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Landtagsvizepräsidentin Angela Freimuth eröffnete Wanderausstellung in St.-Franziskus-Schule / Bildungsfahrt nach Düsseldorf folgt
Landtag im Kleinformat

Gymnasiasten und Realschüler der St.-Franziskus-Schule aus den neunten Klassen befassten sich am Montag mit Struktur, Organisation und Aufgaben des Landtags NRW.  Fotos: yve
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  • Gymnasiasten und Realschüler der St.-Franziskus-Schule aus den neunten Klassen befassten sich am Montag mit Struktur, Organisation und Aufgaben des Landtags NRW. Fotos: yve
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yve ■ Wo werden die Gesetze gemacht, die für alle Bürger in Nordrhein-Westfalen gelten? Welche weiteren Funktionen hat der Landtag und wie sieht die Arbeit der Abgeordneten aus? Wie funktionieren die Wahlen zum Landtag und welche Möglichkeiten haben Menschen, sich politisch einzubringen?

Das sind einige Fragen, auf die Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Bildungseinrichtungen bei einem Rundgang durch die Wanderausstellung „Landtag macht Schule“ des Landesparlaments in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung verständliche Antworten erhalten.

Am Montag machte die Ausstellung in der Aula der St.-Franziskus-Schule (SFS) Halt. Neuntklässlern des Gymnasial- und des Realschulzweiges waren der ausgesuchte Personenkreis, der an der Eröffnung teilnehmen durften.

yve  Wo werden die Gesetze gemacht, die für alle Bürger in Nordrhein-Westfalen gelten? Welche weiteren Funktionen hat der Landtag und wie sieht die Arbeit der Abgeordneten aus? Wie funktionieren die Wahlen zum Landtag und welche Möglichkeiten haben Menschen, sich politisch einzubringen?

Das sind einige Fragen, auf die Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Bildungseinrichtungen bei einem Rundgang durch die Wanderausstellung „Landtag macht Schule“ des Landesparlaments in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung verständliche Antworten erhalten.

Am Montag machte die Ausstellung in der Aula der St.-Franziskus-Schule (SFS) Halt. Neuntklässlern des Gymnasial- und des Realschulzweiges waren der ausgesuchte Personenkreis, der an der Eröffnung teilnehmen durften. Und das aus gutem Grund. In etwa zwei Wochen erleben diese Schüler den Landtag NRW auch „live“. Die Ausstellung sei daher eine gute Vorbereitung auf die Bildungsfahrt nach Düsseldorf, betonte Dr. Gerlis Görg in ihrer Begrüßung. Die Schulleiterin freute sich sehr, dass auch Landtagsvizepräsidentin Angela Freimuth, der heimische CDU-Landtagsabgeordnete, Jochen Ritter, und Bürgermeister Peter Weber den Weg in die Aula gefunden hatten. Maßgeblich organisiert seitens der Schule wurde die Ausstellung von Manuela Mengel-Münker.

Angela Freimuth widmete sich zunächst den großen blauen Würfeln, die Bestandteil der Ausstellung sind und mit Begriffen wie Vertrauen, Kompromiss, Gleichberechtigung oder Meinungsfreiheit beschriftet sind. „Diese Begriffe laden dazu ein, darüber nachzudenken, warum parlamentarische Demokratie so erfolgreich ist.“ Gleichzeitig erinnerte sie an den gestrigen Holocaust-Gedenktag – 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz. „Es lohnt sich, sich damit auseinanderzusetzen.“ Es müsse engagiert und entschlossen dafür eingetreten werden, dass so etwas nie wieder passiert. Sie untermauerte dabei die Wichtigkeit der Meinungsfreiheit und auch das Recht auf Widerspruch, das auf Argumenten fuße und nicht auf dem Faustrecht des Stärkeren. Vor dem Hintergrund einer Streitkultur sollten Konflikte immer friedlich gelöst werden. Ob in puncto Digitalisierung – „wieviel Schutz braucht die Privatsphäre und wem gehören eigentlich die Daten?“ – oder Klimawandel. „Demokratie passiert nicht einfach so“, hielt Angela Freimuth fest.

Die Wanderausstellung sei konzipiert, um die Arbeit des Landtags greifbarer zu machen, da die bundespolitischen Themen medial am meisten Beachtung fänden. Dabei würden in Düsseldorf wichtige Entscheidungen getroffen – da werde sich mit dem digitalen Unterricht oder mit Personalfragen an Schulen beschäftigt.

Die Landtagsvizepräsidentin rief in ihrer Eröffnungsrede die Schüler dazu auf, sich einzubringen. Jeder könne telefonisch und per E-Mail seine Anliegen dem zuständigen Landtagsabgeordneten mitteilen. Jeder des 199 Personen starken Gremiums in Düsseldorf bringe sich mit seiner Einzigartigkeit in die Debatten mit ein. „Sie sind nicht weit weg.“ Sondern vielmehr in der Gesellschaft verankert, das betreffe auch die Zusammenarbeit mit den Kommunalpolitikern.

Angela Freimuth wünschte vor der Diskussionsrunde, in der auch über Flüchtlingspolitik sowie über das Kommunalabgabegesetz (KAG) gesprochen wurde, allen „eine tolle Auseinandersetzung mit der Ausstellung“. Und auf die Frage, ob sie Demokratie für das beste Regierungssystem halte, äußerte sie, dass sie überzeugt sei, „dass die Demokratie die beste Staatsform ist, die ich kenne“. Denn in ihr bleibe die Freiheit des Einzelnen bewahrt.

„Ich bin ausgesprochen froh, dass der Landtag heute hier ist“, so Jochen Ritter. Er hielt fest, dass er sich jetzt schon freue, die Schüler demnächst in Düsseldorf begrüßen zu können. „Ich finde es bemerkenswert, dass sich die Schule so engagiert.“ Und auch der Landtagsabgeordnete unterstrich mit seiner Aufforderung „Scheibt mich an“ die Bürgernähe der Landesregierung.

Bürgemeister Peter Weber hatte sich mit den Neuntklässlern bereits vor zwei Wochen über Kommunalpolitik ausgetauscht. Die Ausstellung führe jetzt eine Stufe höher in die Landespolitik. „Bleibt dran. Ihr seid auf einem guten Weg.“ Und auf diesem müsse auch gewissen Strömungen die Stirn geboten werden.

Nach der Eröffnung bietet die Ausstellung nun auch die Gelegenheit, das „Herz der Demokratie in NRW“ mit dem Besuch des Plenarsaals kennenzulernen, der im Inneren der Stellwände nachgeahmt ist.

An einem Rednerpult können die St.-Franziskus-Schüler selbst Reden halten und mit ihren Mitschülern Debatten über aktuelle politische Themen führen.

Gymnasiasten und Realschüler der St.-Franziskus-Schule aus den neunten Klassen befassten sich am Montag mit Struktur, Organisation und Aufgaben des Landtags NRW.  Fotos: yve
Landtagsvizepräsidentin Angela Freimuth eröffnete die Ausstellung „Landtag macht Schule“ und stand bei der Diskussionsrunde Rede und Antwort.
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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