Der Wasserförderzug der Feuerwehr Olpe
„Kater 1“ schafft Unmengen Wasser weg

Mit 420 PS und 8x8-Allradantrieb ist der Wechsellader mit seiner speziellen Ladung für alle Lagen gerüstet.
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  • Mit 420 PS und 8x8-Allradantrieb ist der Wechsellader mit seiner speziellen Ladung für alle Lagen gerüstet.
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win Olpe. Entweder braucht die Feuerwehr Wasser – dann, wenn es um die originäre Aufgabe, das Löschen, geht. Oder sie hat Wasser wegzuschaffen – dann, wenn es, wie derzeit wieder einmal vorausgesagt, durch Starkregen zu Überflutungen kommt. Wenn es um das Transportieren wirklich großer Mengen Wasser geht, dann ist „Kater 1“ gefragt. Unter diesem Funkrufnamen wird bei der Olper Feuerwehr der Wasserförderzug geführt, dessen Herzstück ein vom Land zur Verfügung gestellter schwerer allradgetriebener Wechsellader-Lkw mit einem speziellen Aufsatz ist. Seit 2015 verfügt die Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt über diesen speziellen Einsatzzug, für den insgesamt 35 Feuerwehrleute der drei Olper Löschzüge und der Löschgruppe Oberveischede unter Leitung von Brandoberinspektor Thomas Hengstebeck ausgebildet sind. Die Spezialität dieses Systems: das Weg- oder Herbeischaffen großer Mengen Wasser.

50.000 Liter Wasser pro Minute

Das vom niederländischen Spezialunternehmen Hytrans hergestellte System kann mit seinen „Flood-Modules“ 50.000 Liter Wasser pro Minute wegschaffen und dabei mit speziellen 12-Zoll-Niederdruckschläuchen eine Wegstrecke von 100 Metern überwinden. Alternativ sind die
einzelnen Systeme in der Lage, mit hohem Druck 8000 Liter pro Minute durch die 150 Millimeter messenden F-Schläuche der Feuerwehr zu schicken. Zusätzlich zum vom Land beschafften System wurde der Olper Wehr von der Entsorgungsfirma Hufnagel eine 19 Kubikmeter große Mulde geschenkt, die mit dem Wechselladerfahrzeug transportiert werden kann. Sie ist vielfältig nutzbar, etwa als Pufferspeicher, wenn der Wasserförderzug bei Großbränden zur Löschwasserversorgung eingesetzt wird.

Der Wasserförderzug war vielfältig im Einsatz

Derzeit steht besagte Mulde im Feuerwehrhaus: Die Wehr hat 4 Kubikmeter Sand beschafft als Reserve, um im Falle eines Falles bei der drohenden Unwetterlage weitere Sandsäcke füllen zu können, sollte das Technische Hilfswerk anderweitig im Einsatz sein.

Bei einer Übung am Biggesee wird deutlich, welche Wassermassen das Hytrans-System wegschaffen kann, wenn die blauen Niederdruck-Schläuche verwendet werden.
  • Bei einer Übung am Biggesee wird deutlich, welche Wassermassen das Hytrans-System wegschaffen kann, wenn die blauen Niederdruck-Schläuche verwendet werden.
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Der Wasserförderzug war seit seiner Aufstellung im Dezember 2015 vielfach im Einsatz, zuletzt Anfang Juni beim Hochwasser in Ottfingen. Aber die Einsatzkräfte waren auch schon außerhalb von Nordrhein-Westfalen unterwegs, beispielsweise beim Moorbrand in Meppen, allerdings ohne ihre Ausrüstung, wo sie zur Ablösung anderer Wasserförderzüge gerufen wurden.

Das Olper Fahrzeug mit seinen 420 PS und vier angetriebenen Achsen war aber auch schon in Gemen einem Stadteil von Borken im Münsterland dabei, als im Juni 2016 dort die Aa über die Ufer trat und die historische Innenstadt bedrohte. Gesteuert wird der Einsatz stets über die Bezirksregierung.
Der Wasserförderzug Olpe ist der einzige seiner Art im gesamten Regierungsbezirk; die nächsten gleichen Einheiten sind in Euskirchen, Oberhausen und Paderborn aufgestellt.

Mit 420 PS und 8x8-Allradantrieb ist der Wechsellader mit seiner speziellen Ladung für alle Lagen gerüstet.
Bei einer Übung am Biggesee wird deutlich, welche Wassermassen das Hytrans-System wegschaffen kann, wenn die blauen Niederdruck-Schläuche verwendet werden.
Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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