Jugendhilfeausschuss bringt Planungen auf den Weg
Millionen für mehr Kindergärten

Der neue Kindergarten der GFO in der Trift bei Rüblinghausen ist fast fertig. Der Kreis unterstützt Träger auch künftig durch Zuschüsse beim Bau neuer Kindertageseinrichtungen.
  • Der neue Kindergarten der GFO in der Trift bei Rüblinghausen ist fast fertig. Der Kreis unterstützt Träger auch künftig durch Zuschüsse beim Bau neuer Kindertageseinrichtungen.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

win Olpe. Der Bedarf nach Kindergartenplätzen im Kreis Olpe steigt weiter. Am Dienstag reagierten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses, der zuständige Fachausschuss des Kreistags, mit einstimmigen Voten, um zum einen den Trägern die nötigen Gelder weiterzureichen und zum anderen, um den Ausbau weiter voranzutreiben.95 Kindertageseinrichtungen – so die Sammelbezeichnung dessen, was landläufig immer noch „Kindergarten“ heißt, gibt es im Kreisgebiet. Sie haben für das nächste Kindergartenjahr 5225 zu betreuende Kinder gemeldet – 20 mehr als im laufenden Jahr und 137 mehr als 2019/2020. Dazu kommen 161 Plätze in der Kindertagespflege, also bei Tageseltern oder sogenannten Großtagespflegestellen, die den Mehrbedarf abfangen sollen.

Betreuungsbedarf steigt an

Dabei steigt der Betreuungsbedarf ebenfalls an: Von 2017/2018 bis 2021/2022 stieg der Anteil der 45-Stunden-Bucher von 50 auf nun 55 Prozent. 35 Stunden wollen 36 Prozent, 25 Stunden nur 9.
Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, schlägt der Kreis vor, bis Ende 2022 insgesamt 249 zusätzliche Kindergartenplätze zu schaffen, davon 234 für Kinder über drei Jahren. Damit wird die bisherige Planung um 26 zusätzliche Plätze aufgestockt.Bezahlt wird der Ausbau von der öffentlichen Hand. Michael Färber, zuständiger Fachbereichsleiter der Kreisverwaltung, erklärte dem Ausschuss: „Mit diesem Verfahren sind wir seit 2017 unterwegs. In der Rückschau ist einiges geschaffen worden.“

Befristet bis Ende 2025 wird der Kreis in Fortsetzung dieses Programms bei Kindergarten-Neubauten pro Regelplatz 33 000 Euro zahlen, für Plätze von Kindern unter drei Jahren das Doppelte. Bei Aus- und Umbaumaßnahmen gibt es 22 000 bzw. 44 000 Euro.Dieses Geld wird dem Träger gezahlt, wenn keine Bundes- oder Landesmittel in Aussicht stehen.

Ausbauprogramm wird fortgeführt

Weiterhin übernimmt der Kreis notwendige Kosten für Rettungs- oder Fluchttreppen, die bei Ausbau- oder Erweiterungsmaßnahmen aus Brandschutzgründen nötig werden. Das bisherige Ausbauprogramm war bis Ende 2020 befristet und wird nun fortgeführt, wobei die Zuschüsse jeweils um 10 Prozent angehoben werden sollen. Für 2021 sind für diese Zuschüsse 5 Millionen Euro in den Kreishaushalt eingestellt. 2022 sollen noch einmal 2 Millionen Euro fließen, 2023 dann 800 000 Euro und 2024 500 000 Euro. Auch hier erfolgte die Zustimmung einhellig. Lediglich Daniel Gerk enthielt sich der Stimme: Das für den Caritasverband tätige Ausschussmitglied erklärte, sein Verband werde aller Voraussicht nach dieses Programm in Anspruch nehmen, daher enthalte er sich der Stimme. Bevor der Beschluss gilt, müssen ihn Kreisausschuss am 1. März und Kreistag am 22. März endgültig verabschieden.

Überblick über die Maßnahmen

Für Attendorn sind in der Ausbauplanung 2021 drei Maßnahmen vorgesehen: Windhausen (Erweiterung eines vorhandenen Kindergartens, Träger: Arbeiterwohlfahrt), Ennest (Neubau dreigruppige Einrichtung, Deutsches Rotes Kreuz) und Attendorn (Neubau, GFO). In Drolshagen steht für 2021 nichts im Plan. In Finnentrop wird die Caritas einen dreigruppigen Kindergarten neu bauen, in Heggen ein Elternverein um eine Gruppe erweitern. In Kirchhundem ist vorgesehen, den Kindergarten St. Peter und Paul (Kits gGmbH) um eine vierte Gruppe zu erweitern. Im Gebiet der Stadt Lennestadt steht eine Maßnahme auf dem Plan: der Neubau einer dreigruppigen Einrichtung in Grevenbrück (DRK). In Olpe sollen zwei Großtagespflegestellen geschaffen werden, und in der Gemeinde Wenden wird die Kits gGmbH die ehemalige Volksschule in Möllmicke in einen zweigruppigen Kindergarten umbauen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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