Klocke: Entlastung der Aufsichtsräte verschieben

Grüne fühlen sich in Sachen Freibad getäuscht

win Olpe. Die Ratssitzung am Donnerstag scheint turbulent zu werden. SPD und Grüne haben Anträge angekündigt, die heftige Diskussionen hervorrufen dürften. Beide stehen im Zusammenhang mit der drohenden Sanierung des Freibads.

Die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung habe »großes Unverständnis bei der Grünen-Fraktion«–ausgelöst, so deren Fraktionschef Fritz Klocke. Und zwar verwundere ihn, dass Bürgermeister Horst Müller die Entlastung von Geschäftsführung und Aufsichtsräten der Bäderbetriebe und der Stadtwerke auf die Agenda gesetzt habe. »Wir können doch nicht im Ernst die Entlastung beschließen, ohne nicht vorher die Ursachen des Verfalls des Freizeitbades und den damit verbundenen Vermögensverlust für Olpe zu klären.«–Es müsse sorgfältig geprüft werden, ob Geschäftsführung und Aufsichtsrat den Vermögensschaden mit zu verantworten hätten. Daher hat Klocke beantragt, die Tagesordnung zu ergänzen und die Entlastung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung bis zur abschließenden Klärung des Sachverhalts zu verschieben. Der Verfall des Bades habe sich über viele Jahre schleichend vor den Augen der Verantwortlichen entwickelt, ohne dass Politik und Öffentlichkeit darüber informiert wurden. Fritz Klocke: »Wir fühlen uns von Geschäftsführung und Aufsichtsrat getäuscht.«

Die Olper SPD-Fraktion drängt auf eine Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag und wird hierzu einen entsprechenden Antrag stellen. Die SPD hat sich in ihrer letzten Fraktionssitzung eindeutig für eine Renovierung des 50-Meter-Beckens ausgesprochen. Sie favorisiert die Variante, das bestehende Becken zu erhalten und mit einem Edelstahlwanne auszukleiden. Die SPD meint, an diesem Entschluss »dürfte eigentlich keine Fraktion vorbeikommen. Alles andere würde eine demokratische Entscheidung unterlaufen und die Bürgerinnen und Bürger vor den Kopf stoßen«. Auch wenn der Bürgerentscheid schon einige Jahre zurückliege, habe sich an der Situation nichts geändert. Bereits vor dem Bürgerentscheid habe festgestanden, dass das 50-Meter-Becken marode und undicht sei und deshalb repariert werden müsse. »Diese Maßnahme wird nunmehr nachgeholt«, so Fraktionschef Peter Kühn.

Um keine weitere Zeit zu verlieren, sollte der Beschluss in der nächsten Ratssitzung gefasst werden. »Dann können sich Stadtwerke und Bäderbetriebe sofort mit der Umsetzung des Beschlusses beschäftigen, Renovierungsarbeiten lassen sich auch im Winter durchführen, das Becken könnte mit einer Zeltüberdachung versehen werden, damit ungehindert gearbeitet werden kann, und im Sommer 2007 könnten schon die ersten Gäste das Freibad benutzen«, so die SPD weiter. Eine Schließung des Freibades im Sommer 2007 wäre dann nicht erforderlich und mit den so erzielten Einnahmen könnten die Mehrausgaben für die Renovierung des 50-Meter-Beckens zumindest reduziert werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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