Immer mehr Bürger werden handgreiflich

Polizei registrierte erheblichen Anstieg der Fallzahlen

sz Olpe. Einen erheblichen Anstieg der Anzeigen wegen Körperverletzung hat die Kreispolizeibehörde Olpe in den ersten zehn Monaten dieses Jahres festgestellt. Die Bürger geraten sich auf Feiern, in Gaststätten, in Schulen aber auch im privaten Umfeld offenbar immer häufiger in die Haare. Geschlagen, getreten und gewürgt wird oft aus nichtigen Gründen.

Selbst Streitigkeiten um die Reihenfolge bei der Nutzung eines Kopierers werden, wie jüngst in einem Olper Geschäft geschehen, handgreiflich ausgetragen (die SZ berichtete). Im Bereich der einfachen Körperverletzung wurden im Kreis Olpe bis Ende Oktober dieses Jahres 403 Delikte angezeigt. Im Vergleichszeitraum 2002 waren es noch 339 Delikte.

Auch im Bereich der gefährlichen Körperverletzung, bei der die Straftat mit Schlagwerkzeugen oder mit mehreren Schlägern gemeinschaftlich ausgeführt wird, ist laut Polizei ein Anstieg zu verzeichnen. Hier wurden in diesem Jahr bis Ende Oktober 190 Taten angezeigt. 2002 waren es bis zu diesem Zeitpunkt noch 153 Delikte. Dies bedeutet eine Steigerung von fast 25 Prozent. In diesem Zusammenhang macht die Polizei darauf aufmerksam, dass jede angezeigte Körperverletzung strafrechtlich verfolgt wird. Die strafrechtlichen Folgen sind jedoch häufig nicht die einzigen negativen Auswirkungen für den Täter.

Sehr oft ziehen die Verletzungsfolgen erhebliche zivilrechtliche Ansprüche nach sich. Auch für die Krankheitskosten und die Kosten einer Arbeits- oder Berufsunfähigkeit des Geschädigten kann der Schläger schadenersatzpflichtig gemacht werden. Diese Folgen, vermutet die Polizei, scheinen vielen Menschen nicht bewusst zu sein, wenn Meinungsverschiedenheit handgreiflich ausgetragen werden. Erst wenn sie mit den straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen konfrontiert werden, wollen viele die Tat am liebsten ungeschehen machen ––zumal der Grund der Auseinandersetzung oft nichtig ist.

Die Polizei rät daher dringend, Streitigkeiten nicht handgreiflich auszutragen. Nicht nur die oft schmerzhaften körperlichen Folgen auch die späteren straf- und zivilrechtlichen Auswirkungen stehen fast nie im Verhältnis zum Grund eines solchen Streits.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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