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CDU Olpe sucht Nachfolger für Bundestag (Update)
MdB Dr. Matthias Heider tritt nicht mehr an

Hier gratuliert der damalige Olper CDU-Kreisvorsitzende, Theo Kruse (l.), Dr. Matthias Heider zur erneuten Nominierung. Im Hintergrund: Ralph Brinkhaus, damals Gastredner bei der Nominierung 2016 und inzwischen Fraktionschef im Bundestag.
  • Hier gratuliert der damalige Olper CDU-Kreisvorsitzende, Theo Kruse (l.), Dr. Matthias Heider zur erneuten Nominierung. Im Hintergrund: Ralph Brinkhaus, damals Gastredner bei der Nominierung 2016 und inzwischen Fraktionschef im Bundestag.
  • Foto: win (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

win Olpe. Kaum zur Ruhe gekommen nach der überaus wichtigen Kommunalwahl, steht die CDU im Kreis Olpe vor einer neuen Herausforderung: Durch einen am Freiversandten Rundbrief hat Dr. Matthias Heider völlig überraschend angekündigt, für die nächste Bundestagswahl nicht mehr als Kandidat der heimischen Christdemokraten zur Verfügung zu stehen. „Ich möchte Sie und Euch heute über eine Entscheidung informieren, die ich nach reiflicher Überlegung getroffen habe und die mir nicht leicht gefallen ist“, heißt es in dem Schreiben an die Mitglieder. Intern hatten die Christdemokraten fest mit einer erneuten Kandidatur des Lüdenscheiders gerechnet, der Termin für die Nominierungsversammlung war bereits geplant.

win Olpe. Kaum zur Ruhe gekommen nach der überaus wichtigen Kommunalwahl, steht die CDU im Kreis Olpe vor einer neuen Herausforderung: Durch einen am Freiversandten Rundbrief hat Dr. Matthias Heider völlig überraschend angekündigt, für die nächste Bundestagswahl nicht mehr als Kandidat der heimischen Christdemokraten zur Verfügung zu stehen. „Ich möchte Sie und Euch heute über eine Entscheidung informieren, die ich nach reiflicher Überlegung getroffen habe und die mir nicht leicht gefallen ist“, heißt es in dem Schreiben an die Mitglieder. Intern hatten die Christdemokraten fest mit einer erneuten Kandidatur des Lüdenscheiders gerechnet, der Termin für die Nominierungsversammlung war bereits geplant.

Ende nach drei Wahlperioden

„2021 geht für mich die dritte Wahlperiode im Parlament zu Ende. Ich habe dann zwölf Jahre lang mit großem Engagement die Anliegen unseres Wahlkreises in Berlin vertreten und werde das ohne Abstriche auch bis zum letzten Tag meines Mandates im September nächsten Jahres tun. Nach dem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag will ich mich wieder in vollem Umfang meinem Beruf als Rechtsanwalt widmen. Für unser Land und die CDU habe ich meine Abgeordnetentätigkeit mit Leidenschaft, Tatkraft und voller Überzeugung ausgeübt. Wir haben in dieser Zeit viel für unsere Region – das Sauerland und Südwestfalen – bewirken können.“

Heider weiter für die CDU da

Heider erklärt in dem Brief, auch künftig für die Partei da sein zu wollen und seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger nach Kräften zu unterstützen. „Es ist ein gutes Gefühl, in Berlin die Unterstützung und Rückendeckung unseres Wahlkreises im südlichen Sauerland auch bei schwierigen und abweichenden Entscheidungen zu haben.“
Die beiden Vorsitzenden der CDU im Kreis Olpe und im Märkischen Kreis, Jochen Ritter und Thorsten Schick (beide MdL), reagierten umgehend mit einer Pressemitteilung. Ritter: „Matthias Heiders Entscheidung kommt für viele überraschend, ist aber lange gereift. Am Ende seiner dritten Wahlperiode wird der zwölf Jahre lang mit großem Engagement die Anliegen des Wahlkreises in Berlin vertreten haben. Sein Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger, die mittelständisch geprägte Wirtschaft unserer Region und damit auch für gute Arbeitsplätze hat seine mit Leidenschaft ausgeübte Abgeordnetentätigkeit geprägt. In unserem Kreisverband haben wir ihn über die Jahre als fachlich beschlagen und persönlich integer kennen und schätzen gelernt.“

Über Nachfolge wird beraten

Was die Nachfolge angehe, werde nun kurzfristig in der CDU des Kreises Olpe beraten und das Verfahren für die Aufstellung eines neuen Kandidaten mit der CDU Mark abgestimmt. Schick: „Als Anwalt der Bürgerinnen und Bürger, der heimischen mittelständischen Unternehmen und deren vielen Beschäftigten bewegte Matthias Heider in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten viel für unsere Region. Er richtete seinen Blickwinkel immer wieder auf die Sorgen und Nöte auch des produzierenden Gewerbes vor Ort und stand in Berlin stets für eine industriefreundliche Politik auf Bundesebene ein.“

Elf Jahre Direktmandat im Bundestag

Seit der Bundestagswahl 2009 gehört Matthias Heider als Nachfolger von Hartmut Schauerte mit einem Direktmandat im Bundestag. Er holte den Wahlkreis Olpe/Märkischer Kreis I erneut 2017 mit 47,9 Prozent der Erststimmen. Er hatte sich 2009 bei der parteiinternen Kandidatenkür gegen den damaligen Finnentroper Gemeindedirektor Dietmar Heß und die Olper Ärztin Dr. Benita Olbert durchgesetzt. Insider gehen davon aus, dass diesmal eine Kandidatin oder ein Kandidat aus dem Kreis Olpe an der Reihe sein dürfte. Letztlich entscheiden dies aber die Mitglieder der sogenannten Wahlkreisversammlung, Delegierten aus der CDU im Kreis Olpe und den CDU-Gemeinde- bzw. Stadtverbänden Halver, Herscheid, Kierspe, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Schalksmühle.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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