Großer Wunsch ging in Erfüllung

Martin Niemann regiert St.-Matthäus-Schützen / Major Markus Bröcher ausgezeichnet

mari Rüblinghausen. Das Glück strahlte Martin Niemann am Samstag aus den Augen, als er zum neuen König der St.-Matthäus-Schützen proklamiert wurde. »Es war ein alter Kinderwunsch, Schützenkönig zu werden. Ich bin schon als kleines Kind immer hinter der Musik hergelaufen«, gestand der 50-jährige Leiter der Kolpingfamilienferienstätte »Regenbogenland«, der als Beatles-Fan auch für »Preußens Gloria« schwärmt. Bevor er vor 15 Jahren nach Rüblinghausen kam, hatte er in seiner ehemaligen Heimatgemeinde Notteln im Münsterland schon dreimal sein Glück unter der Vogelstange versucht.

Ebenso in den Jahren 2000 und 2004 am Schießstand in Rüblinghausen. Beim sechsten Anlauf hatte er endlich Erfolg. Mit dem 111. Schuss setzte sich der Vorsitzende des örtlichen MGV »Concordia« gegen Peter Wacker und Frank Schmette durch und ließ sich als Nachfolger von Gerold Hütte feiern. Hildegard Niemann (47) hatte ihrem Mann kräftig die Daumen gedrückt und teilte seine Freude: »Er hat es sich so sehr gewünscht.« Bereits am Freitag ermittelten die Jungschützen in einem spannenden Wettkampf ihren zweiten König. Christian Lörler, Hendrik Siebel und Markus Dahlenkamp kämpften um die Nachfolge von Kevin Lobbe. Mit dem 45. Schuss war Christian Lörler erfolgreich und wurde im Rahmen der Bierprobe proklamiert. Die Entscheidung, Regent des Schützennachwuchses zu werden, fiel erst zehn Minuten vor dem Schießen. Mit dem »Okay« von Freundin Kathrin Niklas (16) aus Wenden ließ es sich der 18-jährige A-Jugendspieler des VfR Rüblinghausen und Auszubildende zum Industriekaufmann bei der Firma Schlösser Armaturen nicht nehmen, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Neben den neuen Regenten bekam aber auch Major Markus Bröcher strahlende Augen, denn er wurde im Rahmen der Proklamation und Jubilarehrungen überrascht. Seine Vorstandskollegen hatten einen Vertreter des Kreisschützenbundes eingeladen, immerhin ist der Major 25 Jahre in Diensten des Vereins und feierte somit 25-jähriges Jubiläum: »Markus ist ein Schützenbruder, wie man ihn sich nur wünschen kann«, betonte der stellvertretende Kreisschatzmeister Christian Schulte. Mit 18 Jahren trat er dem Verein bei, drei Jahre später war er Schützenkönig, 1988 wurde er zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt übte er zehn Jahre aus und wurde in dieser Zeit mit den Orden für Verdienste und besondere Verdienste ausgezeichnet. 1994 ernannten ihn die Schützenbrüder zum Hauptmann, im gleichen Jahr erhielt er mit dem Matthäus-Orden den höchsten vereinsinternen Orden. 1998 wählten die Schützenbrüder Markus Bröcher zum Vorsitzenden und Major. Im Jahr 2003 wurde unter seiner Führung das Kreisschützenfest ausgerichtet, ein Jahr später überreichte ihm der Kreisoberst den Orden für hervorragende Verdienste. Seit August 2005 setzte er sich vorbildlich für die Umbaumaßnahmen am Schützenhaus ein und seit Führjahr fungiert er als stellv. Kreisoberst. Einen schönen Blumenstrauß für die tatkräftige Unterstützung ihres Gatten erhielt Bröchers Ehefrau Bärbel.

Bröcher selbst hatte zuvor die Ehre, zahlreiche Schützenbrüder auszuzeichnen und drei Jubelkönigspaare und einen Jubelkinderschützenkönig zu ehren: Seit 75 Jahren ist Erich Pascheke Mitglied. Seit 60 Jahren sind Werner Scheiwe, Günter Rademacher und Martin Niklas den Matthäus-Schützen verbunden. Ein halbes Jahrhundert sind Gregor Schmelzer, Paul Gentz, Heinrich Zeppenfeld, Franz Josef Schmette, Werner Lütticke, Elmar Alfes, Johannes Schüttler, Elmar Ohm, Siegfried Döppeler und Günter Braun Mitglied. Vor 40 Jahren traten Paul Heinz Maiworm, Walter Hesse, Klaus Lütticke, Hans-Josef Gerbens, Gerhard Jürgens, Dr. Rudi Löser und Manfred Maiworm als Mitglied ein. Den Orden für besondere Verdienste des Sauerländer Schützenbundes für zwölfjährige Vorstandstätigkeit erhielt Andreas Decker. 50-jähriges Jubelkönigsjubiläum feierten Günter Halbe und Christa Seger. Vor 40 Jahren regierten Lothar und Marita Köster, deren Sohn Michael war vor 25 Jahren Kinderschützenkönig. Heinz und Margret Baum waren vor 25 Jahren das Regentenpaar der Matthäus-Schützen.

Die Stimmung bei den Matthäus-Schützen und ihren vielen Gästen war prima. Nach 66 Jahren war erstmals wieder der Musikverein Gerlingen als Festmusik verpflichtet. Sowohl das gesamte Orchester unter Leitung von Matthias Reißner als auch die Band »Airport« sorgten für tolle Stimmung. Heute ermitteln die Rüblinghauser Kinder ihren Nachwuchs, im Anschluss klingt das Fest mit dem traditionellen Sackfest aus.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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