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„Handlungskonzept Wohnen“
In Olpe müssen neue Bauplätze her

Hier schafft die Wohnungsgenossenschaft gerade zusätzlichen Wohnraum: Neben den Mietshäusern am Hohenstein entstehen derzeit drei neue Wohnblöcke. Das reicht aber bei weitem nicht, um den Bedarf zu decken, so das „Handlungskonzept Wohnen“.
  • Hier schafft die Wohnungsgenossenschaft gerade zusätzlichen Wohnraum: Neben den Mietshäusern am Hohenstein entstehen derzeit drei neue Wohnblöcke. Das reicht aber bei weitem nicht, um den Bedarf zu decken, so das „Handlungskonzept Wohnen“.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

win Olpe. Auf vielen Plakaten, bei vielen Veranstaltungen ist das Wohnen derzeit Thema. Die einen fordern preiswerte Wohnmöglichkeiten, die anderen möchten, dass alte Menschen so lange wie möglich in ihren Wohnungen bleiben können, wieder andere machen darauf aufmerksam, dass die begehrten Fachkräfte, die der Industrie fehlen, auf attraktive Wohnmöglichkeiten angewiesen sind, wenn man denn welche anwerben möchte. In Olpe wird das Thema nach der Wahl intensiv diskutiert, das steht jetzt schon fest. Denn am Mittwoch wurde den Ratsmitgliedern bei der turnusmäßig letzten Sitzung von Raumplanerin Regina Höbel vom Beratungsbüro „InWIS“ aus Bochum der Abschlussbericht des „Handlungskonzeptes Wohnen“ vorgestellt.

win Olpe. Auf vielen Plakaten, bei vielen Veranstaltungen ist das Wohnen derzeit Thema. Die einen fordern preiswerte Wohnmöglichkeiten, die anderen möchten, dass alte Menschen so lange wie möglich in ihren Wohnungen bleiben können, wieder andere machen darauf aufmerksam, dass die begehrten Fachkräfte, die der Industrie fehlen, auf attraktive Wohnmöglichkeiten angewiesen sind, wenn man denn welche anwerben möchte. In Olpe wird das Thema nach der Wahl intensiv diskutiert, das steht jetzt schon fest. Denn am Mittwoch wurde den Ratsmitgliedern bei der turnusmäßig letzten Sitzung von Raumplanerin Regina Höbel vom Beratungsbüro „InWIS“ aus Bochum der Abschlussbericht des „Handlungskonzeptes Wohnen“ vorgestellt. Und dieses zeigt auf, dass in Olpe zahlreiche Handlungsfelder teils mittelfristig, teils dringend angefasst werden müssen.

Mächtig Arbeit für die nächste Wahlperiode

2018 beschlossen, wurde das Konzept ab September 2019 erarbeitet. Eine Lenkungsgruppe, bestehend aus der Verwaltungsspitze und weiteren Fachleuten aus dem Rathaus, dem Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Südsauerland und Vertretern der Fraktionen, hat die Arbeit begleitet. Am Ende stand der Bericht, der am Mittwochpräsentiert wurde und anschließend einstimmig zur weiteren Beratung in die Fraktionen verwiesen wurde – Arbeit für die nächste Wahlperiode. In der Beschlussvorlage heißt es nicht weniger als: „Auf der Grundlage des Handlungskonzeptes Wohnen sollen in den nächsten Monaten und Jahren Strategien und Maßnahmen entwickelt werden, die dazu beitragen, eine zukunftsorientierte Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik zu gestalten, die den örtlichen Faktoren und Besonderheiten in der Stadt Olpe Rechnung tragen.“
Regina Höbel erklärte, nach einer Wohnungsmarktanalyse habe ihr Büro auf die Bedarfe geschaut sowie Zielsetzungen und Handlungsfelder formuliert. Seit Jahren übersteige in Olpe die Sterberate die der Geburten, aber während vor Jahren auch mehr Weg- als Zuzüge zu verzeichnen gewesen seien, ändere sich dieser Trend. Für die Gesamtentwicklung gelinge es aber unzureichend, Einwohner zu gewinnen. Die Prognose bis 2039 sage aus, dass eine leichte Abnahme der Bevölkerungszahl zu erwarten sei. Die Altersgruppe „65 plus“ wachse überproportional. Die Anzahl der Haushalte werde durch Verkleinerung einen Zuwachs an Wohnungen erfordern, was Auswirkungen auf den Markt haben werde. „Hier ist Nachholbedarf, ein bisschen Wohnungsmangel ist schon spürbar“, so Regina Höbel. 1100 Wohnungen müssten bis 2039 neu gebaut werden, das bedeute im Durchschnitt 53 Wohnungen im Jahr und entspreche ungefähr dem Niveau der vergangenen zehn Jahre.

In Olpe fehlt es nicht nur an Bauplätzen

Zahlreiche Sozialwohnungen entfallen in den nächsten Jahren aus der Mietpreisbindung und würden dann teurer. Um weiterhin genügend Wohnraum für einkommensschwache Mieter zu haben, müssten entsprechende Wohnungen neu gebaut werden. Eine steigende Nachfrage werde es für Wohnungen für ältere Menschen geben, barrierearm oder -frei.
In Olpe fehle es an Bauplätzen; Wohnalternativen im Alter für Leute, die große Einzelheime im Umland verkaufen und in die Stadt wollen, müssten her, ebenso mehr Wohnangebote in zentraler Lage mit guter Ausstattung.
Fünf Handlungsfelder sind im Konzept enthalten. Insbesondere werde Olpe mehr verdichtete Wohnformen (Doppel- oder Reihenhäuser) schaffen müssen, preisgünstigen Wohnraum sichern – etwa durch stärkere Nutzung von Fördermöglichkeiten –, in den Dörfern dafür sorgen, dass die, die heute dort wohnen, auch im Alter dort bleiben können und das Baulandmanagement ausbauen, um es nicht dem freien Spiel der Investoren zu überlassen.

Neue Flächen werden gebraucht

Das Fazit des Konzepts: „Um den Wohnraumbedarf zu decken, der in der Stadt vorhanden ist, und die Nachfrage zu befriedigen, die sich aus der Region heraus auf Olpe konzentriert, bedarf es der Beibehaltung des bisherigen Neubauniveaus. Ohne hinreichende Flächenreserven kann dieses Niveau allerdings nicht gehalten werden. Nur mit einem hinreichenden Angebot an neuen Wohnbauflächen besteht in Olpe die Möglichkeit, das Wohnungsangebot im Zuge des gesellschaftlichen Wandels zielgruppenspezifisch auszuweiten.“
Das komplette Konzept kann unter https://kurzelinks.de/iwvs heruntergeladen werden.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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