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Prozess vertagt, Dolmetscher nötig
Mann soll 17-Jährige unsittlich berührt haben

Weil ein Dolmetscher nötig ist, wird der Prozess vertagt.

win Olpe. Es war ein kurzer Prozess – wenn auch ohne Abschluss: Vertagt wurde am Mittwoch ein Verfahren vor dem Olper Amtsgericht, weil Gericht und Staatsanwaltschaft nach wenigen Minuten der Verhandlung einig darin waren, dass eine Fortführung des Falls nur unter Hinzuziehung eines Dolmetschers sinnvoll wäre.
17-Jähiger an die Brust gefasst?Angeklagt war ein 30-jähriger, in Olpe lebender Libanese der sexuellen Belästigung. Der Tatvorwurf: Der Mann soll im vergangenen Jahr am ersten Weihnachtstag eine 17-Jährige unsittlich berührt haben. Bei einem Spaziergang habe die junge Frau, die mit einer Freundin unterwegs war, den Angeklagten angesprochen und um eine Zigarette gebeten, die er ihr auch gegeben habe.

win Olpe. Es war ein kurzer Prozess – wenn auch ohne Abschluss: Vertagt wurde am Mittwoch ein Verfahren vor dem Olper Amtsgericht, weil Gericht und Staatsanwaltschaft nach wenigen Minuten der Verhandlung einig darin waren, dass eine Fortführung des Falls nur unter Hinzuziehung eines Dolmetschers sinnvoll wäre.

17-Jähiger an die Brust gefasst?

Angeklagt war ein 30-jähriger, in Olpe lebender Libanese der sexuellen Belästigung. Der Tatvorwurf: Der Mann soll im vergangenen Jahr am ersten Weihnachtstag eine 17-Jährige unsittlich berührt haben. Bei einem Spaziergang habe die junge Frau, die mit einer Freundin unterwegs war, den Angeklagten angesprochen und um eine Zigarette gebeten, die er ihr auch gegeben habe. Es habe sich ein Gespräch entwickelt, in dessen Verlauf der Mann der 17-Jährigen, die eine Winterjacke trug, unvermittelt an die Brust gefasst habe, so die Anklageschrift.

Dolmetscher benötigt

Der Angeklagte hatte zuvor auf Nachfrage von Vorsitzendem Richter Peter Krumm erklärt, er verstehe alles, könne sich nur nicht perfekt ausdrücken. Doch schon als er begann, seine Version des Geschehens zu schildern, wurde klar, dass das Gericht so nicht klarkommen würde. Er sei spazieren gegangen, weil es „so weiß vom Himmel geregnet“ habe. „Es hat geschneit?“ fragte Richter Krumm nach, was der Angeklagte heftig nickend bestätigte. Er habe die beiden Mädchen getroffen, war den weiteren Ausführungen zu entnehmen, dabei habe er aber geglaubt, es handle sich um eine alte Frau und ein Kind, weil die 17-Jährige „eine Jacke so über den Kopf hatte“. „Sie meinen, sie hatte eine Kapuze überzogen?“, fragte Richter Krumm, was der Angeklagte wiederum nickend bestätigte.

Neuer Termin

Das zweite Mädchen habe Kratzer am Hals gehabt, „so wie von Katze“, er habe Blut gesehen und gefragt, ob mit den Mädchen alles in Ordnung sei. Was er weiter schildern wollte, blieb aber unklar, weil dem Angeklagten schlicht die Vokabeln fehlten. „Von Amts wegen neuer Termin“, hieß es sodann, dann aber mit Dolmetscher. Die als Zeugin geladene 17-Jährige wurde nicht gehört, sie muss zum neuen Termin erneut erscheinen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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