, hin zur Haupteinkaufsstraße auszurichten. Daher solle künftig der Haupteingang im Neubau angelegt werden. Das derzeitige Entree am Hospitalweg werde zum Mitarbeiter-Nebeneingang zurückgestuft. „Wir sind glücklich und stolz, dass wir die Grundlage geschaffen haben,“ so Dr. Christine Menge: Im Neubau würden die erste bis fünfte Etage für medizinische Zwecke eingerichtet. Der erste Stock werde der Altersmedizin gehören, die Etagen 2 bis 4 werden die komplette Psychiatrie aufnehmen, und im Obergeschoss wird eine Komfort-Wahlleistungsstation für alle Abteilungen des Krankenhauses errichtet. Auf dem Dach soll ein 367 Quadratmeter großer Dachgarten entstehen, der dafür sorgen werde, „dass auch Schwerkranke an die frische Luft kommen“, so Johannes Schmitz.

Lockere Fassade mit viel Glas

Architekt Zurawski stellte Details zum Neubau vor. Dieser soll 4 Meter vom Bürgersteig der Martinstraße zurückversetzt entstehen, sodass eine Vorfahrt mit Pkw möglich ist. Die Geschosse werden gestaffelt zurückversetzt, sodass eine lockere Fassade mit viel Glas entsteht, die nicht ahnen lässt, wie groß der Komplex tatsächlich ist.
Die hinter dem Neubau stehende Krankenhauskapelle wird abgebrochen, Ersatz wird in den Neubau integriert, dazu ein „Raum der Stille“ für Menschen aller Konfessionen. Neben dem zentralen Empfang und der Kapelle werden zwei Lichthöfe und eine Cafeteria im komplett unterkellerten Erdgeschoss entstehen.

Unterstützung von Rat und Verwaltung

Den Neubau werde eine sehr hohe energetische Effizienz auszeichnen, der Bau werde komplett be- und entlüftet. Auch werde eine komplett neue zentrale Technik integriert, sodass das bisherige Versorgungsgebäude mit einem 30 Jahre alten Blockheizkraftwerk nach Fertigstellung des Neubaus abgerissen werden kann. Bürgermeister Weber machte deutlich, dass Stadtverwaltung wie Rat die Pläne „uneingeschränkt unterstützen“. Dafür spreche auch, dass am Dienstag im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung einstimmig beschlossen worden sei, die der Stadt gehörende Hälfte des Parkplatzes an die Hospitalgesellschaft zu veräußern. „Es ist eine wichtige Maßnahme, um die medizinische Versorgung zu sichern. Es ist Zukunftssicherung für das Krankenhaus.“

Fertigstellung für Sommer 2023 geplant

40 Millionen Euro wird die Hospitalgesellschaft für diesen Neubau investieren, der 12.000 Quadratmeter Nutzfläche bieten soll. Zwei Jahre Bauzeit sollen ab Frühjahr vergehen, sodass „wir im Sommer 2023 fertig sein könnten“, plant Schmitz.
Der Hubschrauberlandeplatz wird vorübergehend aufgegeben, er soll einerseits die wegfallenden Parkplätze teilweise kompensieren, wird andererseits für die Baustelleneinrichtung benötigt. Der Rettungshubschrauber wird in dieser Zeit bei der Feuerwehr starten und landen, ein Rettungswagen die Verbindung zum Krankenhaus sicherstellen.

Psychiatrie bekommt mehr Betten

Wenn die Psychiatrie in den Neubau umgezogen ist, wird ihr derzeitiger Trakt zum Teil abgebrochen (gelb verputzter Klinkerbau), zum Teil renoviert und umgenutzt (Waschbeton-Neubau an den Klinkerbau anschließend). Die Psychiatrie wird in diesem Zuge von 79 auf 90 Betten anwachsen.
„Dass wir uns neu aufstellen, ist auch ein wichtiges Element, um attraktiv für Pflegekräfte zu sein. Wichtig ist es uns auch, weiterhin mitten in der Stadt zu bleiben“, betonte Johannes Schmitz. Bis zu
50 neue Arbeitsplätze sollen durch die Erweiterung entstehen.

Parkhaus für Besucher, Patienten und Mitarbeiter

Ein weiterer Schritt hin zu mehr Attraktivität auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll danach folgen: Hinter dem Neubau wird dann ein Parkhaus gebaut, das sowohl für Besucher als auch für ambulante Patienten wie auch für Mitarbeiter da sein soll. Schmitz: „Auch in Zukunft wird bei uns das Auto eine große Rolle spielen, und aus den umliegenden Dörfern wird man nicht anders nach Olpe hineinkommen.“ Daher sei es wichtig, nahe am Krankenhaus entsprechenden Parkraum zu schaffen.
Bürgermeister Weber zog als Fazit: „Wir werden dort bald für längere Zeit eine große Baustelle haben, aber das wird für mich eine Lieblingsbaustelle sein.“ Denn sie mache das Krankenhaus zukunftssicher und damit auch die ganze Stadt.

Der derzeitige Parkplatz an der Martinstraße wird Standort des Neubaus, der unter anderem den Haupteingang mit Empfang, die neue Geriatrie, die gesamte Psychiatrie und eine Komfort-Station beherbergen soll.
Der Entwurf zeigt, wie sich der Neubau des Krankenhauses präsentieren wird.
Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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