"UnternehmensWertArzt":
Minister Laumann wird Schirmherr

sz Olpe/Hünsborn. Um auch in Zukunft die ärztliche Versorgung – insbesondere in ländlichen Regionen – sicherzustellen, werden unterschiedliche Ansätze verfolgt. Fördergelder für Ärzte, die in eigener Praxis tätig sein wollen und Stipendien für Studierende, die als Hausarzt praktizieren werden, gibt es heute bereits und sie werden vielfach gut angenommen. Dennoch fehlen, trotz einer insgesamt steigenden Anzahl von Ärzten, diejenigen, die bestehende Praxen weiterführen oder neue Praxen gründen wollen. Viele Ärztinnen und Ärzte ziehen eine Anstellung, meist in Kliniken, vor.

Gründe für die mangelnde Bereitschaft, sich in eigener Praxis niederzulassen, gibt es einige. Eine große Herausforderung ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch die Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz für den Partner. Ärztinnen und Ärzten fehlt es zudem an unternehmerischen Kenntnissen. Diese Kompetenz wird während des Studiums in der Regel nicht vermittelt und erschwert den Schritt in die Selbstständigkeit.

Das Projekt „UnternehmensWertArzt“ (UWA) setzt hier an und bietet in Kooperation mit wirtschaftsnahen Institutionen, Behörden, Ärzten und Beratern verschiedener Bereiche ein „Rundum-Sorglos-Paket“ für Mediziner, die sich niederlassen wollen. Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, hat nun die Schirmherrschaft übernommen und begrüßt die Initiative „UnternehmensWertArzt“. Sein zentrales Anliegen ist die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse – in der Stadt wie auf dem Land. „Damit wir junge Leute nach dem Medizin-Studium auf das Land bekommen und auch erfahrenen Medizinerinnen und Medizinern den Weg auf das Land weisen, müssen Hürden und Hemmnisse abgebaut werden. ,UnternehmensWertArzt’ leistet hier einen wertvollen Beitrag, in dem junge Menschen über die Möglichkeit der Niederlassung informiert und ein Stück weit an die Hand genommen werden. Zugleich unterstützt die Initiative aber auch jene Ärztinnen und Ärzte, die wegen gestiegener Anforderungen möglicherweise schon überlegt hatten, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen“, schreibt Minister Karl- Josef Laumann in seinem Grußwort.

Initiatoren und Träger des Projektes sind der Hausarzt und Chirurg Stefan Spieren aus Hünsborn und die Diplom-Kauffrau Lara Bäumer aus Siegen. Im Rahmen von UWA sind der Unternehmenswert der Praxis, der Wert des Arztes und der Unternehmung Arzt verschmolzen, um so unternehmerische Kompetenzen von Ärztinnen und Ärzten zu fördern, Niederlassungszahlen zu steigern und dem drohenden Ärztemangel entgegenzuwirken. Dies wird für Ärztinnen und Ärzte, die sich im Kreis Olpe niederlassen wollen, durch Praxis-Coachings vor Ort, zahlreiche Veranstaltungen, einen Relocationservice zur Arbeitsplatzsuche für Partner, Wohnraumsuche und Unterstützung bei der Suche eines Kindergartenplatzes erreicht.

Das Projekt basiert auf einer Internetplattform, die beispielsweise eine Wissensdatenbank zu allen Themen rund um die Medizin und Niederlassung, zahlreiche Börsen und umfassenden Informationen sowie direkte Antworten von ausgewiesenen Experten zur Verfügung stellt.

Ein weiteres Kernstück ist der Veranstaltungskalender, der auch überregionale Veranstaltungen vorhält. Anbieter medizinischer Fortbildungen sowie Anbieter von Fortbildungen im Bereich der Praxisführung können ihre Veranstaltungen eintragen, registrierte Benutzer erhalten automatische Benachrichtigungen. Zudem wird die Möglichkeit der Vernetzung geboten, etwa wenn Mediziner eine Gemeinschaftspraxis gründen oder Kooperationspartner dafür gesucht werden.

Das Projekt etabliert auch die Nutzung telemedizinischer Anwendungen als ein Instrument der Verbesserung der medizinischen Versorgung. Alle Leistungen stehen kostenfrei zur Verfügung.

Die ersten Veranstaltungen für Praxisgründer und bereits niedergelassene Ärzte sind bereits terminiert: 13. Juni: „Mit dem Steuerberater auf Augenhöhe – wie lese ich eine BWA“, 11. Juli: „Förderungen, Zuschüsse & Co. – Was der Staat für Sie tut“, 5. September: „Paragraphen für den Praxisalltag“.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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