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„HPG“ tritt nicht wieder an

Der CDU-Vorstand des Ortsverbands Rüblinghausen/Saßmicke mit Kreisvorsitzendem (v. l.): Jochen Ritter, Josef Bröcher, Hendrik Ernst, Uwe Knipp, Markus Bröcher und Heinrich Peter Gummersbach. Foto: win
  • Der CDU-Vorstand des Ortsverbands Rüblinghausen/Saßmicke mit Kreisvorsitzendem (v. l.): Jochen Ritter, Josef Bröcher, Hendrik Ernst, Uwe Knipp, Markus Bröcher und Heinrich Peter Gummersbach. Foto: win
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win ■ In Saßmicke und Rüblinghausen, im Kreistag und im Drolshagener Land ist die Abkürzung „HPG“ vielen gängig. Es spricht sich einfacher als der komplette Name von Heinrich Peter Gummersbach, dessen ehrenamtlicher Einsatz für die CDU im Kreistag mittlerweile 18 Jahre andauert. Bei der Sparkasse in Drolshagen ist „HPG“ im vorigen Jahr als Niederlassungsdirektor in den Ruhestand getreten – und im neuen Jahr will er dies auch kommunalpolitisch tun. Als die Mitglieder des CDU-Ortsverbands Rüblinghausen/Saßmicke am Donnerstag im Rüblinghauser Schützenheim tagten, kündigte er an, zur bevorstehenden Kommunalwahl nicht mehr für den Kreistag zur Wahl antreten zu wollen. Als seinen Nachfolger hat der Vorstand Uwe Knipp nominiert, wie Gummersbach ein Saßmicker und Gummersbachs Wunsch-Kandidat.

win  In Saßmicke und Rüblinghausen, im Kreistag und im Drolshagener Land ist die Abkürzung „HPG“ vielen gängig. Es spricht sich einfacher als der komplette Name von Heinrich Peter Gummersbach, dessen ehrenamtlicher Einsatz für die CDU im Kreistag mittlerweile 18 Jahre andauert. Bei der Sparkasse in Drolshagen ist „HPG“ im vorigen Jahr als Niederlassungsdirektor in den Ruhestand getreten – und im neuen Jahr will er dies auch kommunalpolitisch tun. Als die Mitglieder des CDU-Ortsverbands Rüblinghausen/Saßmicke am Donnerstag im Rüblinghauser Schützenheim tagten, kündigte er an, zur bevorstehenden Kommunalwahl nicht mehr für den Kreistag zur Wahl antreten zu wollen. Als seinen Nachfolger hat der Vorstand Uwe Knipp nominiert, wie Gummersbach ein Saßmicker und Gummersbachs Wunsch-Kandidat.

Knipp stelle sich kurz vor: Der 48-Jährige ist verheiratet und Vater eines 15-jährigen Sohnes. Er arbeitet bei der Bundespolizei als Gruppenleiter am Hauptbahnhof Siegen und ist ehrenamtlich im Sportverein Dahl/Friedrichsthal, im Schützenverein seines Heimatdorfs Saßmicke und dem dortigen Kapellenbauverein sowie bei der ökumenischen Initiative „Warenkorb“/Tafel in Olpe tätig.

Als Gründe für sein neues Engagement in Richtung Kreistag erklärte er: „Ich halte nichts davon, wenn Leute immer nur nörgeln, aber nichts machen.“ Weiterhin, so Knipp, „will ich nicht, dass die unsägliche AfD hier irgendwo reinkommt“. An Plänen der rechten Partei für eine zentral organisierte Bundespolizei führte er aus, hier solle der polizeiliche Föderalismus ausgehöhlt werden, was unbedingt zu vermeiden sei.

Er srpach Klartext: Die Position der CDU in Sachen Kommunales Abgabengesetz, Stichwort: Straßenausbaugebühren, nannte er „suboptimal“, ebenso wie Entscheidungen hinsichtlich des Mindestabstands von Windrädern zur Bebauung. „Das sind Themen, die wir beim Wahlkampf auf dem Marktplatz unter die Leute kriegen müssen“, es stehe ein anstrengender und spannender Wahlkampf bevor, wozu er bereit sei. Einstimmig sprachen die anwesenden Parteimitglieder ihm ihr Vertrauen aus und nominierten ihn als ihren neuen Kandidaten für den Kreistag.

Kontinuität indes ist bei der CDU in Sachen Rat zu erwarten: Einstimmig nominierten die Mitglieder Markus Bröcher als Kandidaten ihrer Wahl. Seit 1994 gehört dieser der Stadtverordnetenversammlung an, derzeit auch wieder als stellv. Bürgermeister. Bröcher machte kein Geheimnis daraus, dass er nach mehr als 25 Jahren angesichts der bevorstehenden Wahl durchaus auch daran gedacht habe, sein kommunalpolitisches Engagement zu beenden. Doch habe er bei Gesprächen über dieses Thema so viel Rückhalt und positives Echo auf seine Arbeit erfahren, dass entschieden habe, noch einmal ins Rennen um das Direktmandat zu gehen.

Es gebe viel zu tun: In beiden Ortschaften müssten Wohnbauflächen ausgewiesen werden, um jüngeren Dorfbewohnern, die bleiben oder zurückkommen wollten, dies auch zu ermöglichen, „Das will ich gern weiter begleiten.“ Autobahn-Ausbau, Vereins- und Ehrenamtsförderung und Schulentwicklung seien weitere Themen, die Rüblinghausen wie Saßmicke beträfen und wo er sich gern weiterhin einbringen wolle. Und als „Ölper“ interessiere ihn natürlich auch die weitere Entwicklung in der Kernstadt.

Die Parteimitglieder sahen das offensichtlich ebenso: Einstimmig sprachen sie sich dafür aus, dass auch 2020 der Direktkandidat der CDU im Wahlbezirk 013 Markus Bröcher heißen wird.

Mit Freude nahmen die anwesenden Mitglieder den Hinweis von CDU-Kreischef Jochen Ritter auf, der von der Versammlung der Kleusheimer CDU berichtete und deren Entscheidung, Peter Weber erneut als Bürgermeisterkandidat nominieren zu wollen (die SZ berichtete). Einstimmig schloss sich der CDU-Ortsverband diesem Votum an. Ritter nutzte die Gelegenheit, um die Christdemokraten über aktuelle politische Debatten im Land zu informieren.

Alle Abstimmungen über die Kandidaturen sind bislang lediglich Empfehlungen, endgültig entschieden wird darüber in der Sitzung des CDU-Stadtverbands am 4. Februar und einem dieser folgenden Kreisparteitag.

Weitermachen wird Gummersbach hinsichtlich seines Engagements in der Partei. Einstimmig wurde er als Vorsitzender des Ortsverbands wiedergewählt, ebenso wie seine Vorstandskollegen, Stellvertreter Markus Bröcher und die Beisitzer Josef Bröcher, Uwe Knipp und Hendrik Ernst, der gleichzeitig auch Mitglieder-Beauftragter ist. Für Josef Bröcher gab es gleich zwei Flaschen Wein: Gummersbach wie Ritter gratulierten dem CDU-Urgestein aus Rüblinghausen so nachträglich zu dessem 80. Geburtstag.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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