Kreisverkehr soll die Lösung sein

Nein, auch Paketboten dürfen das nicht – tun es aber trotzdem: Warnblinker an und geradeaus über drei Spuren auf die Straße In der Trift. Der Rechtsabbiegerpfeil wird täglich unzählige Male missachtet. Das soll durch den Bau eines kleinen Kreisverkehrs bald vorbei sein. Foto: win
  • Nein, auch Paketboten dürfen das nicht – tun es aber trotzdem: Warnblinker an und geradeaus über drei Spuren auf die Straße In der Trift. Der Rechtsabbiegerpfeil wird täglich unzählige Male missachtet. Das soll durch den Bau eines kleinen Kreisverkehrs bald vorbei sein. Foto: win
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win  Es hat ein wenig etwas von der Rechtschreibreform: Man muss etwas nur oft genug falsch machen, dann wird es irgendwann für richtig erklärt. Und so, wie das gute alte „selbständig“ inzwischen sinnverändernd „selbstständig“ geschrieben werden muss, wird die „Kreuzung der Gesetzlosen“ der Straßen In der Trift und Stellwerkstraße bald umgebaut, um die nicht mehr zu zählenden Verstöße und ein drohendes Verkehrschaos zu verhindern.

Straßenverkehrsrechtlich ist es keine Kreuzung, denn wer aus der Trift kommt, muss rechts in Richtung Bruchstraße abbiegen, und wer vom genau gegenüber einmündenden Gelände des Einkaufszentrums auf die Stellwerkstraße fährt, sieht das identische Schild, das ein Rechtsabbiegen vorschreibt. Indes: Die Zahl derer, die beides missachtet, ist Legion. Es dauert nur Minuten, um den Ersten zu entdecken, der, aus der Trift kommend, zwar erst noch rechts blinkt, dann aber, nach der Feststellung, dass kein gelb-blaues Auto in der Nähe ist, die Spitzkehre macht und Richtung Bratzkopf davonflitzt. Vom Parkplatz kommend, wird oft gar nicht geblinkt, um wahlweise verbotswidrig geradeaus in die Trift zu fahren oder – noch gefährlicher – nach links in Richtung Bruchstraße abzubiegen.

Am Donnerstag in der Sitzung des Ausschusses Umwelt, Planen, Bauen ging es eigentlich um die Neufassung des Bebauungsplans für das Gebiet In der Trift, wo der neue Aldi-Markt entsteht. Der Plan soll den neuen Gegebenheiten angepasst werden, was im Ausschuss auch unstrittig war. Bernd Spuhler (UCW) fragte aber kritisch nach, wie die Verwaltung sich vorstelle, wie die veränderten Verkehrsströme nach Eröffnung des Markts geregelt werden sollen. Bauordnungs- und Planungsamtsleiter Winfried Quast erklärte, zum einen stehe ja der Ausbau der Bruchstraße bevor. In diesem Zusammenhang sei die Zufahrt zum Aldi-Gelände neu geplant worden.

Ursprünglich habe der Landesbetrieb Straßenbau NRW die gesamte Aldi-Erschließung ausschließlich über die Straße In der Trift abwickeln wollen. Nun werde es aber auch eine reine Zufahrt aus Richtung Stadtmitte kommend über die Bruchstraße geben. Und um den abfließenden Verkehr, der dann sämtlich über die Trift laufen wird, zu bewältigen, habe Straßen NRW zugestimmt, das Ende der Trift vor der Post zum kleinen Kreisverkehr umzubauen. Die Fachleute des Landesbetriebs hätten der Stadt versichert, dass der Verkehr damit bewältigt werden könne. Nebeneffekt: Die permanenten Verkehrsverstöße werden entfallen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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