»Ich bin wirklich begeistert«

Regierungspräsident Helmut Diegel überprüfte Skilift-Anlage und nutzte sie auch

hobö Fahlenscheid. »Ich musste als neuer Regierungspräsident zu meiner Verwunderung feststellen, dass die Bezirksregierung auch Aufsichtsbehörde für Seilbahnen und damit auch Skilifte ist«, gestand gestern Helmut Diegel. Der Hagener erinnerte sich, dass »ich nochmal gerne auf den Brettern stehen wollte«, packte seine Skier ins Dienstauto und machte sich mit den zuständigen Fachleuten seiner Behörde auf den Weg, um verschiedene Lifte im Sauerland unter die Lupe zu nehmen. Das erste Ziel hieß gestern Vormittag Fahlenscheid.

Der Regierungspräsident räumte ein, dass er mit seiner Visite mehrere Fliegen mit einer Klappe habe schlagen wollen. Neben dem eigenen Interesse, nach drei Jahren erstmals wieder die Ski unterzuschnallen, wollte er klären, welche Arbeiten in der Behörde bei der Überprüfung der Seilbahnen notwendig seien, die Betreiber kennen lernen und mit ihnen Probleme erörtern sowie zugleich Werbung für die Skigebiete betreiben. Schließlich, so Diegel, werde darüber berichtet, wenn der Regierungspräsident komme.

Diegel lobte Fahlenscheid: »Ich bin wirklich begeistert.« Er sei nicht gestürzt, betonte er ironisch, vielmehr aber zähle für ihn als Hagener die gute Erreichbarkeit als »Riesenargument«. Außerdem finde er die Schneesicherheit oder Angebote wie Skifahren unter Flutlicht (jeden Dienstag und Freitag) sehr ansprechend. Als vierfacher Familienvater werde er privat wieder nach Fahlenscheid kommen. Dafür habe er bereits Liftkarten erworben.

Die Prüfung der Behörde verlief für die Betreiber des Skigebiets, die Familie Josef Stinn sowie Jens Kühmstädt, gut. »Hier ist alles vorbildlich, die Technik ist okay«, befand Diegel. »Wir hatten auch noch keine Unfälle am Lift«, erklärte Jens Kühmstädt. Die Überprüfungen seien selbstverständlich, und überdies freue man sich natürlich über das Interesse des Regierungspräsidenten.

Wolfgang Vogel, Hauptdezernent bei der Bezirksregierung Arnsberg, erinnerte daran, dass die Behörde erst seit 2003 für die Überprüfung der Seilbahnen verantwortlich sei. Zuvor hätten dies die Ministerien und Kreisbehörden vor Ort erledigt. Von den etwa 125 Skiliften (115 Schlepplifte, neun Sessellifte und eine Standseilbahn) im Bezirk seien bislang 50 überprüft worden. Sechs Anlagen gibt es im Kreis Olpe, lediglich drei im Kreis Siegen-Wittgenstein. Das Gros der Seilbahnen befindet sich im Hochsauerlandkreis, nämlich 105. Dorthin, speziell nach Winterberg, reiste die Arnsberger Delegation nach dem Besuch in Fahlenscheid.

Helmut Diegel wies darauf hin, dass für die Anlage in nahe der Griesemert keine öffentliche Bezuschussung erfolgt sei – anders als in manch anderen Gebieten im Hochsauerland. Daher habe er dieses Gebiet auch als erste besucht, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen. An den Olper Bürgermeister, Horst Müller, appellierte Diegel, noch mehr Werbung für das auf dem Stadtgebiet liegende Fahlenscheid zu betreiben. Beispielsweise in Hagen wisse man noch zu wenig von derart nahe gelegenen und dennoch sehr reizvollen Anlagen.

Er warb gleichwohl für Verständnis, dass die Sicherheitsstandards überprüft werden müssten. Man wolle die Betreiber ja nicht ärgern oder mit Verwaltungsarbeit überfordern, aber Sicherheit bei der Personenbeförderung sei wichtig. Normalerweise erscheine die Bezirksregierung übrigens unangemeldet zu den Prüfungen. Die Bezirksregierung überprüft im Grunde die schriftlichen Vorgänge wie Genehmigungen, Statistiken usw.. Die Technik wird von Sachverständigen der Dekra und des Tüvs unter die Lupe genommen.

In dem Skigebiet Fahlenscheid befinden sich zwei Ski-Schlepplifte ––380 und 440 m lang. Mit Hilfe von Schneekanonen sorgen die Betreiber für gute Schneeverhältnisse. Wer sich darüber informieren möchte, wann die Lifte laufen, kann dies im Internet tun: »www.fahlenscheid.de« oder über ein Link der Stadt Olpe: »www.olpe.de«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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