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Vorhersage möglicher Starkregen-Risikopunkte im Olper Stadtgebiet
Hochwasser trockenen Fußes vorbeugen

Nur ein Vorfall von vielen: Im Oktober 2019 sorgte Starkregen auf dem Olper Marktplatz für Überschwemmungen der unteren Marktstraße. Hier wurde die Stadt bereits tätig; eine eingepflasterte Bodenwelle sorgt dafür, dass das Wasser nicht mehr in den Eingang des „Goldenen Löwen“ läuft. Der QR-Code (kl. Foto) führt zum Internet-Angebot des Starkregen-Risiko-Managements.
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  • Nur ein Vorfall von vielen: Im Oktober 2019 sorgte Starkregen auf dem Olper Marktplatz für Überschwemmungen der unteren Marktstraße. Hier wurde die Stadt bereits tätig; eine eingepflasterte Bodenwelle sorgt dafür, dass das Wasser nicht mehr in den Eingang des „Goldenen Löwen“ läuft. Der QR-Code (kl. Foto) führt zum Internet-Angebot des Starkregen-Risiko-Managements.
  • Foto: Stadt Olpe
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

sz/win Olpe. Nicht erst seit der Flutkatastrophe unter anderem an Ahr und Lenne sorgen Starkregenereignisse für Sorgenfalten bei Hausbesitzern und Feuerwehrleuten. In den vergangenen Jahren haben sich die Vorfälle gehäuft, wenn auch nicht vergleichbar mit den Ereignissen am 14. Juli. Auch in Olpe kam es vermehrt zu extremen, räumlich eng begrenzten Regenfällen, die Schäden hervorriefen. Die Stadt wurde daher bereits 2018 aktiv und leitete einen Prozess ein, der für rechtzeitiges Erkennen und Eingrenzen von möglichen Problemfeldern sorgen soll, und war damit schneller als andere Kommunen, die erst nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal aufwachten.

sz/win Olpe. Nicht erst seit der Flutkatastrophe unter anderem an Ahr und Lenne sorgen Starkregenereignisse für Sorgenfalten bei Hausbesitzern und Feuerwehrleuten. In den vergangenen Jahren haben sich die Vorfälle gehäuft, wenn auch nicht vergleichbar mit den Ereignissen am 14. Juli. Auch in Olpe kam es vermehrt zu extremen, räumlich eng begrenzten Regenfällen, die Schäden hervorriefen. Die Stadt wurde daher bereits 2018 aktiv und leitete einen Prozess ein, der für rechtzeitiges Erkennen und Eingrenzen von möglichen Problemfeldern sorgen soll, und war damit schneller als andere Kommunen, die erst nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal aufwachten. Nachdem das Starkregen-Risiko-Management-System bereits im Fachausschuss vorgestellt wurde (die Siegener Zeitung berichtete), ist die Software nun installiert, der Zugang auf der städtischen Homepage soll freigeschaltet sein.

Jeder, der ein Grundstück
oder eine Immobilie
besitzt oder gemietet hat,
steht in der Eigenverantwortung,
sich abzusichern.
Thomas Stupperich
Tiefbauamtsleiter

Regenereignisse mit sehr hohen Niederschlagsmengen innerhalb kürzester Zeit träten, so eine Mitteilung der Stadtverwaltung, hauptsächlich in den Sommermonaten in einem sehr begrenzten Gebiet auf und seien nur schwer vorhersehbar. Hinzu komme, dass die plötzlich auftretenden erhöhten Niederschlagsmengen insbesondere bei enger Bebauung und stark versiegelten Flächen oftmals nicht vom öffentlichen Kanal- sowie vom Gewässernetz vollständig aufgenommen werden könnten und so als Oberflächenwässer unkontrolliert abflössen. Neben der kommunalen Vorsorge sei die Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger zum Überflutungsschutz und Vorsorge zur Schadensbegrenzung notwendig.

Projekt im Juni 2020 gestartet

Nachdem bei der Stadt Olpe 2018 erste Überlegungen in Sachen Starkregen-Risiko-Management-System angestrengt worden waren, wurde nach Abstimmungen mit der Bezirksregierung Arnsberg im Hinblick auf Fördermöglichkeiten im Winter 2019 mit der Ausschreibung entsprechender Ingenieurleistungen der Grundstein für konzeptionelle Planungen gelegt. Der Projektstart folgte im Juni 2020 nach dem positiven Förderbescheid und der Beauftragung des Ingenieurbüros Dr. Pecher aus Erkrath.

 „Außergewöhnlich“ und „extrem“

Das Ingenieurbüro hat zunächst, basierend auf topografischen Höhendaten, ein digitales Geländemodell unter Berücksichtigung des Gebäudebestandes und wichtiger Gewässerabschnitte für das gesamte Stadtgebiet erstellt. Im Anschluss erfolgten zweidimensional-hydrodynamische Modellberechnungen. Es wurden ein „außergewöhnliches“ und ein „extremes“ Starkregenereignis simuliert. Die Ergebnisse bildeten sogenannte Starkregengefahrenkarten ab. Als weiterer Bestandteil des Starkregen-Risiko-Management-Systems wurde neben einer Gefährdungsanalyse und einer Risikoanalyse ein Handlungskonzept zur Minderung von Schäden infolge eines Starkregenereignisses für die Stadt Olpe erarbeitet. Die Hauptbestandteile des Handlungskonzepts sind dabei die kommunale Flächenvorsorge, die Konzeption kommunaler baulicher Maßnahmen, das Krisenmanagement sowie die Informationsvorsorge.

„Auch in Olpe mehr Starkregenereignisse“

Erste Maßnahmen sind von der Stadtverwaltung bereits projektbegleitend ausgeführt worden, weitere Schritte befinden sich in Umsetzung und Planung. Thomas Stupperich, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Olpe: „Auch in Olpe vermehren sich die Starkregenereignisse, und das Thema wird uns in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen. Umso wichtiger ist es, besonders gefährdete Bereiche zu identifizieren und Präventionsmaßnahmen zu treffen. Hier sind wir als Stadtverwaltung gefragt, gleichzeitig steht jeder, der ein Grundstück oder eine Immobilie besitzt oder gemietet hat, in der Eigenverantwortung, sich abzusichern.“

Gefahrenlage für eigenes Grundstück einsehbar

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann nun für das eigene Grundstück mittels eines online verfügbaren Auskunfts- und Informationssystems die animierten Starkregengefahrenkarten im Stadtgebiet einsehen. Als unterstützendes Hilfsmittel stehen dort ebenso ein Risikosteckbrief für eine erste Risikoanalyse und weitergehende Informationen zur Verfügung.
Karten und Informationen rund um das Thema Starkregen im Stadtgebiet Olpe sind unter folgendem Link zu finden: https://kurzelinks.de/hp0u. Bei Fragen steht das Team der Stadtverwaltung unter der E-Mail-Adresse starkregen@olpe.de zur Verfügung.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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