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Maximale Parkhaus-Lösung findet Zustimmung
Mehrheit für den "großen Klotz"

Bei der Präsentation dieses Modells wies Planer Ralf Schmitz ausdrücklich darauf hin, dass es nur die Kubatur des Neubaus deutlichmache. Die Fassadengestaltung werde eigens diskutiert. Die hier dargestellte Variante 3 ist der UCW deutlich zu groß; die Variante 4 würde aus den vier linken Fassadenabschnitten ohne den hellgrau dargestellten rechten Teil bestehen.
  • Bei der Präsentation dieses Modells wies Planer Ralf Schmitz ausdrücklich darauf hin, dass es nur die Kubatur des Neubaus deutlichmache. Die Fassadengestaltung werde eigens diskutiert. Die hier dargestellte Variante 3 ist der UCW deutlich zu groß; die Variante 4 würde aus den vier linken Fassadenabschnitten ohne den hellgrau dargestellten rechten Teil bestehen.
  • Foto: AMP Parking Europe GmbH
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

win Olpe. Der Bau einer Parkpalette am Olper Freizeitbad war am Donnerstag der am intensivsten diskutierte Tagesordnungspunkt im Olper Bauausschuss. Planer Ralf Schmitz („genau wie der Comedian“) vom Büro AMP aus Bonn trug zunächst detailliert vor, was in der ausführlichen Vorlage zu lesen war.

Vier Varianten seien überprüft worden, von denen die ersten beiden nicht umzusetzen seien, weil der Ruhrverband die mit diesen Lösungen verbundenen Eingriffe in das Regenüberlaufbecken ablehne, auf dem die Parkpalette entstehen soll. Es fokussierte...

win Olpe. Der Bau einer Parkpalette am Olper Freizeitbad war am Donnerstag der am intensivsten diskutierte Tagesordnungspunkt im Olper Bauausschuss. Planer Ralf Schmitz („genau wie der Comedian“) vom Büro AMP aus Bonn trug zunächst detailliert vor, was in der ausführlichen Vorlage zu lesen war.

Vier Varianten seien überprüft worden, von denen die ersten beiden nicht umzusetzen seien, weil der Ruhrverband die mit diesen Lösungen verbundenen Eingriffe in das Regenüberlaufbecken ablehne, auf dem die Parkpalette entstehen soll. Es fokussierte sich daher auf die Frage, ob die größere Variante 3 mit 368 Plätzen für 4,2 Millionen Euro oder die kleinere Lösung 4 mit 278 Plätzen für 3,2 Millionen Euro umgesetzt werden solle, wobei es sich bei Lösung 3 praktisch nur um eine – auch nachträglich erweiterbare – Lösung 4 handle.

UCW wünscht sich mehrere kleinere Lösungen

Die Planungen an sich fanden Zustimmung im Ausschuss. Die UCW jedoch fand Lösung 3 zu mächtig. Andreas Zimmermann: „Grundsätzlich sehen wir die Konzentration an dieser Stelle etwas problematisch. Wir stellen uns eine gewisse Entzerrung vor und wünschen uns die Schaffung nicht aller Parkplätze dort, sondern auch an anderen Stellen. Das da ist zu massiv.“

Vor allem würde ein so wuchtiger Bau wie Variante 3 viele Ideen aus dem Städtebaulichen Entwicklungskonzept stören. Carsten Sieg (CDU) äußerte sein „gewisses Verständnis für den UCW-Antrag, auch diese Punkte haben wir so gesehen“. Aber durch die Baumaßnahmen im Bereich „Biggeseefront“ und spätestens beim Abbruch des ehemaligen Busbahnhofs würden viele Parkplätze wegfallen, und die müssten eben kompensiert werden. „Und da ist die Tiefgarage des Rathauses mit 80 Plätzen noch nicht einbezogen. Wir brauchen also eher sogar noch mehr Platz als mit Variante 3.“

Lidl blockiert Alternative

Technische Beigeordnete Judith Feldner ergänzte, eine entsprechende Anregung der UCW zum Bau eines zusätzlichen Parkhauses auf dem Lidl-Parkplatz an der Hugo-Ruegenberg-Straße werde von Lidl abgelehnt, hier sei also keine Option für neue Stellplätze.

Zaklina Marjanovic (Grüne) fand, der UCW-Antrag „liest sich erstmal charmant, was uns aber nicht so gut gefällt: Wir können nicht die ganze Stadt mit Parkdecks zupflastern. Daher sind auch wir eher für Variante 3, es sei denn, das Mobilitätskonzept würde uns sagen, wir können auf die 60 Parkplätze verzichten“, wovon sie aber nicht ausgehe.

"Wir opfern da ganz viel Schönheit von Olpe."
Uwe Schmidt
UCW-Fraktion

Uwe Schmidt (UCW) erklärte, ihm bereite es Bauchschmerzen: „Wenn der Klotz erstmal steht, steht er. Wir opfern da ganz viel Schönheit von Olpe.“ Volker Reichel von der SPD erklärte Verständnis für die Bedenken der UCW, insbesondere die geplante Promenade an der Bigge werde durch ein solch großes Parkhaus beeinträchtigt. „Aber wir gewinnen durch die größere Maßnahme mehr Parkplätze vor der Stadt, und das ist unser Ziel.“

Übrige Fraktionen stimmen überein

Und auch die FDP signalisierte Zustimmung für Variante 3. Martin Moseler: „Wir werden Variante 3 unterstützen. Wir sollten ausnutzen, was wir wirtschaftlich umsetzen können.“ Hinsichtlich der Bigge-Promenade sei die andere, dem Fluss zugewandte Seite die entscheidende. Und Reichel ergänzte, er habe sich schon lange damit abgefunden, dass die eigentlich schöne Passage einer solchen Promenade ohnehin erst dann beginne, wenn sich die Nutzer an den Bootshäusern zwischen Biggerandweg und Bigge vorbeibewegt hätten.

Wie zu erwarten, sprach sich der Bauausschuss gegen die Stimmen der UCW für die Planung der größeren Variante 3 aus. Abschließend muss in der nächsten Woche der Hauptausschuss das Thema beraten.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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