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Neue Wasserleitungen werden bis 2032 verlegt
Kreiswerke Olpe investieren 16 Millionen Euro

Die Verlegung von Wasserleitungen lassen sich die Kreiswerke in den Jahren bis 2032 über 16 Millionen Euro kosten.
  • Die Verlegung von Wasserleitungen lassen sich die Kreiswerke in den Jahren bis 2032 über 16 Millionen Euro kosten.
  • Foto: SZ (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

win Olpe. Vor rund zwei Jahren sorgte der Bruch einer Hauptwasserleitung in Kreuztal für Aufsehen. Tagelang hieß es für Tausende von Bürgern, sich zu behelfen. Geduscht wurde bei Verwandten oder Bekannten – oder in kommunalen Turnhallen. Wasser wurde an den Feuerwehrhäusern ausgegeben. Und sobald die Wasserwerke ein Leck in der Hauptleitung geflickt hatten, platzte das Rohr an einer anderen Stelle. Auch aus Olpe fuhren viele Tankwagen mit Wasser in die Nachbarstadt, um zu helfen. Ein solches Szenarium möchten die Kreiswerke Olpe in ihrem Versorgungsgebiet nicht erleben. Daher wird viel Geld in die Hand genommen, um das Leitungsnetz in Schuss zu halten. Der Betriebsbereich Wasser legte am Mittwoch im Betriebsausschuss der Kreiswerke den entsprechenden Investitionsplan vor.

win Olpe. Vor rund zwei Jahren sorgte der Bruch einer Hauptwasserleitung in Kreuztal für Aufsehen. Tagelang hieß es für Tausende von Bürgern, sich zu behelfen. Geduscht wurde bei Verwandten oder Bekannten – oder in kommunalen Turnhallen. Wasser wurde an den Feuerwehrhäusern ausgegeben. Und sobald die Wasserwerke ein Leck in der Hauptleitung geflickt hatten, platzte das Rohr an einer anderen Stelle. Auch aus Olpe fuhren viele Tankwagen mit Wasser in die Nachbarstadt, um zu helfen. Ein solches Szenarium möchten die Kreiswerke Olpe in ihrem Versorgungsgebiet nicht erleben. Daher wird viel Geld in die Hand genommen, um das Leitungsnetz in Schuss zu halten. Der Betriebsbereich Wasser legte am Mittwoch im Betriebsausschuss der Kreiswerke den entsprechenden Investitionsplan vor.

Erneuerung Rohrleitungsnetz

Die Erneuerung des Rohrleitungsnetzes werde in den nächsten zehn bis 15 Jahren den Schwerpunkt der Investitionen in der Betriebssparte Wasser bilden. Damit die Investitionen „nach funktionalen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimiert geplant und umgesetzt“ werden, wurde ein qualifiziertes Rohrleitungsbauprogramm erstellt. Ergebnis ist eine Priorisierung in der Abfolge der geplanten Investitionen nach Rohrleitungabschnitten.

Alter der Leitungen spielt wichtige Rolle

Um das zu erheben, wurden alle Transportleitungen – die dünnsten 8 Zentimeter stark, die dicksten durchmessen einen halben Meter – einer Bewertung nach objektiven Risikofaktoren unterzogen. Bei den untersuchten Faktoren spielt in erster Linie das Alter der jeweiligen Leitung eine wichtige Rolle – aber nicht nur: Noch wichtiger ist, welches Rohrmaterial in eventuell aggressiven Böden verlegt worden ist. Auch eine Rolle spielt die Notversorgungsoption im Fall einer Havarie.

Lochfraß führt zu Wasserverlust

Die älteste noch in Betrieb befindliche Leitung ist sage und schreibe 60 Jahre alt: Sie transportiert Rohwasser vom Quellzulauf zum Wasserwerk Repetal. Die Werkleitung betont, dass das Alter allein kein Grund für eine Sanierung sein müsse. Ein großes Problem entstehe in vielen Bereichen, wo in den 1970er-Jahren Rohre aus duktilem (verformbarem) Guss in aggressiven Böden verlegt worden sei: Hier komme es zu Lochfraß von außen, der dann zu schleichenden Wasserverlusten führe, die kaum zu orten seien, weil das kostbare Nass als sogenannter „Schleichverlust“ austritt. Ein Augenmerk richten die Kreiswerke auch auf die Erreichbarkeit der Leitungen im Reparaturfall. Als erschwerend wird beispielsweise gewertet, wenn die Rohre im Steilhang, unter Eisenbahnkörpern, als Düker durch einen Fluss oder Bach oder im Straßenkörper verlegt wurden oder überbaut sind.

Stromkosten sparen

Weiterhin wurde untersucht, ob die Leitungskapazitäten ausreichen. So gibt es Strecken, die aus Kapazitätsgründen mit einer Druckerhöhungsanlage betrieben werden müssen. Zwischen Wasserwerk Erbscheid und Hochbehälter Imberg etwa könnte der Austausch der Rohre von 350 auf 500 Millimeter Durchmesser jährlich 17 500 Euro Stromkosten sparen, weil dann auch ohne Druckerhöhung genug Wasser hindurchfließen würde. In diesem Jahr planen die Kreiswerke mit Investitionskosten von rund 600 000 Euro, von 2021 bis 2032 sollen jährlich rund 1,2 bis 1,4 Millionen Euro für den Leitungsaustausch investiert werden, in der Summe über
16 Millionen Euro bis zum Jahr 2032.
Die Projekte mit höchster Priorität nach Abwägung aller Kriterien sind die Leitung vom Campingplatz Lister zur Brücke Kalberschnacke, vom Kanalschacht Kreuzberg zur Abgabestelle Theten, von der Abgabestelle Hatzenberg zum Hochbehälter Rhonardberg und vom Wasserwerk Erbscheid zum Düker Kirchesohl.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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