Impulse für die Region

Bei der „Iserlohner Runde“ trafen sich die Spitzen aus Politik und Wirtschaft in Südwestfalen. Foto: Südwestfalen-Agentur
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sz Iserlohn/Olpe. Einmal jährlich treffen sich auf Einladung der Südwestfalen-Agentur die Spitzen aus Politik und Wirtschaft in Südwestfalen, um sich zu aktuellen Entwicklungen der Region auszutauschen und den gemeinsamen Schulterschluss zu üben. In diesem Jahr ging es unter anderem um den Stand der „Regionale 2025“, das Regionalmarketing, den Ausbau des schnellen Mobilfunks im Standard 5G und spannende Impulse von Rafael Laguna de la Vera. Der erfolgreiche Unternehmer aus der Olper Software-Schmiede Open-Xchange ist Leiter der neuen Agentur für Sprunginnovationen des Bundes und ermutigte dazu, neue und unkonventionelle Wege der Regionalen Entwicklung in Südwestfalen zu gehen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der so genannten „Iserlohner Runde“ sind die Landräte aus Südwestfalen sowie die Spitzenvertreterinnen und -vertreter der Arbeitgeberverbände, Industrie- und Handelskammern, Handwerksorganisationen und des Vereins „Wirtschaft für Südwestfalen“.

„Der Dialog der Iserlohner Runde ist unverzichtbar. Politik und Wirtschaft arbeiten gemeinsam an der Zukunft Südwestfalens“, sagte Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises und aktuell Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen-Agentur. „So haben wir hier das Regionalmarketing für unsere Region gegründet und die Vision Südwestfalen 2030 angestoßen. Ich bin mir sicher, dass wir auch künftig Impulse setzen werden.“

Gemeinsam mit Hubertus Winterberg, Dr. Stephanie Arens und Marie Ting von der Südwestfalen-Agentur diskutierte die diesjährige Runde insbesondere über strategisch wichtige Projekte der „Regionale 2025“ sowie über die Ausrichtung des Regionalmarketings Südwestfalen, das inzwischen 350 Unternehmen durch eine Mitgliedschaft im Verein „Wirtschaft für Südwestfalen“ unterstützen.

Die Vertreter der Iserlohner Runde nutzen den Termin auch für einen Dialog zum wichtigen Zukunftsthema „Mobilfunknetz 5G“: So wurde vereinbart, mit einem gemeinsamen Schreiben der Region beim Bund dafür zu werben, Südwestfalen als eine der stärksten Industrieregionen Deutschlands in den Planungen für das ultraschnelle Netz gezielt zu berücksichtigen.

Für eine Motivationsspritze sorgte der Beitrag von Rafael Laguna de la Vera. 75 Prozent aller Mail-Server weltweit laufen mit der Software seines Unternehmens Open-Xchange, das seinen Ursprung und Hauptentwicklungsstandort in Olpe hat. Anders als Google, Amazon und Apple setzen Laguna und sein Team auf den Open-Source-Gedanken und somit auf Transparenz und Kontrolle der eigenen Daten. Das bedeutet: Jeder kann sich den Code der Software ansehen, es gibt keine heimlich abgezwackten Daten. „Wir können es uns als Industrienation und Gesellschaft eigentlich nicht erlauben, dass wir uns bei Software, die das Herzstück der Digitalisierung ist, abhängig machen von ein paar wenigen Firmen, die ihren Sitz in den USA oder China haben und der dortigen Rechtsprechung unterliegen.“

Laguna ist seit kurzem Gründungsdirektor der neuen Agentur für Sprunginnovationen des Bundes, die wegweisende Erfindungen in Deutschland fördern soll: „Wir suchen Erfinderinnen und Erfinder, die eine gute Idee haben, die sie im jetzigen System nicht umsetzen können.“ Statt seitenlange Anträge zu stellen oder Renditen mit Geldgebern zu erörtern, gehe es vielmehr darum, bahnbrechende Ideen und Technologien direkt und unkompliziert zu fördern. Laguna lud daher auch ausdrücklich die Verantwortlichen der Unternehmen aus Südwestfalen ein, sich konkrete Gedanken zu machen. „Wir brauchen mehr Mut, mehr Risiko. Wenn Sie beispielsweise eine Idee haben, von der Sie sagen: ,Das ist mir zu heiß, um darin zu investieren, aber wenn es klappt, wäre es der Wahnsinn!’ Dann melden Sie sich gerne.“

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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