„Waldwölfe“ in der Natur
Kindergarten mit Standort im Wald Altenkleusheim

Das Projektteam aus Vertretern der Dorfgemeinschaft, Förderverein Altenkleusheim, Waldgenossenschaft Altenkleusheim, des DRK-Kreisverbands Olpe, DRK-Kindergarten „Max & Moritz“ sowie Ortsvorsteher Volker Köhler (4. v. l.).
  • Das Projektteam aus Vertretern der Dorfgemeinschaft, Förderverein Altenkleusheim, Waldgenossenschaft Altenkleusheim, des DRK-Kreisverbands Olpe, DRK-Kindergarten „Max & Moritz“ sowie Ortsvorsteher Volker Köhler (4. v. l.).
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Altenkleusheim. Exakt ein Jahr dauerte es von den ersten Gesprächen bis zur Fertigstellung eines Spiel- und Lernortes im Wald für die Altenkleusheimer Kindergartenkinder. „Ein tolles Gemeinschaftsprojekt, welches wir umgesetzt haben“, bilanzierte Ortsvorsteher Volker Köhler. „Den Gedanken, so ein Projekt ins Leben zu rufen, hatte ich schon, als meine Kinder in den Kindergarten gingen.“ Ideen seien oftmals gut, doch brauche man auch Möglichkeiten, diese umzusetzen, merkte Köhler an. Als der Kindergarten „Max & Moritz“ dann im vergangenen Jahr die Zertifizierung als Familienzentrum anging und zudem ein Anbau für eine weitere Gruppe für Kinder unter zwei Jahren in Altenkleusheim konkreter wurde, wurde auch die Idee einer Spiel- und Aufenthaltsfläche im Wald wieder aufgenommen. „Mittlerweile ist der DRK-Kindergarten ,Max & Moritz’ als Familienzentrum NRW zertifiziert“, bestätigte Sandra Menne, die die Einrichtung in Altenkleusheim leitet.

Positive Gespräche mit den Walgenossen Altenkleusheim

Erste Gespräche mit der Waldgenossenschaft Altenkleusheim seien positiv verlaufen, seitens der Waldgenossenschaft wurden auch mögliche Stellen angeboten, wo ein solcher Platz für die Kindergartenkinder entstehen könnte. Anschließend wurden Gespräche mit der Leitung des „Max & Moritz“-Kindergartens in Person von Sandra Menne und Torsten Tillmann, dem Vorstand des DRK-Kreisverbands, geführt. Daniela Klamp als Fachkraft für Naturpädagogik wurde ebenfalls mit in das Projektteam hinzugenommen.
„Der Platz, welcher dann ausgewählt wurde, liegt hervorragend, da man vom Kindergarten aus nur 50 Meter asphaltierte Straße gehen muss und anschließend sofort in den Wald einbiegen und ohne Verkehrsrisiko den Platz erreichen kann“, so Daniela Klamp, die mit Kleingruppen den Platz mindestens einmal die Woche besucht. Die Kindergartenkinder haben sich selbst den Namen „Waldwölfe“ als Gruppennamen gegeben, welcher auch an dem Lern- und Spielort im Wald angebracht ist.

Der Wald als Abenteuerspielplatz

„Für Kinder ist es wichtig, zurück zur Natur zu finden. Man kann sagen, dass sich die Spiel-Welt der Kinder drastisch verändert hat. Es stehen immer weniger Freiräume für Kinder zur Verfügung, weshalb sich das Spielen auf der Straße als schwierig gestaltet“, so Daniela Klamp. „Zudem geht die aktive Bewegungszeit auch durch die übermäßige Beschäftigung mit Medien verloren. Kinder aber benötigen in unserer heutigen, konsumorientierten Zeit einen Gegenpol zu Stress, Reizüberflutung und angestauten Aggressionen. Durch das Spielen im Wald erleben die Kinder das Leben miteinander, das heißt mit Mensch, Tier und Pflanzen. Im Wald können die Kinder viele Zusammenhänge sinnlich erfahren und diese nachvollziehen. Sie erfahren den Wechsel von Jahreszeiten, können Wachstumsprozesse beobachten und Naturkreisläufe umfassend kennenlernen. Der Wald als Abenteuerspielplatz fördert ganzheitlich in allen Bildungsbereichen. Nur auf diese Weise können Kinder ein Umweltbewusstsein entwickeln und lernen, unsere Natur nachhaltig zu schützen“, so die Naturpädagogin.
Neben der bereits entstandenen Obstbaumwiese, die ebenfalls nicht weit vom Kindergarten entfernt ist und regelmäßig besucht wird, haben die Kindergartenkinder nun einen weiteren Platz, die Natur kennen zu lernen und sich für diese zu begeistern. Eine offizielle Eröffnungsfeier mit den Kindern wird für nächstes Jahr angedacht, insofern Corona dieses zulässt.
Dank richtete Ortsvorsteher Volker Köhler an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die Waldgenossenschaft Altenkleusheim, den Förderverein Altenkleusheim, die Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden, die das Projekt mit 300 Euro unterstützte, und die Firma „1A Star technische Kunststoffe“ aus Kirchhundem.
Ebenfalls bedankte er sich bei Tatjana Vente, Ortsvorsteherin von Kirchhundem, die wertvolle Tipps gab, da man in Kirchhundem mit dem „Waldklassenzimmer“ im Jahr 2019 ein ähnliches Projekt umgesetzt hatte.

Autor:

Olpe aus Stadt Olpe

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