Keine Ämter und Dezernate mehr

Kreisverwaltung vor tief greifender Umstrukturierung / Keine Kündigungen geplant

win Olpe. Am 1. März wird alles anders – zumindest in Bezug auf die Organisationsstruktur der Olper Kreisverwaltung. Denn mit Wirkung dieses Tages soll eine Reorganisation in bisher nicht gekanntem Umfang greifen. Sie bedeutet den Abschied des bisherigen Organisationsmodells, bei dem ganz oben die Dezernenten sitzen und bei dem die gesamte Verwaltung in Ämter aufgeteilt ist. Beides, Dezernenten wie Ämter, soll es nach Umsetzung der Reform nicht mehr geben. Vor allem aber verspricht Landrat Frank Beckehoff eine spürbare Reduzierung der Gesamtausgaben, und das ohne betriebsbedingte Kündigungen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung wurden Ende November im Rahmen einer Personalversammlung über die anstehenden Neuerungen informiert. Landrat Frank Beckehoff begründete dabei die Notwendigkeit einer solchen Reorganisation mit vier Argumenten. Es gebe »erhebliche Verbesserungsmöglichkeiten« bei den Führungsaufgaben, der Vereinfachung von Routineaufgaben, der fachlichen Darstellung nach außen und der Transparenz von Kosten und Leistungen, insbesondere vor dem Hintergrund der »schwierigen Finanzsituation der öffentlichen Haushalte«. Ergebnis einer solchen Reform sei eine schrittweise Verbesserung der Strukturen, Arbeitsabläufe und Ergebnisse, letztlich bedeute sie mehr Nutzen für Bürger und Mitarbeiter.

Eine ganze Reihe von Zielen soll erreicht werden, unter anderem die Konzentration auf Kernaufgaben, die Bündelung gleichartiger Aufgaben innerhalb der Fachbereiche, die Einführung von Teamstrukturen und Projektarbeit, die Abflachung der Hierarchieebenen auf drei Führungsebenen in eine Fachbereichsstruktur, die Dezentralisierung der Kompetenzen und eine optimale Nutzung des Raumangebots im Kreishaus.

Der Kunde der Kreisverwaltung solle nur noch einen Ansprechpartner aufsuchen müssen, um sein Anliegen erfüllt zu bekommen. Der Aufwand gerade für Routineprozesse soll reduziert werden, was auch zu einer Beschleunigung dieser Prozesse führen soll.

Das Organisationsmodell ist nach Angaben des Landrats bereits zu 90 Prozent entwickelt. Noch geklärt werden müsse unter anderem die Geschäftsverteilung zwischen Landrat/Kreisdirektor und den Führungsebenen.

Ab dem 1. März werden die beiden Mitglieder der Kreisverwaltungs-Führungsspitze, bestehend aus Landrat Beckehoff und Kreisdirektor Theo Melcher, keine Dezernenten mehr sein. Auch die übrigen Dezernate, der Bereich Bau von Heinz-Gerd Kraft und der Bereich Soziales von Hans-Jürgen Grisar, werden aufgelöst. Die neue Struktur sieht vier Fachbereiche mit Fachdiensten und Teams vor. Führungsaufgaben nehmen Fachbereichs- und Fachdienstleiter wahr. Teamleiter sollen die Arbeitsabläufe koordinieren.

Die Fachbereichsleiter werden laut Beckehoff aus dem Kreis der jetzigen Amtsleiter vom Landrat bestimmt, soweit nicht jetzige Dezernenten zu Fachbereichsleitern werden. Die jetzigen Amtsleiter werden künftig Fachdienstleiter, weiterhin können Mitarbeiter, die schon jetzt Führungsfunktionen wahrnehmen, Fachdienste leiten. Neue Führungspositionen auf Ebene der Fachdienstleiter sollen hausintern ausgeschrieben werden.

Der Kreisausschuss soll nach weiteren Sitzungen und Abstimmungen am 24. Februar informiert werden.

Auf Anfrage der SZ bestätigte Landrat Beckehoff die der SZ vorliegenden Angaben, bat aber um Verständnis dafür, dass er sich nicht weiter äußern wolle: Der Prozess sei bisher rein intern gelaufen. Zuerst sollen die Kreistagsmitglieder informiert werden, bevor er öffentlich Stellung zu den Planungen beziehe. Erste Details will Beckehoff am Montag im Rahmen der Haushaltseinbringung bekannt geben.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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