Schelte auch aus der Kreisstadt
Grüne enthalten sich bei Stellungnahme

Zum großen Unverständnis der Stadtverwaltung wurde die komplette Ortschaft Rhode nicht mehr als Allgemeiner Siedlungsbereich dargestellt, obwohl sie auch nach Meinung der Ratsmehrheit mit der Kernstadt zusammengewachsen ist.
  • Zum großen Unverständnis der Stadtverwaltung wurde die komplette Ortschaft Rhode nicht mehr als Allgemeiner Siedlungsbereich dargestellt, obwohl sie auch nach Meinung der Ratsmehrheit mit der Kernstadt zusammengewachsen ist.
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win Olpe. Auch der Rat der Stadt Olpe stimmt in den vielstimmigen Chor derer ein, die den Entwurf des neuen Regionalplans kritisieren.

Keine Zukunft ohne junge Menschen

Der allgemeinen Stellungnahme des Kreises Olpe (die SZ berichtete) fügten die Stadtverordneten im Rahmen ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause noch ein Papier bei, das sich speziell mit Problemen im Olper Stadtgebiet auseinandersetzt. „Den Städten und Gemeinden wird aufgrund des demographischen Wandels eine weitere Entwicklung weitgehend abgesprochen“, heißt es da beispielsweise: „Gestärkt werden sollen hingegen die Oberzentren.“

Die Bezirksregierung stütze sich auf Einwohnerprognosen, „diese Prognosen werden möglicherweise eintreten, wenn die Städte und Gemeinden erst gar nicht versuchen gegenzusteuern und den allgemeinen Rückgang akzeptieren. Ohne junge Menschen gibt es jedoch keine Zukunft in Südwestfalen. 600 junge Paare suchen derzeit in Olpe ein Baugrundstück und haben bei der Stadtverwaltung eine schriftliche Bewerbung abgegeben. Anzubieten haben wir allerdings nicht viel. In Olpe herrscht akuter Wohnraummangel mit deutlichen Mietpreissteigerungen“ sowie Preisen für Immobilien, die sich kaum noch jemand leisten könne.

„Handlungskonzept Wohnen“ nicht beachtet

„Die Situation ist Herrn Abteilungsdirektor Ferdinand Aßhoff durch Herrn Bürgermeister Peter Weber in einem persönlichen Gespräch gemeinsam mit Herrn Landtagsabgeordneten Jochen Ritter im Sommer letzten Jahres geschildert worden“, betont die Stadt in ihrer Stellungnahme. Das im Auftrag der Stadt erstellte „Handlungskonzept Wohnen“ liege der Regionalplanungsbehörde zwar vor, „wurde aber im Entwurf der Neuaufstellung nicht weiter beachtet“.

Weiterhin kritisiert die Stadt eine Vielzahl von Darstellungen im Entwurf, „die für die Kreisstadt Olpe nicht nachvollziehbar sind“: So seien der gesamte Ortsteil Rhode und das „alte Dorf in Lütringhausen“ nicht mehr als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) dargestellt, sondern dem Freiraum zugeordnet, offenbar, weil sie unter 2000 Einwohner aufwiesen. Dabei werde vollständig verkannt, dass beide Bereiche mit der Kernstadt verwachsen seien.

Das geplante Wohnbaugebiet „Rüblinghauser Höhe“ und ein privates Baugebiet in der Stubicke seien im gültigen Regionalplan als ASB ausgewiesen. Im aktuellen Regionalplanentwurf sei dies jedoch beschnitten. Dies sei nicht nachvollziehbar „und muss korrigiert werden“. Gemeinsam mit Wenden und Kreuztal beharrt die Stadt Olpe auf der Berücksichtigung eines Gewerbegebiets „Ruttenberg“. Weiterhin solle eine Darstellung der ehemaligen Bahnstrecke Dieringhausen - Olpe als zu reaktivierende Trasse geprüft werden.

Scharfe Kritik auch an Windkraft-Planung

Harsche Kritik übt der Text auch in Sachen Windkraft-Planung. Hier knüpft die Begründung für die Grünen an, die in der Ratssitzung sich als einzige der Stimme enthielten: Die Wortwahl in Sachen Windkraft-Kritik der Stadt erinnere an den Verein „Gegenwind“, so Fraktionssprecherin Zaklina Marjanovic. „Wir sind mit den Formulierungen zur Windenergie nicht einverstanden. Man könnte dem entnehmen, die Verwaltung habe keinerlei Akzeptanz für die Windkraft, und wir alle wissen, wie notwendig sie ist.“ Bei sechs Enthaltungen und einer Nein-Stimme wurde die Stellungnahme nach Arnsberg geschickt.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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