Künstlerischen Freigeist ausgelebt

Mitglieder des Fotoclubs zeigen Arbeiten im Alten Lyzeum

rudi Olpe. Der Fotoclub Olpe gewährt seit Samstagnachmittag im Rahmen seiner alljährlichen Ausstellung im Alten Lyzeum Einblicke in die faszinierende, künstlerische Welt des Fotografierens. Anhand von 74 eindrucksvollen Exponaten werden dem Betrachter die vielfältigen Möglichkeiten sowie die hohe Aussagekraft der Fotografie vor Augen geführt.

Es ist eine Ausstellung, die sich für Fachpublikum und Laien gleichermaßen interessant gestaltet. Sie führt nicht nur verschiedene Techniken und bildgestalterische Möglichkeiten vor Augen, sondern fasziniert auch durch eindrucksvolle Motive: Momentaufnahmen, Porträts, Landschaftsbilder und abstrakte Bildschöpfungen. Obwohl man abermals keine konkreten Themenbereiche vorgab, beweisen sich alle ausgestellten Werke durchweg als kleine »Meisterleistungen«, die sich allesamt am gleichen Ziel orientieren: Den Betrachter auf die verschiedenste Weise zu berühren. »Möglichst viel herausholen«, definiert Vorsitzender Rüdiger Gölker den Anspruch, den alle Mitglieder bei ihren Arbeiten hatten. Die »Mittel« sind vielfältig. So bemächtigen sich die Fotografen der Aussagekraft von Formen, Farben und Lichtreflexen ebenso wie der Wirkung von Kontrasten und charismatischen Motiven.

Frei gestellt blieb es den 14 ausstellenden von insgesamt 24 Mitgliedern des Fotoclubs Olpe, mit digitalen oder analogen Kameras zu arbeiten. Entsprechend konnten die Hobbyfotografen ihrer Fantasie und ihrem Können freien Lauf lassen, ihren künstlerischen Freigeist in vollen Zügen ausleben. Die Ergebnisse sind beeindruckend. So findet sich in jedem Bild eine eigene »Atmosphäre« wieder, die gezielt herausgearbeitet wurde. Landschaftseindrücke aus Südfrankreich und Ägypten, Städteaufnahmen Danzigs, Porträtbilder, Aktfotografie in schwarz-weiß sowie eine nachdenklich stimmende Betrachtung des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz sind nur einige Themen, die in der Ausstellung abgehandelt werden.

Besonders interessant, vor allem für Kenner des Fachs, stellen sich die Werke Christel Kreutzers dar, deren Arbeitsschritte nicht nur die »Sandwich-Technik« (Übereinanderschichtung mehrerer Aufnahmen) beinhalteten, sondern auch das Experimentieren mit Kaltlicht und Glasfasern. Auf interessante Weise entstanden so aus Dias abstrakte Fotografien, die allemal einer genaueren Betrachtung wert sind. Buchstäblich »fesselnd« sind auch die jüngsten Schöpfungen von Peter Köster aus Attendorn. Er wagte sich an das Thema »Bondage« heran, eine spezielle Form der Aktfotografie, deren Grat zwischen Kunst Obszönität sehr schmal ist. Unter hervorragenden Gesichtspunkten setzte er das Thema jedoch eindrucksvoll künstlerisch um: So bediente er sich der Heliographie und nutzte spezielle Nylonseile, um diesen eine besondere Leuchtkraft zu verleihen. Die Studioaufnahmen fokussieren vor allem das kontrastive Zusammenspiel von Schwarz und Weiß.

Des Weiteren stellen Johannes Winkelmann, Hermann Neu, Jürgen Host, Heinz Hoppe, Helmut Werner, Hermann Klein, Bernward Bleser, Frank Eigenbrod, Ursula Lewinski, Rüdiger Gölker, Achim Schnell sowie Klaus Harnischmacher ihre Bilder aus. Die Ausstellung kann bis Samstag, 18. November, täglich von 10 bis 18 Uhr besucht werden. Weitere Informationen über den Fotoclub, der sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch trifft, sind im Internet unter »www.fotoclub-olpe.de« zu finden.

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