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Bürgerball vom Feinsten / Minister Karl-Josef Laumann hielt beeindruckende Laudatio auf Ehrensenator Wolfgang Bosbach
Jecken tobten vor Begeisterung

Präsident Markus Pokoj (vorne 2. v. r.) ernannte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (vorne 3.v.r.) zum Ehrensenator und Herbert Munschek (vorne 3. v. l .) zum Senator. Die Laudatio auf Wolfgang Bosbach hielt Minister Karl-Josef Laumann (vorne 4. v. l .).  Fotos: mari
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  • Präsident Markus Pokoj (vorne 2. v. r.) ernannte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (vorne 3.v.r.) zum Ehrensenator und Herbert Munschek (vorne 3. v. l .) zum Senator. Die Laudatio auf Wolfgang Bosbach hielt Minister Karl-Josef Laumann (vorne 4. v. l .). Fotos: mari
  • hochgeladen von Marianne Möller

mari ■  Einfach nur grandios war am Samstag das Programm beim Bürgerball der Bürgergesellschaft Olpe (BGO). Viereinhalb Stunden lang jagte in der guten Stube der Kreisstadt ein Höhepunkt den anderen. Das närrisch aufgelegte Publikum erlebte Garde- und Showtänze, Musik und Gesang, Sketche und Büttenreden vom Feinsten.

Schon beim Einzug der Bürgergesellschaft brodelte die Stimmung, als Präsident Markus Pokoj auf der Bühne gleich mehrere Tollitäten begrüßten konnte. Neben Prinz Dirk I. (Thöne) vom Elferrat der Kolpingsfamilie Olpe jubelten der Prinz des Rhoder Carneval-Clubs, Sascha I. (Kinder), das Prinzenpaar des Karnevalvereins Schönau/Altenwenden, Bernd I. und Iris I. (Jung), sowie die amtierende Tollität der Karnevalsgesellschaft Neuenhof, Sebastian I. (Wach), dem Narrenvolk zu.

mari   Einfach nur grandios war am Samstag das Programm beim Bürgerball der Bürgergesellschaft Olpe (BGO). Viereinhalb Stunden lang jagte in der guten Stube der Kreisstadt ein Höhepunkt den anderen. Das närrisch aufgelegte Publikum erlebte Garde- und Showtänze, Musik und Gesang, Sketche und Büttenreden vom Feinsten.

Schon beim Einzug der Bürgergesellschaft brodelte die Stimmung, als Präsident Markus Pokoj auf der Bühne gleich mehrere Tollitäten begrüßten konnte. Neben Prinz Dirk I. (Thöne) vom Elferrat der Kolpingsfamilie Olpe jubelten der Prinz des Rhoder Carneval-Clubs, Sascha I. (Kinder), das Prinzenpaar des Karnevalvereins Schönau/Altenwenden, Bernd I. und Iris I. (Jung), sowie die amtierende Tollität der Karnevalsgesellschaft Neuenhof, Sebastian I. (Wach), dem Narrenvolk zu.

Prinz Dirk I. (Thöne) griff den Begriff „heimatliches Brauchtum“ auf. „Ich habe gegoogelt und bin irgendwie auf ‚Hohlraumversiegelung‘ gestoßen. Wenn die Amis das unter Brauchtum verstehen, wundert mich gar nichts mehr. Das ist dann sicher Kopfsache“, scherzte Thöne. Im Duden habe er dann die richtige Definition gefunden. „Sich einzusetzen für die Pflege der Gesellschaft, das zeichnet hier im Saal alle aus“, so der Olper Prinz. Deshalb sei er froh, wieder in seiner Heimat zu sein. „In Olpe ist alles in Ordnung. Wenn wir hier einen Bürgermeister wählen, dann wird er auch Bürgermeister.“

Begeisterungsstürme löste das Tanzkorps Rheinmatrosen bei der Präsentation des Gardetanzes aus. Die Tänzerinnen und Tänzer zeigten schwungvoll Artistik pur, gepaart mit Charme und Eleganz. Ein Augenschmaus waren auch die „Biggesterne“ der Karnevalsgesellschaft Attendorn, die in schillernden Kostümen das Thema „Tonträger“ tänzerisch gelungen umsetzten. Ebenso begeisterten die „Grünen Funken“ der BGO mit ihrem flotten Gardetanz. Tänzerische Höchstleistung mit ihren sehenswerten Hebe- und Wurffiguren bewiesen mal wieder die „Blauen Funken“ des Karnevalvereins Schönau/Altenwenden.

„En twersen Lümmel“ alias Christian Höffer aus Attendorn strapazierte die Lachmuskeln des Publikums. Dass die Politik die Organspendepflicht nicht durchgekriegt hat, hätte viele Politiker beruhigt. Weil sie so langsam arbeiten, dass man sie für tot halten könnte. Er verriet auch die Auswirkung, wenn einem Nicht-Sauerländer eine Sauerländer Leber transplantiert würde. „Der Empfänger wundert sich, dass er nach 15 Bier noch nicht dicke ist.“

Highlight war die Senatorenehrung, bei der Herbert Munschek aus Olpe zum Senator (Herbert, optimierender Plan(h)er zu Lande, Luft und Wasser) und der bekannte CDU-Politiker, Wolfgang Bosbach, zum Ehrensenator (Wolfgang, Rheinisches Tennis-Ass und (boden)ständiger Querdenker von Recht und Politik) der BGO ernannt wurden. Traditionell ausgeführt vom BGO-Präsidenten mit dem Pannenschlag auf das Hinterteil. Thomas Bär aus Olpe fehlte krankheitsbedingt. Seine Ehrung zum Senator wird nachgeholt.

Die Laudatio auf Wolfgang Bosbach hielt Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales und Ehrensenator der BGO 2018 (Karl-Josef, Schloss(h)er(r) von Arbeit, Acker und Traktoren). Eine Laudatio für seinen langjährigen Weggefährten und Duzfreund mit Witz und Format. Er sei sich aber sicher, dass sich Bosbach nicht immer über seinen Anblick gefreut habe, erinnerte Laumann an das Jahr 2004, als im Präsidium der CDU ein Platz für einen NRW-Politiker frei wurde. In seiner Biografie habe Bosbach festgehalten: Als ich Laumann im Vorzimmer von Angela Merkel im Plüsch sitzen sah, wusste ich gleich, das wird nichts. Auch im Deutschen Bundestag sei er ihm zuvor gekommen. „Und heute kommt Wolfgang Bosbach nach Olpe und freut sich auf den Titel als Ehrensenator. Und was muss er feststellen? Der Laumann war mal wieder schneller. Doch ich habe es wie er noch nicht geschafft, von der Bild-Zeitung zum „Kanzler der Herzen“ ernannt zu werden.

Der Minister bezeichnete Bosbach trotz dessen Krankheit als Vorbild an Optimismus und guter Laune. Dem Karneval habe er sich schon als kleiner Junge verschrieben. 22 Jahre war er Präsident und 1977 Prinz der Große Mühlheimer Karnevals-Gesellschaft, deren Tanzkorps „Rheinmatrosen“ ihm zu Ehren auf dem Bürgerball tanzte. Auf die Frage, was ihn von der Kanzlerin unterscheide, habe Bosbach gesagt: Bei Merkels 50. Geburtstag trat ein Hirnforscher auf, bei meinem ‚De Höhner‘. „Wolfgang Bosbach hat für sehr viele Menschen politisch etwas bewegen können. Er galt schon immer als offen, ehrlich und als ein Politiker, der seinen Prinzipien treu bleibt. Das kam bei seinen Fraktionskollegen nicht immer gut an“, nannte Laumann das Stichwort ‚Griechenland-Rettungspaket‘. Und es habe dazu geführt, dass er irgendwann nicht mehr die Kuh sein wollte, die quer im Stall steht.

„Lieber Wolfgang, ich komme vom Bauernhof und weiß, was glückliche Kühe brauchen. Vielleicht war nicht die Kuh das Problem, sondern der Stall war zu eng. Eine große Volkspartei wie die CDU braucht einfach einen sehr großen Stall, damit sich eigenwillige Kühe auch mal frei bewegen können“, schäkerte Laumann und gab seiner Hoffnung auf ein politisches Comeback von Bosbach Ausdruck. Dafür sei der Bürgerball ein gutes Omen. Denn Friedrich Merz sei in Olpe im Jahr 2001 zum Ehrensenator gekürt worden und habe 17 Jahre später für den CDU-Vorsitz kandidiert. Laumann: „Wir dürfen uns also freuen auf den CDU-Parteitag im Jahr 2037. Dann tritt Wolfgang Bosbach gegen Julia Klöckner und Philipp Amthor an, um die CDU zu neuen Ufern zu führen.“

„Karl-Josef Laumann ist für mich nicht nur ein Parteikollege, sondern ein Freund“, dankte Wolfgang Bosbach seinem langjährigen Weggefährten für die tollen Worte. Er sei mit dem Karneval groß geworden, und Prinz und Jungfrau seine für ihn keine Witz-, sondern Symbolfiguren. Er dankte allen Aktiven, die das Brauchtum aufrecht erhalten, um mit viel Mühe den Leuten einige heitere Tage zu bescheren. Auch für die Politik sei der Humor wichtig, machte der Ehrensenator mit der Aussage fest: „Tun Sie mir einen Gefallen. Egal wie Sie politisch orientiert sind, machen Sie nie ein Kreuz für einen Kandidaten, der nicht von Herzen lachen kann.“ Als DJ Markus Koch den Song „Unsere Stammbaum“ der Bläck Fööss auflegte, griff Bosbach zum Mikro und sang ausgelassen mit. Das Publikum tobte vor Begeisterung.

Zum letzten Mal überreichte Senatspräsident Heinz Weindorf die traditionelle Senatsspende an den BGO-Vorstand. Nach 20 Jahren übergab er sein Amt an den früheren BGO-Präsidenten Klaus Humpert, der ihm für seinen unermüdlichen Einsatz dankte. Es folgten tolle Tänze der Funken- und Prinzengarde des TV Rönkhausen, der Franziskus-Showgarde aus Frenkhausen und der „Grünen Funken“ der BGO, Songs der Kölner Damenband „La Mäng“ und ein lustiger Sketch des BGO-Vorstands sowie der ehemaligen „Grünen Funken“, bevor die „Biggejungs“ der BGO mit kölschen Songs im Finale das großartige Programm beendeten. Bei närrischen Klängen von DJ Markus Koch brodelte das Stimmungsbarometer noch bis in die frühen Morgenstunden am Siedepunkt.

Autor:

Marianne Möller

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