SZ

Jugendherberge wird Notunterkunft

Die Jugendherberge Biggesee in Stade wird vorübergehend zur Ausweich-Unterkunft für Bewohner der ZUE Olpe. Die Corona-Krise macht größere Abstände zwischen den Bewohnern nötig und verbietet die Vollauslastung der Landeseinrichtung. SZ-Archivfoto
  • Die Jugendherberge Biggesee in Stade wird vorübergehend zur Ausweich-Unterkunft für Bewohner der ZUE Olpe. Die Corona-Krise macht größere Abstände zwischen den Bewohnern nötig und verbietet die Vollauslastung der Landeseinrichtung. SZ-Archivfoto
  • hochgeladen von Jörg Winkel (Redakteur)

win ■ Seit dem 17. März sind alle Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen als Folge der Covid-19-Pandemie geschlossen. Wo sonst Kinderlachen und Gesänge erklingen, wo Wanderer und Familien Rast machen, herrscht bedrückende Stille.

Das wird auch noch einige Zeit so bleiben – aber nicht in der Jugendberge Biggesee in Stade. „Als Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise“, so der Geschäftsführer des Landesverbands Westfalen-Lippe im Deutschen Jugendherbergswerk Westfalen-Lippe, Wolfgang Büttner, wurde ein Mietvertrag zwischen dem Herbergswerk und der Bezirksregierung Arnsberg geschlossen. Ab Anfang Mai soll die Jugendherberge zur Entlastung der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Olpe in der ehemaligen Familienferienstätte „Regenbogenland“ genutzt werden.

win  Seit dem 17. März sind alle Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen als Folge der Covid-19-Pandemie geschlossen. Wo sonst Kinderlachen und Gesänge erklingen, wo Wanderer und Familien Rast machen, herrscht bedrückende Stille.

Das wird auch noch einige Zeit so bleiben – aber nicht in der Jugendberge Biggesee in Stade. „Als Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise“, so der Geschäftsführer des Landesverbands Westfalen-Lippe im Deutschen Jugendherbergswerk Westfalen-Lippe, Wolfgang Büttner, wurde ein Mietvertrag zwischen dem Herbergswerk und der Bezirksregierung Arnsberg geschlossen. Ab Anfang Mai soll die Jugendherberge zur Entlastung der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Olpe in der ehemaligen Familienferienstätte „Regenbogenland“ genutzt werden. Eine ähnliche Vereinbarung hat die Bezirksregierung Detmold mit dem DJH getroffen, um die Jugendherberge Bielefeld im gleichen Sinne zu nutzen.

„Trotz der schwierigen Lage sind wir uns unserer zivilgesellschaftlichen Rolle bewusst. Als gemeinwohlorientierter Verband sehen wir diese Unterstützung als unseren Beitrag in der aktuellen Corona-Krise an“, wird Büttner in einer Pressemitteilung des DJH zitiert. Bereits in der Flüchtlingskrise 2015 hatte der Landesverband den Behörden vorübergehend sieben Jugendherbergen als Unterkünfte für Geflüchtete zur Verfügung gestellt, darunter auch die Jugendherberge in Heggen, die danach aber nicht wieder geöffnet wurde und nun einer neuen Nutzung harrt.

Hinzu komme, dass der Landesverband durch die alternativen Nutzungen zumindest einige Einnahmen generiere. „Das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, dennoch sind wir über jede noch so kleine Entlastung froh, die uns hilft, diese Krise zu überstehen“, so Büttner. Durch die Schließung auf Veranlassung des Landesgesundheitsministeirums befindet sich das DJH nach eigener Auskunft „in der größten Krise der Nachkriegszeit und bangt um die Existenz der Herbergen“.

Der Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, Christoph Söbbeler, konkretisierte auf Anfrage der SZ diesen Schritt. „Hintergrund ist schlicht und ergreifend der, dass wir gehalten sind, so gut wie möglich in den Landeseinrichtungen das Corona-Reglement umzusetzen, wie es überall anders auch gilt. Dort herrscht natürlich eine sehr besondere Lebens- und Wohnsituation, sodass ein ganz zentraler Grundgedanke ist, die Situation in den bestehenden Landeseinrichtungen zu entzerren.“ Unterkünfte wie das „Regenbogenland“ in Olpe sollten in keinem Fall unter Vollbelegung betrieben werden, sondern entzerrt, damit die Bewohner „so gut wie möglich Abstand halten können“. Die Jugendherberge Biggesee eigne sich hervorragend durch ihre räumliche Nähe zur ZUE Olpe und werde daher nun vorübergehend genutzt, um einen Teil der Bewohner der ZUE aufzunehmen. Zur Laufzeit des Vertrags wusste Söbbeler zunächst keine Angaben zu machen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil
ThemenweltenAnzeige

Tablet-Aktion der Siegener Zeitung
SZ-Abo abschließen und Tablet sichern

Mit einem Abo der Siegener Zeitung kommen Sie jetzt gleichzeitig auch an ein Tablet Ihrer Wahl. Immer und überall informiert mit dem E-Paper... lesen, wo ich will; ... über die Suchfunktion schnell finden, was mich interessiert; ... gleicher Inhalt in praktischer Form; ... mit Zoomfunktion. Jetzt exklusiv: die Tablet-Bundle-Aktion  Beinahe geschenkt: Erhalten Sie kostengünstig ein Tablet Ihrer Wahl bei Abschluss eines Abos der Siegener Zeitung. Möchten Sie Ihr neues Tablet gleich zum Lesen...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen