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Vereine sind gefordert
Kunstrasenplätze müssen lange halten

Der Sportplatz des VfR Rüblinghausen am Birkendrust ist der nächste Kunstrasenplatz, der zur Sanierung ansteht. Ob im Stadtgebiet alle acht vorhandenen Plätze erhalten bleiben, sollen die Vereine vorrangig selbst regeln.
  • Der Sportplatz des VfR Rüblinghausen am Birkendrust ist der nächste Kunstrasenplatz, der zur Sanierung ansteht. Ob im Stadtgebiet alle acht vorhandenen Plätze erhalten bleiben, sollen die Vereine vorrangig selbst regeln.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

win Olpe. Aus rot wurde grün: In den 1990er-Jahren setzte in Südwestfalen ein Trend ein, der den altbewährten „Aschenplätzen“ der Fußballer ein Ende bereitete. Seitdem überwiegt – von einigen wenigen Naturrasenplätzen ausgenommen – der Kunstrasen in den heimischen Fußball-Arenen. Doch anders als die aus rotem Granulat bestehenden Tennen- oder „Aschenplätze“ sind Kunstrasen-Spielfelder teuer und pflegeintensiv. Sie sind allerdings weitaus besser zu bespielen – von der viel geringeren Verletzungsgefahr durch verschmutzte Schürfwunden ganz zu schweigen. Doch während „Aschenplätze“ eine schier unendliche Lebensdauer haben, verschleißen Kunstrasenplätze. Und dann wird es teuer.

win Olpe. Aus rot wurde grün: In den 1990er-Jahren setzte in Südwestfalen ein Trend ein, der den altbewährten „Aschenplätzen“ der Fußballer ein Ende bereitete. Seitdem überwiegt – von einigen wenigen Naturrasenplätzen ausgenommen – der Kunstrasen in den heimischen Fußball-Arenen. Doch anders als die aus rotem Granulat bestehenden Tennen- oder „Aschenplätze“ sind Kunstrasen-Spielfelder teuer und pflegeintensiv. Sie sind allerdings weitaus besser zu bespielen – von der viel geringeren Verletzungsgefahr durch verschmutzte Schürfwunden ganz zu schweigen. Doch während „Aschenplätze“ eine schier unendliche Lebensdauer haben, verschleißen Kunstrasenplätze. Und dann wird es teuer.

Angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Fußball spielenden Hobbysportler sinkt, immer mehr Vereine sogar im Seniorenbereich Spielgemeinschaften bilden müssen, weil sie allein keine Elf mehr zusammenbekommen, stellen sich viele die Frage, ob wirklich jeder Verein auch weiterhin seinen eigenen Kunstrasenplatz benötigt. Die Stadt Olpe hat bereits im Dezember ein Konzept angestoßen, das die Vereine bei dieser Frage stärker als bisher mit ins Boot nimmt und ihnen mehr Eigenverantwortung abverlangt. In der nächsten Sitzung des Ausschusses Bildung, Soziales und Sport, der am 2. Februar tagt, wird das Thema erstmals diskutiert.

Acht Kunstrasenplätze im Stadtgebiet

Wie aus der Beschlussvorlage zu entnehmen ist, gibt es im Gebiet der Stadt Olpe derzeit acht Kunstrasenplätze, und zwar in Olpe auf dem Kreuzberg, Rüblinghausen, Rhode, Oberveischede, Sondern, Altenkleusheim, Dahl und Lütringhausen. Fünf dieser Plätze stammen aus der Zeit von 2002 bis 2006, zwei weitere wurden 2010 gebaut, der im Kreuzbergstadion im Jahr 1997. Als erster Verein beabsichtigt der VfR Rüblinghausen die Erneuerung seines Platzes und hat für das laufende Jahr bereits einen Zuschussantrag gestellt. Die Stadtverwaltung hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband und den betroffenen Vereinen Richtlinien über die Erneuerung der Kunstrasenplätze einschließlich eines verbindlichen Zeitplans erstellt.

Eines der Ziele dieses Vorgehens: eine zeitliche Entzerrung der einzelnen Vorhaben hin zu einem Zwei-Jahres-Rhythmus. Dadurch, dass ein Verein künftig erst nach 15 Jahren mit einer erneuten Kunstrasenplatz-Sanierung rechnen kann und nur noch langlebige, robuste Kunstrasen-Varianten gewählt werden dürfen, soll Zukunftssicherheit erreicht werden. „Die Vereine sorgen ab dem Zeitpunkt der Sanierung auf ihre Kosten für die notwendige Nachverfüllung mit Füllmaterial (Granulat bzw. Quarzsand). Die Vereine pflegen die Plätze auf der Grundlage der Herstellerangaben und bestimmen durch ihre Pflegeleistungen die Haltbarkeitsdauer des Platzes“, so heißt es in der Vereinbarung.

Rahmenbedingungen gesichert

Weiterhin beinhalten die Richtlinien eine Anhebung der Förderquote von zuletzt 50 Prozent der Bruttobaukosten auf nunmehr 60 Prozent. „Mit der Anhebung soll den Vereinen der Einstieg in eine notwendige Sanierungsmaßnahme erleichtert und der Tendenz entgegengewirkt werden, erforderliche Sanierungen aufgrund der hohen wirtschaftlichen Belastung für die Vereine weiter hinauszuschieben. Im Gegenzug haben sich die Vereine bereiterklärt, künftig – nach der Sanierung des jeweiligen Platzes – die Kosten der Nachverfüllung des Kunstrasenplatzes selbst zu tragen.“ Dies seien insbesondere bei Verwendung von Kunststoffgranulat keine unerheblichen Kosten: Pro 10 Tonnen Kunststoffgranulat fallen rund 20 000 Euro an.

Durch diese Rahmenbedingungen ist laut Stadtverwaltung gesichert, dass die betroffenen Vereine „sehr genau analysieren werden, inwieweit die weitere Nutzung der Plätze unter Berücksichtigung der individuellen Belegungssituation, der Bildung von Spielgemeinschaften und der demografischen Entwicklung innerhalb der Vereine sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar ist“.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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