»Laufend« für Afghanistan im Einsatz

Schüler starten Sponsoren-Wanderung / Schulleiter aus Jaghori besuchte Hauptschule

yve Olpe. »Es dürfte kein Problem sein, 10000 Kilometer abzulaufen.« Das verkündete gestern Hermann Busch, Sportlehrer an der Hakemicke-Hauptschule in Olpe. Die Schule veranstaltet am 23. März die siebte Sponsoren-Wanderung für einen guten Zweck. Ein Teilerlös kommt den Kindern in Jaghori (Afghanistan) zugute. In naher Zukunft soll dort eine Mädchenschule entstehen. Ohne finanzielle Unterstützung von außen, ein nicht zu realisierendes Projekt.

M. Ashraf, Schulleiter an einer afghanischen Schule in Jagohri, besuchte gestern im Rahmen seines Deutschland-Aufenthaltes die Hakemickeschule und informierte Lehrer, Schüler und Sabine Melzer, Umweltbeauftragte der Stadt Olpe, über die derzeitige Lage und das Schulsystem in seinem Land. An seiner Seite Meraj Amiri vom Freundeskreis Afghanistan, der an diesem Morgen als Dolmetscher und Mitinitiator der Afghanistan-Hilfe vor Ort war.

»Ich freue mich sehr, dass ich mich unter euch befinde«, begrüßte M. Ashraf die Anwesenden und bedankte sich bei dem Freundeskreis für die 22-jährige Freundschaft zwischen Deutschland und Afghanistan. Sein besonderer Dank galt den Schülern, die sich für die zum Teil zerstörte Region vorbildhaft eingesetzt hätten.

Und es wieder tun: Ab 10. März sammeln die Hauptschüler bei Eltern, Verwandten, Nachbarn und Bekannten »Kilometergeldzulagen«. Jeder gewanderte Kilometer wird von Sponsoren vergütet. Als Legitimation für die Spendensammlung erhalten alle Schülerinnen und Schüler von der Schule einen entsprechenden Ausweis. Die Hauptschule und die Projektleiter der Afghanistan-Hilfe hoffen auf eine große Spendenbereitschaft der Bevölkerung. 13- bis 14000e plus x müssten machbar sein«, so die erste Umsatz-Prognose von Hermann Busch. Eine Hälfte der Spendengelder geht davon wieder an die Lebenshilfe in Olpe für notwendige Einrichtungen in der Villa Müller.

Mit der Hilfsorganisation in Afghanistan steht die Hakemickeschule im direkten Kontakt. Renate Kruse, Lehrerin für Englisch und Geschichte an der Hauptschule, hat von 1974 bis 1979 an einer deutschen Schule in Kabul gearbeitet und intensive Beziehungen aufrecht erhalten. »Das Land hat so großen Eindruck hinterlassen, da kann man den Kontakt nicht einfach abbrechen«, betonte sie.

Die Spendengelder werden an Ort und Stelle an Hilfe bedürftige Einrichtungen übergeben. Auch würden stets vertrauenswürdige Partner des Freundeskreises in Afgahnistan dafür sorgen, dass die Geldern in die richtigen Hände flössen, versicherte Hans Franken vom Freundeskreis. Auch die Stadt Olpe beteiligt sich regelmäßig an den Spendenaktionen. 2002 unterstütze sie Afghanistan mit insgesamt 700e. Spenden, auf die das Schulsystem in Afghanistan auch in den nächsten Jahren noch angewiesen sein wird. »Ich bitte auch weiterhin, Unterstützung zu bekommen«, sagte M. Ashraf. Diese sicherte ihm Claudia Limper-Stracke, Schulleiterin der Hauptschule Hakemicke, gestern zu. Denn die engagierte Schülerschaft steht für die siebte Sponsoren-Wanderung schon in den Startlöchern.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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