SZ

Heimtückische Fallen im Wald
Lebensgefährlich: Messerscharfe Schrauben in Wurzeln

Drei dieser heimtückischen Fallen wurden im Bereich von Rhonard entdeckt. „Da hat sich jemand richtig Mühe gemacht“, so Frank Wipperfürth, der zwei der Gefahrenstelle auf dem Weg zur Arbeit entdeckte.
  • Drei dieser heimtückischen Fallen wurden im Bereich von Rhonard entdeckt. „Da hat sich jemand richtig Mühe gemacht“, so Frank Wipperfürth, der zwei der Gefahrenstelle auf dem Weg zur Arbeit entdeckte.
  • Foto: wip
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

yve Rhonard. „Ich dachte im ersten Moment an Fake-News“, sagt Frank Wipperfürth im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Bei Facebook erblickt er ein Foto. Darauf zu sehen ist eine Bodenwurzel, in ihr stecken fünf Schrauben, fachmännisch ins Holz geschraubt und offenbar mit einem Winkelschleifer  extrem scharfkantig gemacht. „Das kann doch nicht sein“, wundert sich der Olper. Und nicht nur eine Wurzel ist im Bereich Rhonard zu einer Falle umfunktioniert worden. Die Örtlichkeit liegt auf Frank Wipperfürths Weg zur Arbeit. Seit der Pandemie geht er zu Fuß dorthin, er kennt sich in der Umgebung aus. Am Donnerstag genießt er nicht das Zwitschern der Vögel, schaut auch nicht nach links und nach rechts. Seine Augen suchen unentwegt den Waldboden ab.

yve Rhonard. „Ich dachte im ersten Moment an Fake-News“, sagt Frank Wipperfürth im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Bei Facebook erblickt er ein Foto. Darauf zu sehen ist eine Bodenwurzel, in ihr stecken fünf Schrauben, fachmännisch ins Holz geschraubt und offenbar mit einem Winkelschleifer  extrem scharfkantig gemacht. „Das kann doch nicht sein“, wundert sich der Olper. Und nicht nur eine Wurzel ist im Bereich Rhonard zu einer Falle umfunktioniert worden. Die Örtlichkeit liegt auf Frank Wipperfürths Weg zur Arbeit. Seit der Pandemie geht er zu Fuß dorthin, er kennt sich in der Umgebung aus. Am Donnerstag genießt er nicht das Zwitschern der Vögel, schaut auch nicht nach links und nach rechts. Seine Augen suchen unentwegt den Waldboden ab.

Messerscharfe Schrauben in Wurzeln

Plötzlich sieht er etwas Metallisches aufragen. Er nähert sich langsam und steht unmittelbar vor einer „behandelten“ Wurzel. Einige Meter entfernt entdeckt er eine weitere. „Das ist lebensgefährlich“, betont der Olper. Die bewusst gespitzten Schrauben ragten fünf Zentimeter heraus und seien messerscharf. „Die sind fest verschraubt worden, da hat sich jemand richtig Mühe gemacht.“ Die gefährlichen Stahlstäbe seien nur mit geeignetem Werkzeug wieder zu entfernen. Frank Wipperfürth informiert umgehend die Polizei. Wenig später seien die Beamten eingetroffen, um sich vor Ort ein Bild zu machen.
„Ja, der Vorfall ist zur Anzeige gebracht worden“, bestätigt Pressesprecher Michael Klein von der Kreispolizeibehörde Olpe auf Anfrage der SZ. „Die Ermittlungen laufen.“

"Welche Motivation steckt dahinter?"

Frank Wipperfürth geht davon aus, dass es bis auf die drei heimtückischen Fallen, die beseitigt werden, keine weiteren in diesem Bereich gibt. Eine derartige Hinterlist habe er jedenfalls noch nie gesehen. „Welche Motivation steckt dahinter?“ Waldnutzer – ob Mensch oder Tier – könnten schlimmste Verletzungen erleiden. Ein handfester Versuch von Körperverletzung.
Derzeit tauchen die Bilder der Fallen vermehrt in den sozialen Medien auf. Gleichzeitig wird dort aufgefordert, „alle Pfade rund um Olpe auf solche Wurzeln mit eingedrehten Schrauben ohne Kopf zu kontrollieren“. Doch aktuell deutet nichts daraufhin, dass diese Art von krimineller Energie weitere Kreise gezogen hat.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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