»Man nimmt viel mit«

Caritas-Stationen suchen ehrenamtliche Hospizhelfer

win Olpe. Für viele ist Sterben ein Tabu-Thema. Seit einigen Jahren sorgen die Förderer des Hospiz-Gedankens auch in Deutschland dafür, dass das Sterben als Teil des Lebens akzeptiert wird. Einrichtungen wie etwa das St.-Elisabeth-Hospiz in Altenhundem ermöglichen ein Sterben mit Würde. Schwer erkrankte Menschen, deren Leben zu Ende geht, können, wenn es medizinisch machbar ist, die letzte Phase des Lebens auch zu Hause verbringen. Die notwendige Versorgung regeln die Häuslichen Hospizdienste der Caritas. »Ohne ehrenamtliche Mitarbeit ist der Häusliche Hospizdienst nicht denkbar«, erklärt Markus Feldmann, Leiter der Caritas-Station Altenhundem. Zwar sei der Einsatz professioneller Kräfte im Pflege- und auch im psychosozialen Bereich unersetzlich, aber die ehrenamtlichen Hospizhelfer seien ein wichtiges Element der Arbeit. Vor allem bei der Begleitung nicht nur der Erkrankten selbst, sondern auch der Angehörigen »übernehmen ehrenamtliche Helfer eine ganz wichtige Rolle«, so Feldmann.

Um ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern das entsprechende Rüstzeug für die wahrlich nicht leichte Aufgabe zu geben, haben die Caritas-Stationen im Kreis Olpe in Verbindung mit der Heimvolkshochschule (HVHS) im Pallottihaus Olpe eine Fortbildungsreihe geplant. Thomas Ludwig, Leiter des Häuslichen Hospizdienstes der Caritas in Altenhundem: »Bereits vor drei Jahren haben wir eine solche Schulung durchgeführt. Damals haben sich zwölf ehrenamtliche Helfer gemeldet.« Heike Schürmann vom Hospizdienst der Stationen Olpe und Attendorn: »Im Wesentlichen geht es um die Übernahme so genannter Nacht- und Sitzwachen.«–Die fachliche Begleitung der ehrenamtlichen Helfer sei gewährleistet. Der Einsatz von ehrenamtlichen Hospizhelfern könne aber auch darin bestehen, einen erkrankten Menschen im Rollstuhl auf einen Spaziergang mitzunehmen, für ihn Einkäufe zu erledigen oder auch darin, pflegende Angehörige zu entlasten und diesen eine Auszeit zu ermöglichen. Der Lohn bestehe in einem hohen Maß an Anerkennung und hoher Wertschätzung, die die ehrenamtlichen Helfer erführen. »Man nimmt viel mit«, so die Erfahrung von Heike Schürmann.

Steffi Rohrmann-Heuel, Sozialpädagogin und Trauerbegleiterin, ist als Referentin an der Fortbildung beteiligt. Sie beginnt zunächst mit drei Wochenendseminaren, in deren Rahmen sich die Teilnahme mit Leben, Leid, Tod, Trennung und Trauer auseinandersetzen. Weitere Seminare folgen, die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Teilnehmer ihre Zertifikate im Frühjahr 2004 erhalten können.

Ein unverbindlicher Informationsabend für Interessierte findet am Dienstag, 29. April, ab 19 Uhr in der Caritas-Station Altenhundem statt. Ausführliche Informationen können telefonisch unter Z (02761) 60817, per E-Mail an »hvhs @dialup.in-olpe.de« oder schriftlich bei der HVHS im Pallottihaus (Osterseifen 1) in Olpe angefordert werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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